Schritt in die Zukunft

Tabarz: MediClin Klinik am Rennsteig |

TABARZ. Eine Neurologie erweitert demnächst das medizinische Spektrum der MediClin Klinik am Rennsteig. Die Fachklinik wird 30 Betten haben. Weiteres Personal wurde dafür eingestellt, eine beträchtliche Summe investiert.

„Damit ruht die Klinik auf den drei Säulen Innere Medizin, Orthopädie und Neurologie. Das schafft uns noch mehr Standfestigkeit. Zugleich sichert dies der Region wirtschaftliche Stabilität“, hebt der Kaufmännische Direktor, Marco Rudolf, hervor. Die MediClin ist größter Arbeitgeber in Tabarz. Mit dem bereits vor Jahren geplanten Anbau könnten noch mehr Mitarbeiter eine berufliche Heimat finden, die Klinik noch breiter aufgestellt sein. „Schade, dass der Anbau durch ein langwieriges Gerichtsverfahren und ein aktuelles Urteil gegen den gemeindlichen Bebauungsplan verhindert wurde“, so Rudolf. Inwieweit die Klinik ihr Vorhaben des Anbaus weiter verfolgt, ist offen.

Die Nachfrage nach neurologischer Rehabilitation wachse stetig. Zum einen steige die Lebenserwartung der Bevölkerung. Deshalb wachsen die Zahl alterstypischer neurologischer Erkrankungen und damit der Bedarf nach begleitender Behandlung, um Auswirkungen zu mildern. Zum anderen sollen künftig Patienten z. B. nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Verletzungen nach Tabarz kommen.

Die Neurologie ist für die Tabarzer Neuland. Im MediClin-Verbund hingegen hat man einschlägige Erfahrungen und schon 13 solcher Einrichtungen. Davon profitierten nun die Thüringer: „Wir haben hospitiert, weil es unser Anspruch ist, von Beginn an Behandlungen in höchster Qualität zu bieten.“

Die Idee zur Erweiterung des Spektrums kam recht früh. Forciert wurde deren Umsetzung, seit Marco Rudolf die kaufmännische Leitung übernahm. Er versteht die Einrichtung der Neurologischen Fachklinik auch als einen ersten Schritt in Richtung Herz-Hirn-Station. Dieses strategische Ziel hatte er zu seiner Amtseinführung im September 2013 benannt.

Bereits seit Juli 2013 unterstützt der neue Chefarzt der Neurologie, seit November ist er in der Klinik dabei. „Er half maßgeblich beim Aufbau“, betont Rudolf. Richard Töpfer kommt von einer neurologischen Klinik in Hessen, war dort Oberarzt und Chefarzt-Vertreter.

Zwei Stufen der neurologischen Rehabilitation finden in Tabarz statt: 23 Betten stehen für jene zur Verfügung, die direkt nach einem Krankenhausaufenthalt kommen. Die Therapien finden grundsätzlich auf Station statt. Weitere sieben Betten dienen der Anschluss-Heilbehandlung. Dabei sind die Patienten schon wieder deutlich mobiler, können sich z. B. selbst wieder anziehen und an den Behandlungen im Haus teilnehmen „wie alle anderen Reha-Patienten bei uns“.

Zu Teilen kommt das Personal der neuen Fachklinik aus den eigenen Reihen. Weil aber auch Fachkräfte mit einschlägigen Erfahrungen in der neurologischen Nachsorge gefragt waren und die Betreuung neurologischer Patienten intensiver ist, wächst auch die Mitarbeiterzahl. Trotzdem bestehe weiterhin Bedarf nach Gesundheits- und Krankenpflegern sowie Altenpflegern, aber auch nach Gesundheits- und Krankenpflege- bzw. Altenpflegehelfer. „Wir bieten eine interessante Perspektive“, wirbt Rudolf Interessenten.
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