Strafanzeige gegen Polizei Rüsselsheim - 2 spielende Hunde erschossen

Unabhängige Tierschutz – Union Deutschlands
Allianz für Tierrechte – Rechtsdurchsetzungsorganisation für Tier und Natur
Aktionsbündnis – „Jagdfreie Natur“ - zum Schutz von Natur und Umwelt
angeschlossen bundesweit tätige Tier- und Naturschutzorganisationen und Einzelpersonen deren Arbeitsgebiet im karitativen und politischen Wirken für Tiere, Natur und Umwelt liegt.
Ansprechpartner im Netzwerk bundesweiter Tierschutz-Notruf 0700 – 58585810
Kooperationsleitung – Tüttleber Weg 13 – 99867 G o t h a U T – U D
Tel: (03621) 400766 u. 506610 # Fax (03621) 506611
# Mail: harald.von-fehr@tierschutz-union.de

Staatsanwaltschaft
per E-Mail an: poststelle@aa-frankfurt.justiz.hessen.de
Amtsanwaltschaft Frankfurt a. Main

Bleichstraße 60 per Telefax an: (069) 1367 2025
60313 Frankfurt a. Main
Gotha, den 05.10.2014

Die Unabhängige Tierschutz –Union Deutschlands, vertreten durch deren Kooperationsleiter Harald von Fehr, wohnhaft Tüttleber Weg 13 in 99867 Gotha, erstattet hiermit

S t r a f a n z e i g e
gegen
die Polizeidirektion Groß-Gerau, Eisenstraße 60 in 65428 Rüsselsheim – und hier speziell gegen uns namentlich nichtbekannte schießende Polizeibeamte und dessen Vorgesetzte, die hier eindeutig ihrer Aufklärungspflicht für solche oder ähnliche Situationen nicht nachgekommen sind,

wegen
der am 23.09.2014 gegen 07:45 Uhr auf dem Friedensplatz in Rüsselsheim aus niederen Beweggründen und somit gemäß § 15 StGB vorsätzlich handelnden Straftat, ohne daß in irgendeiner Art und Weise, ursächlich ausgehend von zwei spielenden, keineswegs aggressiven Hunden weder Gefahr im Verzug noch ein rechtfertigender Notstand gemäß § 34 StGB bestanden hat, den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gemäß § 62 StGB völlig mißachtend, eiskalt, rücksichtslos und tierverachtend zwei harmlose, mit sich beschäftigte Hunde, ohne vernünftigen Grund, entgegen den §§ 1; 4 (1); 17 Pkt.1 und 2. Tierschutzgesetz (TierSchG) sowie Artikel 20a Grundgesetz (GG), im wahrsten Sinne des Wortes hingerichtet zu haben.

Weiterhin wurde aufgrund der Strafbarkeit des polizeilichen Vorgehens gegen die beiden Hunde explizit gegen das Hessische Gesetz über die öffentliche Sicherheit und Ordnung (HSOG) und in diesem Zusammenhang speziell gegen die §§1; 2; 3; 4; 5; 54; 55; 56; und 60 verstoßen, wobei gerade § 60 wörtlich vorgibt:
§ 60 Allgemeine Vorschriften
für den Schußwaffengebrauch
(1) Schußwaffen dürfen nur gebraucht werden, wenn andere Maßnahmen des unmittelbaren Zwanges erfolglos angewendet sind oder offensichtlich keinen Erfolg versprechen. Gegen Personen ist ihr Gebrauch nur zulässig, wenn der Zweck nicht durch Schußwaffengebrauch gegen Sachen erreicht werden kann.
(2) Schußwaffen dürfen gegen Personen nur gebraucht werden, um angriffs- oder fluchtunfähig zu machen. Ein Schuß, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich wirken wird, ist nur zulässig, wenn er das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr oder einer gegenwärtigen Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung der körperlichen Unversehrtheit ist.
(3) Gegen Personen, die dem äußeren Eindruck nach noch nicht vierzehn Jahre alt sind, dürfen Schußwaffen nicht gebraucht werden. Dies gilt nicht, wenn der Schußwaffengebrauch das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Gefahr für Leib oder Leben ist.
(4) Der Schußwaffengebrauch ist unzulässig, wenn für die Polizeivollzugsbeamtin oder den Polizeivollzugsbeamten erkennbar Unbeteiligte mit hoher Wahrscheinlichkeit gefährdet werden. Dies gilt nicht, wenn der Schußwaffengebrauch das einzige Mittel zur Abwehr einer gegenwärtigen Lebensgefahr ist.
Hier ein journalistischer Tathergangsbericht, der jede weitere Erläuterung überflüssig macht und eindeutig die Strafbarkeit beschuldigter Polizeibeamten belegt:
POLIZEI ERSCHIESST SPIELENDE HUNDE VOR PASSANTEN
In Rüsselsheim erschießt Polizei vor den Augen der Passanten zwei junge Hunde. Mehrere Augenzeugen berichten von einer vorsätzlichen Exekution der jungen Hunde.

