Widerstehen, aussitzen, niedergeschlagen

Zuerst nahm ich nur an, dass unser Bundespräsident Christian Wulff einer Kampagne ausgesetzt ist, in deren Ergebnis er den Hut nehmen soll. Er wird dieser Treibjagd hoffentlich widerstehen und es aussitzen. Warum gerade jetzt dieser Rummel darüber, was den Medien offensichtlich länger schon bekannt war? Man wird noch lesen/hören/sehen was und wer dahinter steckt.

Nun bin ich allerdings niedergeschlagen bei der sich herausstellenden Art und Weise, wie Wulff sich in Szene setzte, die BILD genötigt haben soll und die Frage danach, ob er sich in Staatskrisenzeiten auch ausartend verhalten kann, nur zweifelnd beantworten lässt.
Sicher mag der Umgang mit Millionen in „geldhabenden Kreisen“ vergleichbar sein mit „normalem Euro sonst“. Eine klare deutliche Entschuldigung oder Erklärung zweifelhaften Umgangs sollte ausreichend sein.
Wenn sich in diesem Fall Herr Wulff allerdings so daneben verhält (offensichtlich ein miserables Krisenmanagement besitzen muss), dann wird an ihn die Messlatte „Bundespräsident“ angelegt – und da hat er enttäuscht!

Und dennoch hoffe ich, dass es einen Weg geben mag, diese Vertrauenskrise zu überstehen und den Bundespräsidenten bis zum Ende seiner Legislaturperiode im Amt lassen zu können!
Weshalb? Wenn ihn die offengelegten Dinge zum Rücktritt zwingen oder er aus „freien Stücken“ zurücktritt, dann entstehen dem Steuerzahler bis zu seinem Lebensende jährlich hohe Kosten – wie das für den Bundespräsidenten festgeschrieben ist. Und das zusätzlich zu den Aufwendungen, die der ihm folgende Bundespräsident kostet.
Ganz davon abgesehen wäre es auch politisch reichlich blamabel, wenn unsere Bundespräsidenten erneut verkürzte Amtszeiten hätten.

Deshalb schnelle und umfassende Aufklärung, klare Haltung dazu, eindeutige Aussage darüber, wie es weiter gehen kann und dann weitere Amtsausübung des Bundespräsidenten.
Dieses Thema sollte schnell zu einem guten/erträglichen Ende gebracht werden, da es wahrlich wesentlichere Themen gibt. (Beteiligung Deutschlands an Kriegen, Weltarmut, nicht nur Kampf gegen sondern auch Auseinandersetzung mit Rechts, …)
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Letztlich frage ich mich allerdings, weshalb die vorgeworfenen Verfehlungen des Christian Wulff erst nach vielen Monaten ins Spiel gebracht werden. Es scheint mir bei den Medien auch nicht alles rund zu laufen. Kann mir das höchstens damit erklären, dass diese Thematik erst jetzt „der Renner“ ist, wofür vor Monaten nicht der richtige Zeitpunkt war.
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2 Kommentare
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 03.01.2012 | 18:25  
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Uwe Zerbst aus Gotha | 03.01.2012 | 22:47  
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