Tag der Deutschen Einheit 2011

Am Abend findet der Staatsakt Thüringens zum Tag der Deutschen Einheit in Gothas Stadthalle statt. Eine weitere Begebenheit, die Gotha ins Rampenlicht stellen wird.

Viele Erinnerungen an die Jahre dieser Einheit nach 1990 werden heute zu Freude, Bedenken und Ärger Anlass geben. Im Grunde können wir uns aber freuen, dass wir diesen Tag begehen können!

An manchen Stellen ist es mit der Einheit noch nicht so richtig gelaufen. So etwas wird es immer geben. Doch wenn es sich um Unterschiede handelt, welche wahrlich nichts mit „Einheit“ zu tun haben und die Bevölkerung teilen statt einen, dann frage ich mich, weshalb daran in den vergangenen über 20 Jahren nicht erfolgreich gearbeitet wurde. War es gar vielleicht nicht gewollt?!

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Gut, da kann es auch Abstufungen geben. Wenn Ost- oder Westdeutschland den Ausschlag dafür geben, dass die Löhne stark differieren, dann ist das nicht hinnehmbar.
Das habe schon seine Berechtigung und die Ostlöhne könnten nicht einfach den westlichen angeglichen (hochgesetzt) werden. Wenn nun aber die westlichen den Ostlöhnen angeglichen würden, erhielten wir eine Einheit in dieser Hinsicht – wie kann ich nur auf solchen Gedanken kommen?!

Dass ostdeutsche Frauen nach langen Berufsjahren eine größere Rente bekommen als mitunter westdeutsche, wurde mir schon mehrfach an den Kopf geworfen. Deren Arbeitsjahre könne man doch nur als Beschäftigung und nicht als Arbeit honorieren. (Blanke Missgunst, will ich meinen.)

Dass noch viele Westdeutsche meinen, dass man den „Solidaritätsbeitrag“ endlich abschaffen könne, weil man dem Osten genügend Geld darüber gegeben habe, zeugt von falschem Denken, in dem man sich aber wohlfühlen kann. Falsch, weil der „Soli“ auch von den Ostdeutschen gezahlt wird.

Ja, es ist noch lange keine Einheit, die man als „Deutsche Einheit“ bezeichnen kann.
Aber es gibt viele Bekannte in der ehemaligen BRD, an die ich gerne heute denke, denen ich vielleicht eine eMail oder SMS schreiben werde, mit denen wir uns in der Vorweihnachtszeit 2011 hoffentlich wieder treffen können! Ein frohes und glücklich machendes Zeichen Deutscher Einheit!

Ach ja: „ehemalige BRD“ – da wird nicht selten die Stirn in Falten gezogen, was bei „ehemaliger DDR“ nicht der Fall ist.
Doch hat sich mit der Deutschen Einheit nicht in beiden vorherigen Deutschen Teilen soviel geändert, dass auch die „ehemalige BRD“ sich vom Heute völlig unterscheidet?!

Allen einen schönen Feiertag mit den herrlichsten Erinnerungen und/oder Gestaltungen dieses Tages!
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Nachtrag:
Die Jahre, welche ich in Kassel arbeitete, habe ich zum Tag der Einheit immer den Pförtner der Firma angerufen, um ihm zum Feiertag zu gratulieren. Nach den ersten vier Jahren, hatte man dort regelrecht darauf gewartet und sich immer darüber gefreut - so wie ich, als ich es immer wieder tat.
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