MICHAEL SCHLESINGER | 24. SEPTEMBER 2014 | 12 KOMMENTARE | PRINT | EMPFEHLEN |
Vor den Augen der Passanten erschießt Polizei zwei junge Hunde. Mehrere Augenzeugen berichten von einer vorsätzlichen Exekution und Hinrichtung der jungen Hunde.
Rüsselsheim
Dienstag, 23.09.2014, morgens gegen 7:40 Uhr.
Anwohner einer Rüsselsheimer Einkaufsstraße riefen die Polizei, wegen freilaufender Hunde.
Wie überall in Deutschland, wird die Ordnungsbehörde verständigt, wenn ein entlaufener Hund gesichtet wird. So wohl auch an diesem Dienstag. Nachdem um diese Zeit normalerweise weder Tierheime noch Ordnungsämter erreichbar sind, wurde die Polizei darüber informiert, daß sich auf der Bahnhofstraße zwei freilaufende Hunde befinden.
Verwunderlich dabei ist, daß nach diversen Zeugenaussagen, ein vermeintlich unverhältnismäßig großes Polizeiaufgebot in die Fußgängerzone am Friedensplatz beordert wurde. Wie berichtet wurde, vier Streifenwagen und bis zu 10 Beamte, die wegen streunender Hunde, zum Einsatz kamen. Vielleicht lag dies an einer nicht funktionierenden Kommunikation, kurz vor dem Schichtwechsel.
Doch was sich dann abspielte, erinnert eher an einen Horrorfilm mit Bestien aus der Feder eines Stephen King.
Zunächst versuchte man noch Fachleute zu ordern, wie der Rüsselsheimer Tierschutzverein schreibt, doch kurz darauf bestellte man diese wieder ab, mit der Behauptung es sei alles in Ordnung, die Halter würden sich um ihre Tiere kümmern. Das Expertenteam des Rüsselsheimer Tierschutzvereins rückte also nicht aus, was für die vermeintlich streunenden Tiere zum Verhängnis wurde.
Für “Kimbo” und “Tyse”, 18 Monate alte Geschwister, hatten in der Nacht noch ihren Job gemacht und einen Einbruch in der Bar einer ihrer Besitzer Osman Selvi verhindert. Das Schicksal hielt durch uniformierte „Freunde und Helfer“ kein Happy End für sie bereit. Durch die von den Einbrechern gewaltsam geöffnete Türe gelangten beide nach draußen. Dabei hatte der Morgen für die beiden doch so gut angefangen. Wie weitere Zeugen berichteten, bekamen sie schon ganz früh von Kindern, die sich auf dem Schulweg befanden, ihre ersten Streicheleinheiten.
Die Polizei gab per Pressemitteilung bekannt, daß “Kimbo” und “Tyse” Passanten gebissen hätten, die versuchten beide einzufangen. Diese Passanten hätten später vom herbeigerufenen Team des Rettungsdienstes behandelt werden müssen. Andere Zeugen geben allerdings an, daß nur eine Person einen Kratzer davongetragen habe, als der Mann (Onkel einer der Besitzer) versuchte die beiden Hunde zurück in die Bar zu bringen.
Den Hunden war wohl der Pizzakarton lieber, der vermutlich noch lecker für Hundenasen roch, als der für den 18 Monate alten verspielten Vierbeiner der langweilige Laden von Osman. Ein folgenschwerer Fehler der übermütigen Tiere, wie sich herausstellen sollte.
Zu diesem Zeitpunkt schien das Urteil der Polizei offenbar ohne Verhandlung schon festzustehen. Da half auch das Bitten und Flehen von Myriam Finger und Aileen Becker nicht, die zu den Tieren wollten, um das dramatische Ende dieser Geschichte abzuwenden. Mit Verbalattacken, auf Gossenniveau, wie von verschiedenen Stellen berichtet wurde, verjagte die Polizei die jungen Frauen und drohten bei nicht befolgen mit Platzverweis.
