Kein Vertrauen mehr – arbeiten Medien mit daran?

Gegenwärtig kursiert „Ehec“ durch alle Medien. Politik warnt vor frischem Obst und Gemüse. Konkrete Ausgrenzung „Gurken“ – aber doch nicht – aber vorsichtshalber noch nicht ganz negieren. Die Politik eiert herum und die Medien machen teuflisch mit.

Früh im Handy auf Internet-Informationen geschaltet, las ich, dass der gesuchte spezielle „Ehec“-Erreger in „Sprossen“ steckt. Im Text dazu stand dagegen, dass man ihn wohl dort nun festgestellt zu haben glaube.
Seitens der Bundesregierung wurde vor grünen Gurken gewarnt – konkret aus Portugal. Aber nichts ließ sich beweisen. Und vor den Sprossen schlossen sich die Medien dieser Warnung voll an.
Nun beim „Sprossenverdacht“ und keinem gefundenen „Ehec“-Erreger bei Gurken, könnte man die Warnung ja zurücknehmen. Doch man lässt sie vorsichtshalber stehen.

Wenn man sich der Schweinegrippe erinnert, der Vogelgrippe – den Horrormeldungen der letzten Jahre, dann ist zu erkennen: Möglichst als Erster dazu schreiben/sprechen – zwar mit gewissem Vorbehalt aber möglichst so schlimm, dass Leser oder Hörer auf jeden Fall diese offene Mitteilungsform würdigen durch weiteren Informationsbedarf aus dieser Quelle.
Sicher drückt die Zeit und braucht man schnell den Erfolg, wenn Leben in Gefahr ist oder Tote gar schon zu beklagen sind. Aber Horrormeldungen auf Mutmaßungen aufgebaut sind garantiert nicht sinnvoll.

Wer wird, wenn das so weiter geht, eine wirkliche Gefahr als solche noch ernst nehmen? Und wenn jede Horrormeldung ernst genommen wird, welch Schaden richtet man damit und mit den Konsequenzen an? Landwirte gehen bankrot, Lebensmittelhersteller können einpacken, ganze Produktionsbetriebe werden in Frage gestellt.

Die Natur spielt den Menschen schon genug mit. Während die Einen händeringend nach Regen lechzen, schwemm er Anderen Haus und Gärten weg. Die Politiker – bleiben wir mal bei der Bundesregierung – wechseln Ministerämter, als müsse das so sein und könne eigentlich jeder einen beliebigen Ministerposten ausfüllen.
Und nun (oder jetzt erst so erschreckend festgestellt) klinken sich die Medien in das Spiel mit Wechselbädern ein.

So schwindet jegliches Vertrauen, werden Ängste auch künstlich geschürt.
Da hilft es auch nicht, dass ein Thema von der Bildfläche verschwindet, wenn es nicht mehr von Interesse zu sein scheint. Denn das ist das sicherste Zeichen dafür, dass bald ein neuer Schrecken gefunden oder etwas zu einem solchen hochgepuscht wird.
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