Warum hat sich . . .

. . . der Chef-Redakteur des mA derart eindeutig politisch positioniert:
„Trotzdem haben Menschen aus dem Beitrittsgebiet erstaunliche Defensivmechanismen entwickelt. Dabei egalisiert das individuell gelebte Leben nicht das menschenverachtende System. Und umgekehrt. Es sollte vielmehr Voraussetzung für eine objektive Einschätzung sein. Die ist wichtig, um der Geschichtsklitterung der Linken entgegenzutreten und unsere Demokratie zu schützen.
[ siehe Beitrag / aber auch AA vom 22.03.2014]
Wie mag solche „objektive Einschätzung“ aussehen?!
Geht es hierbei gegen die LINKEN oder soll nur gepunktet werden – wofür und bei wem?

Doch zum Inhalt:
DIE LINKE ist demokratisch gewählt, im Bundestag und dort größte Opposition, steht im Blickpunkt einer künftig möglichen Koalition seitens der SPD. - Eine Gefahr für unsere Demokratie?

Im Wahlkampf zum letzten Bundestag wurden ihre Ziele von den anderen Parteien (SPD/CDU) übernommen, als wären es deren Ziele gewesen. Forderungen nach Mindestlohn zu übernehmen, auf die eigenen Fahnen zu setzen aber nach der Wahl zeitlich hinauszuschieben und inhaltlich nach und nach aufzuweichen, sind nicht die LINKEN!

Die Zielrichtung auf EIN bestes Bildungssystem Deutschlands statt 16, an denen viel für die Zukunft scheitert, wurde noch nicht übernommen – da hängen die anderen Parteien noch an Traditionen der früheren BRD.

Gegenwärtige Gesellschaftsprobleme sind der DDR nicht anzulasten sondern allzu oft der BRD vor der Wiedervereinigung und werden durch die jeweiligen gegenwärtigen Bundesregierungen nicht in der Sache sondern nur ihren Erscheinungsformen bekämpft, wenn überhaupt.

Die „Geschichtsklitterung“ von SPD und CDU, wenn ich das mal aufgreife, ist genau andersherum gelagert, spart Positives und viele ebensolche Lebenswege von DDR-lern aus oder spricht sie klein.

Die LINKE ins demokratische Abseits stellen zu wollen, ist heute ebenso falsch, wie ganz allgemein von „Ossis“ oder „Wessis“ zu sprechen (wie im Zeitfenster der Wiedervereinigung).

In der obigen Form von „Menschen aus dem Beitrittsgebiet“ zu sprechen, empfinde ich als einen Maulkorb und als würde ihnen damit abgesprochen werden, das Haupt zu heben.
Es kommt heute einer Art nachträglichem Abseits nahe, während man sich andererseits auf diese Menschen stützt und sie im einheitlichen Deutschland willkommen heißt – von Gleichberechtigung spricht.


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Noch ein Blick auf: Sozialistischer Frühling auf dem Lande
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15 Kommentare
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Hannelore Grünler aus Artern | 24.03.2014 | 08:14  
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Gunter Linke aus Saalfeld | 24.03.2014 | 11:03  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 25.03.2014 | 10:16  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 25.03.2014 | 14:34  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 26.03.2014 | 12:36  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 26.03.2014 | 13:18  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 26.03.2014 | 17:10  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 26.03.2014 | 21:50  
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Martina Giese-Rothe aus Gotha | 27.03.2014 | 08:58  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 27.03.2014 | 10:27  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 27.03.2014 | 21:09  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 28.03.2014 | 10:27  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 28.03.2014 | 14:00  
Emanuel R. Beer aus Gotha | 28.03.2014 | 17:42  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 29.03.2014 | 01:12  
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