Schüler aus drei Gymnasien simulieren internationale Konflikte

  An einem von der Bundeswehr organisierten POL&IS-Planspiel haben vom 24. bis 27. September im Schloss Sinnershausen drei Sozialkundekurse, von der Arnoldischule aus Gotha, dem Gleichensegymnasium in Ohrdruf und dem Humboldtgymnasium in Weimar teilgenommen. Die 40 Schüler besuchen überwiegend im Kurs 11 den Sozialkundeunterricht und werden von Herrn Reuter (Weimar), Frau Brockmann (Gotha) und Herrn Hose (Ohrdruf) unterrichtet.

Das Schloss Sinnershausen strahlt eine wahnsinnig tolle Atmosphäre aus, mit seiner Parkanlage und dem fantastischen Ausblick. Auch der lockere Umgang zwischen den Lehrern und Schülern hat viel Vorfreude auf das POL&IS-Projekt aufkommen lassen.
Wir haben alle sofort gemerkt, dass das Projekt kein „Zuckerschlecken“ wird, da wir nach der Ankunft eine Stunde Zeit zum Mittagessen und Zimmerbeziehen hatten und danach auch schon losgelegt haben mit der Arbeit. Durch die Simulation sollen wir internationale politische Prozesse besser nachvollziehen können. Nach einer kurzen Einführung haben wir die einzelnen Rollen und Aufgaben verteilt. In den folgenden vier Tagen haben wir die Möglichkeit, in die Rolle der Vertreter der Weltbank, der Weltpresse oder der Regierungschefs bzw. Staats- und Wirtschaftsminister der einzelnen Länder zu schlüpfen oder bei den NGOs mitzuarbeiten. Nach einer ersten Phase, in der der Spielverlauf geklärt wurde, haben wir nach dem Abend um 18 Uhr die ersten Präsentationen erlebt. Um 21.30 Uhr endete der erste Arbeitstag, an dem wir bereits gemerkt haben, wie anstrengend und langwierig das harte Geschäft der Politik ist. Alle waren daher sehr müde und erschöpft und sind regelrecht ins Bett gefallen.
Nach kurzer (!!!) Nachtruhe gab es am Dienstag um 8 Uhr Frühstück und schon wurde fleißig weitergearbeitet. Die Regionen haben sich um ihre Ziele, wie Friedenssicherung und die Steigerung des Wohlstandes, gesorgt und harte Verhandlungen bis in die Abendstunden geführt.
Die Weltpresse hatte schwer zu tun, mit jeder Menge Informationen und deren Verarbeitung sowie Veröffentlichung. Skandale und Intrigen wurden aufgedeckt!
Für alle war es sehr interessant zu sehen wie die Weltpolitik aufgebaut ist. Durch das Projekt haben alle viel darüber gelernt, wie man fließend und frei gut sprechen kann und welche kleinen Details dabei stark Ausschlag gebend sind.
Wir arbeiten hier hart und haben sehr viel über weltpolitische Zusammenhänge gelernt: dass sie vielfältig und kompliziert sind, das man sich sicher sein sollte, wenn man wichtige Entscheidungen trifft und vor allem, dass Kommunikation gerade in der Politik eine herausragende Stellung hat.

Ich bin mit einem geteiltem Gefühl in dieses Projekt gefahren: einerseits habe ich vorher keine Vorstellung gehabt was mich hier erwartet, andererseits habe ich mich auch wirklich darauf gefreut neue Leute kennen zu lernen und auch die Politik etwas genau zu verstehen und zu simulieren.
Ich habe ganz ehrlich nicht so viel erwartet: das Schloss ist wirklich sehr schön und wir haben sehr viel Spaß bisher. Insgesamt haben wir drei POL&IS-Jahre durchgespielt. Zudem sind wir an einem Tag zur Gedenkstätte „Point-Alpha“ an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gefahren, um dort eine Führung zu machen. Anschließend hatten wir die Möglichkeit mit Zeitzeugen der DDR-Diktatur zu reden und ihnen Fragen zu stellen.

Herzlich danken möchten wir den drei Jugendoffizieren der Bundeswehr und Lehrern, die das POL&IS-Planspiel mit uns durchgeführt und die vier tollen Tagen organisiert haben.
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