Malen für die Mission: Egmond Prill zeichnet Antworten auf Glaubensfragen

DAS IST MEINE MISSION Die Idee kommt schnell. ­Egmond Prill zeichnet blitz­artig und spricht sogar dabei. „Ich möchte helfen, dass andere Orientierung im Wirrwarr des Lebens finden. Das ist mein Anspruch.“ Diese Mission verfolgt er als Theologe, aber auch als Journalist. „Ich kann nicht alle Antworten geben, aber helfen“, sagt Prill und malt ans Ende des Labyrinths einen dicken Pfeil. Er drückt auf und muss die Serviette halten. Dieser Ausgang ist ihm wichtig.
Waipukurau (Neuseeland): Überall und hier auch |

Da sitzt er nun. An seinem Schreibtisch, den er selbst entworfen hat. Blickt auf den kleinen, gepflegten Garten, der kräftige Farben durch das Panoramafenster wirft. ­Dahinter mäandert der feine Regenschleier durchs ­idyllische Fuldatal.

„In guten romantischen Zeiten“, sagt Egmond Prill als wolle er die Szene beschreiben, „da male ich auch. Natur, Blumen, Bäume.“ Das ist gut. Schließlich soll er heute zeichnen. Prill, der eigentlich Theologe, Journalist und Autor ist, hat sofort zugesagt. Obwohl er lieber schreibt.

Hier, in seinem Büro in ­Kassel, entwirft er seine Skizzen des Alltags, sucht passende Bibelverse und findet den Bezug zu Gott. 1400 Zeichen sind es am Ende, die als „Worte zum Sonntag“ seit genau zehn Jahren im Allgemeinen Anzeiger erscheinen. Keine andere Kolumne erhält mehr Leserbriefe, mehr Lob, mehr Tadel. Aber auch Fragen nach dem Menschen hinter den Worten. Wer ist das eigentlich, dieser Egmond Prill?


Die Schöpfung ist sein erster Impuls


Reden kann er, gut und viel, deshalb soll er jetzt malen. „Früher war ich im Zeichnen richtig gut, eine Eins“, erklärt Prill. „Das Talent habe ich von meinem Vater geerbt.“ Er ist sich offenbar sicher und soll es deshalb schwer haben, dieser Alleskönner. Seine Aufgabe: Fünf Antworten auf persönliche Glaubens­fragen zeichnen – sie müssen auf eine Serviette passen. Er reibt sich mit den Daumen die Schläfen, kneift die Augen zusammen und vergewissert sich, dass es genug Servietten gibt. Dann geht es schnell. Am Anfang reicht eine Serviette aus, es gelingt alles auf Anhieb. Am Ende, das ist beruhigend, muss er zweimal neu beginnen.

„Wenn ich verliebt war, bekamen die Mädchen nicht nur einen Brief, sondern auch Zeichnungen von mir: Narzissen und Rosen.“ Die Blumen, Bäume und Tiere sind ihm immer noch wichtig. Die Schöpfung ist meist sein erster Zeichenimpuls. „Ein bisschen romantisch bin ich eben heute noch.“

Wie die Zeichnungen entstanden sind und wie sie Egmond Prill erklärt:
Klicken Sie sich durch die Bildergalerie.


Weiterlesen:
"Worte zum Sonntag"
Homepage Egmond Prill


So hat mir Gott geholfen: Autor und Theologe Egmond Prill über Glaubensfragen auf Servietten.

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