Ungeboren und unausgegoren im Zusammenhang

Hartnäckig kämpfen die Kirchen um das „ungeborene Leben“. Wenn es schon mal festgestellt wurde, wird es wohlbehütet, gibt es fast nichts, was man nicht für diesen werdenden Menschen fordert und auch selbst tut.

Wenn das Kind geboren ist, sieht es sich der kinderunfreundlichen Kälte unserer gesellschaftlichen Gegenwart ausgesetzt. Wer sich dann um das Behütetsein des Kindes kümmert, läuft entweder gegen Wände oder hat ein großes Herz und am liebsten das dazu praktische ehrenamtliches Engagement.
Wie windet man sich darum, allen Kindern eine kostenlose Schulspeise oder Mittagessen in Kindereinrichtungen zu ermöglichen, während Diäten und finanzielle Krisenstützungen den dafür notwendigen Betrag schier als unbedeutend sehen muss, um nur eine Klitzekleinigkeit von großer Bedeutung zu erwähnen. Gegenwärtig bekommen mitunter Kinder kein Mittagessen oder werden aus dem Kindergarten genommen, um daheim (hoffentlich) eine Mahlzeit zu bekommen.

Es dauert lange /Jahrzehnte / ein ganzes Leben, bis der Mensch wieder in eine Art gesellschaftlicher Obhut kommt, wobei dies leichter gesagt ist, als man es praktisch bestätigt sehen kann.

Und was ist mit „unausgegoren“?

Im Bundestag diskutierte man heute (10.11.2011) über einen „Mindestlohn“. Deutlich wurden eigene Standpunkte und eigenes Umfeld strapaziert, um ein Dafür oder Dagegen und die Höhe eines solchen „Mindestlohnes“ deutlich zu machen.
Dass Millionen in Armut leben oder an der Grenze dazu sind, wurde mehr oder weniger eingeräumt.
Dass in den Jahren nach der Wende viel getan wurde, um die soziale Sicherheit zu unterwandern / auszuhöhlen und Leiharbeit wie Minijobs als „Normalität“ zu gestalten, birgt eine Konsequenz in sich, die bei allem Gefeilsche völlig außer Acht zu geraten scheint.
Wie sehen die Renten der Geringverdienenden aus?! Die Betroffenen werden in dne kommenden Jahren verstärkt die Rentner sein, welche spätestens dann in die Altersarmut gehen. Deren Anzahl wird die Politiker erneut fordern und selbst mehr als alt aussehen lassen!

Mir scheint das Leben nur solange wertvoll zu sein und behütet zu werden, wie es noch nicht das Licht der Welt erblickt hat. Von da an geht’s bergab – und es liegt wahrlich nicht nur an jedem selbst, etwas aus sich zu machen!
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Wenn immer nach ausländischen Fachkräften gerufen wird - hat man da auch schon nach Ausländern für unsere Politiker gerufen?
Nein! Man hat ja noch nicht einmal gefragt, weshalb wir unsere Jugend nicht so ausbilden können, dass sie unser Intelligenz-Potential sind und das erwähnte Rufen stark reduziert werden könnte.
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4 Kommentare
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Ulf Wirrbach aus Gotha | 10.11.2011 | 21:17  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 11.11.2011 | 13:13  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 11.11.2011 | 13:41  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 12.11.2011 | 15:18  
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