Parteien (Direktkandidaten) zur Bundestagswahl 2017 stellten sich vor

  Gotha: Schlachthofbühne "The Londoner" | .

„The Londoner“ (Veranstaltungsort in Gothas ehemaligem Schlachthof) war am Donnerstag, den 10.08.2017, mit hochinteressierten Besuchern total überfüllt.
Die Tagespresse „TA“ und „TLZ“ sowie das Magazin „Oscar am Freitag“ hatten die Direktkandidaten zur Bundestagswahl 2017 aus Gotha/Ilm-Kreis eingeladen. Moderiert wurde von Wieland Fischer, Redaktionsleiter der Thüringer Allgemeine Gothas, sowie Maik Schulz, Geschäftsführer Oscar am Freitag und Hausherr.

Zwar waren zwei Direktkandidaten nicht gekommen, doch die Veranstalter ließen von „Bündnis90/Die Grünen“ sowie der „Alternative für Deutschland“ je einen Listenkandidaten zu, um die Vielfalt nicht einzuschränken.

Bei der Vorstellung der Podiumsteilnehmer aus „DIE LINKEN“ / „Bündnis90/Die Grünen“ / SPD / „Freie Wähler“ / FDP / CDU / AfD (v.r.n.l. – siehe Video) schwächelte der Moderator (TA) bereits etwas.

Alle Podiumsmitglieder wurden mit Applaus begrüßt. Als sie sich einzeln zu „Warum kandidiere ich?“ äußerten, spürte man an dem Raunen im Publikum die Haltung zur jeweiligen Partei.

Seitens der LINKEN buhte man, weil keine Antwort sondern zuerst der Lebensweg beschrieben wurde. Dazu eine kurze Angabe zu machen, wurde aber schließlich allen Parteien zugesagt.

Seitens der GRÜNEN wurde klar angesagt, dass man sich Auseinandersetzungen zu Asyl und Extremismus leidenschaftlich stellen werde.

Die Vorstellung der SPD wurde mit zu dem Zeitpunkt undefinierbarem Raunen quittiert.

Die Worte der „Freien Wähler“ waren klar, einfach gehalten und überzeugend – auch so anerkannt.

Der Vorstellung der FDP wurde interessiert – wenn auch etwas skeptisch – gelauscht.

Die CDU war klar in der Ansage – wurde aber mehr „nur hingenommen“.

Die Vorstellung der AfD wurde fast gefeiert, was deutlich machte, dass mindestens ein Drittel der Besucher sich zur AfD bekannten.

Etwas zu leidenschaftlich waren die Reaktionen aus dem Saal bei einigen Ansagen der Podiumsmitglieder, so dass seitens des Veranstalters klargestellt werden musste, dass die Besucher erst in der offenen Diskussion das Wort ergreifen dürfen. Bis dahin werden den Kandidaten Fragen gestellt, zu denen sich jede Partei jeweils eine Minute äußern kann.
Das wurde danach auch weitestgehend eingehalten.

Während ich für mich feststellte, dass die LINKEN mehr oder weniger als „wenig interessant“ abgetan, die GRÜNEN ein „Reizmittel für die Besucher“, die „Freien Wähler“ als „anhörbar akzeptabel“ betrachtet, die FDP als „etwas zu (unverständlich) aufmüpfig“ gesehen wurden, trat die SPD kaum in Erscheinung und wurde die CDU recht häufig attackiert, während die AfD offensichtlich „dem Volk aus der Seele“ zu sprechen schien.
Das alles sehe ich so, dass man es leid ist, wie bei jeder Bundestagswahl zuvor nur stets das Gleiche zu hören: Was man alles machen muss und will! – während immer wieder festgestellt werden muss, dass man das doch schon längst hätte machen können / sollen / müssen.

Dies seitens der AfD (auch, weil ja neu,) angegriffen, wird somit dankend aufgenommen.
Leider habe ich die Befürchtung, dass einerseits „nur deswegen“ die AfD einen hohen Stimmenanteil bekommen kann, während die sich bewusst verantwortungslos gebenden Nichtwähler gerade darauf hoffen – sich aber raushalten, um später – wie alle Jahre – sowohl so als auch anders sagen zu können, dass sie dies genau so gesehen haben oder eben nicht mit tragen wollen.

Der lebhafte Diskussionsabend auf dem Podium wie auch danach zwischen Besuchern und den Kandidaten zeigte deutlich, wie stark alle auf eine bessere Politik hoffen – aber auch keine Klarheit über echte Politikveränderungen zu erkennen sind.

Bleibt die Hoffnung – auch in ein klares Bekenntnis durch das „Wählengehen“ und sich eindeutig positionieren! Und schließlich nach den Wahlen ein aktives Mitgestalten der Zukunft durch Wähler UND Nichtwähler!

( ca. 05 Min – Vorstellung der Kandidaten durch den Moderator der TA)


(Die Namen der Kandidaten habe ich bewusst weggelassen, weil es in der ganzen Veranstaltung um Meinungen und Argumente ging, die grundsätzlicher Art waren und nicht einen Kandidaten kennzeichnen, herausheben oder in eine Ecke stellen sollten/sollen.)
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Gunter Linke aus Saalfeld | 12.08.2017 | 13:18  
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