Ich werde es überlesen haben – denke dabei an einen Gothaer Kunstraub

Mein Thema: Ihre Stimme zählt“ – (13.07.2012 – Emanuel Beer) mit
„Wie viele Themen finde ich dann als Berichte im Allgemeinen Anzeiger wieder?
Die zehn Themen mit den meisten Stimmen greifen wir nacheinander auf.

Nun bin ich ganz gespannt auf das Aufgreifen: WANN? WO? und WIE?
Kann freilich auch sein – und wird es bestimmt auch -, dass ich es überlesen habe und ein anderer Redakteur bereits diese Thematik aufgegriffen und umgesetzt hat.

Da wünschte ich mir wieder einmal einen Link in der Startseite zu Informationen der Redakteure, wo man sowas dann schnell und leicht suchen und finden können würde.

Da ich annehme, dass meine Frage nach fast zwei Monaten noch zu früh und somit unpassend sein kann, kommt mir eine Begebenheit aus Gothas junger Geschichte in den Sinn:
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Zu tiefsten DDR-Zeiten, als die TA noch „Das Volk“ hieß, gab es im Gothaer Schloss Friedenstein einen großen Bilderraub. Die Bevölkerung wurde informiert und um Mithilfe gebeten. Straßensperren machten auf die Bedeutung des Kunstraubes aufmerksam.

Etwa 5 Jahre danach fragte ich bei „Das Volk“ an, was denn nun mit dem Raub sei, ob er sich aufgeklärt habe. Ich würde es jedenfalls gerne wissen – könnte es freilich auch überlesen haben. An „Das Volk“ würde ich mich deshalb wenden, weil darüber einst die Bürger um Mithilfe geben wurden und somit doch auch erklärende Worte bekommen dürften.

Tage danach – es kam keine Reaktion – wurde ich am Werkstor vom Wachmann gebeten, doch mal hinten ins Zimmer zu gehen, da wolle einer von der Kripo was von mir.
Mein Sündenregister durchgehend kam ich seiner Aufforderung nach.

Der Mann von der Kripo stellte erst einmal unverfängliche Fragen zu meiner Person und Familie. Als ich unwirsch fragte, was er denn eigentlich von mir wolle, meinte er, dass ich doch eine Anfrage an „Das Volk“ zum Kunstraub gestellt habe. Ja, und? Nun wolle er gerne wissen, in wessen Auftrag ich diese Frage stellte! Der hochkommende Lacher blieb mir im Halse stecken. Ich sagte energisch, dass ich nicht Sprachrohr bin sondern meine Fragen auch MEINE sind! Und setzte gleich nach, was da verwerflich oder sonstwas sei, wenn man nachfragt, weil damals ja auch um Bürgermithilfe gebeten wurde?!
Rein sachlich und ohne Bezug auf mich sagte der Mann, dass es einerseits ungewöhnlich sei, dies zu fragen, dass nichts bislang an Erfolgen vorliege und erst nach 15 Jahren eine Chance besteht, dass die Gemälde irgendwo angeboten und die Händler das melden können würden.

Die 15 Jahre sind längst vergangen. Gehört oder gelesen habe ich nix. Aber fragen will ich auch nicht. Möchte meinen Bekanntenkreis nicht wieder auf diese Art und Weise erweitern.
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3 Kommentare
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Antje Hellmann aus Jena | 07.09.2012 | 10:30  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 07.09.2012 | 11:18  
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Constanze Fuchs aus Gotha | 16.09.2012 | 00:58  
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