Wenn man sich die Berichterstattung vom Hessischen Rundfunk ansieht, wirken die Aussagen der Passanten “glaubwürdiger” als die der Polizei. Alleine die Aussage, Polizisten erlegten zwei freilaufende Kampfhunde mit gezielten Schüssen, bewirkt Kopfschütteln, wenn man das Video kennt. Von „gezielten“ Schüssen kann keine Rede sein, außer die Schützen haben noch nie eine Übungsstunde an der Waffe gehabt.
Nach dem ersten Schuß flüchtet einer der beiden Hunde verletzt einige Meter weiter, um an einer Hauswand erschöpft Schutz zu suchen, während die Beamten sich noch näher auf den zweiten Hund zubewegten, um dann mit drei Schüssen zum traurigen „Jagderfolg“ zu kommen. Beim verletzten zweiten Tier war es dann auch für diese Schützen kaum mehr ein Problem, den gezielten Fangschuß aus unmittelbarer Nähe zu setzen.
Was uns vom Hessischen Rundfunk und dem Polizeisprecher dann aufgetischt wurde, geht selbst ohne die Zeugenaussagen, alleine schon nach der Videosequenz, nicht. Ein Anwohner berichtet, er hätte alles vom Fenster aus beobachtet, weiter sagt er, die Hunde wären auf die Polizisten zugelaufen und deshalb hätten diese handeln müssen. Woher die Annahme, die Hunde wären auf die Polizisten zugelaufen kommt, kann man nur vermuten. Es scheint ein unwiderstehliches Verlangen mancher Menschen zu sein, mehr gesehen zu haben, als es zu sehen gab, wenn man vom Fernsehen befragt und gefilmt wird.
Daß es sich mehr um eine willkürliche Tötung handelte, ist bereits aus dem Handlungsablauf ersichtlich. Zwei Schützen gehen, wie in einem Krimi, zu den „Übeltätern“, umkreisen diese, um dann, ohne eine erkennbare Gefahr „gezielt“, die Tiere durch fünf abgefeuerte Schüsse zu töten.
Abschließend ist noch festzustellen, daß die Berichterstattung im TV immer wieder von „Kampfhunden“ spricht. Meines Erachtens, um diesen nicht existierenden Begriff dazu zu benutzen, den schießwütigen Beamten einen gewissen Sympathiebonus zukommen zu lassen.
Mit dem Begriff Listenhund, wäre vermutlich einiges an Dramatik verlorengegangen und die Tat noch schwieriger zu rechtfertigen.
Michael Schlesinger ist Blogger, Journalist und überzeugter Tierschützer bei der Tierschutzinitiative Vorpommern e.V.
Siehe auch: New Yorker Polizei schiesswütig? Polizist erschiesst Hund
Update 25.9.2014: Statement der beiden Besitzer Hundebesitzer http://gassi-tv.de/News/2014-09-25-toetung-Staffs-...
Neuer Beitrag zu dem Vorfall in Rüsselsheim.
Abgelegt unter Aktuelles |
Ähnliche Themen: Erschiessen, Exekution, Highlights, Hunde, Kimbo, Michael Schlesinger,Polizei, Rüsselsheim, Rüsselsheimer Tierschutzverein, Tyse

Sehr geehrte Damen und Herren Staatsanwälte,
dies ist leider nur ein Fall von vielen, wie sich deutsche Polizeibeamte tatsächlich – das wiederholt und widerrechtlich, tierverachtend – verhalten!
Die unzähligen Tiere – vorwiegend Hunde – die durch Polizeihand in der Vergangenheit förmlich hingerichtet wurden, sollten Ihnen eigentlich Anlaß dazu geben, dieses irrsinnige, mit nichts zu entschuldigende Töten, durch dahingehend strafrechtliche Maßnahmen endlich zu beenden.

Mit der Bitte über weitere Ermittlungen sowie das Verfahrenskennzeichen in Kenntnis gesetzt zu werden, im Namen der Tierschutz-Union und aller tier- und naturverbundenen Menschen

mit freundlichen Grüßen

Harald von Fehr, Kooperationsleiter der UT-UD
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige