Den Favoriten gereizt

Mit 1:3 (-23; 15; 15; 16) verlor der VC Gotha sein Spiel beim amtierenden Deutschen Meister VfB Friedrichshafen und schaffte damit erneut einen Satzgewinn gegen eines der Spitzenteams.


Vor der Begegnung gab es für Gothas Trainer Jörg Schulz so etwas, wie einen Ritterschlag von Friedrichshafens Meistertrainer Stelian Moculescu, der die Arbeit von Schulz ausdrücklich lobte. Und als wollten Gothas Spieler dieses Lob unterstreichen, legten die Gäste gleich furios los. Vor den Augen von 1700 Zuschauern in der ZF-Arena setzte Zuspieler „Vince“ Devany seine Angreiferkollegen variabel ein und die nutzten ihre Chancen zu Punkterfolgen. Basis war eine gute Annahme in dieser Anfangsphase des Spiels. So lagen die Gothaer im 1.Satz ständig in Führung und brachten diese auch über die Zeit, sprich zum Satzgewinn.

Die Gastgeber, die am vergangenen Mittwoch noch in der Champions League gegen den französischen Vertreter Tours VB mit 3:0 gewonnen hatten, brauchten den Satz, um ins Spiel zu kommen. Nach deutlichen Worten ihres Trainers in der Satzpause erinnerten die Friedrichshäfner nun an einen sportlich überlegenen Boxer, den sein Gegner mit stürmischen Beginn und einigen Treffern in Runde Eins gereizt hatte. Denn ab dem 2.Satz zeigten die Hausherren, was sie drauf haben und, dass sie sich nach der Hinspielniederlage nicht ein zweites Mal von Gotha würden düpieren lassen.

Mit ihren Aufschlägen und einer wahnsinnigen Angriffswucht von allen Positionen zerstörten sie alle etwaig auf Gothaer Seite aufkommenden Hoffnungen auf eine weitere Sensation nachhaltig. Sämtliche VfB-Angreifer punkteten zweistellig. Allen voran Außenangreifer Idi, der aus der Angriffsformation der Gastgeber noch herausragte.

So nahm das Spiel den erwarteten Lauf und der amtierende Meister gewann am Ende vollkommen verdient mit 3:1. Der Satzgewinn aber könnte für die Gothaer im Hinblick auf die angestrebten Play-Offs noch von Bedeutung sein. Im Vorjahr fehlte dem VC Gotha bekanntlich ein einziger Satz zum Erreichen der Runde der besten Acht. Die Gäste nutzten die Partie auch schon als Vorbereitung auf die folgenden letzten drei Hauptrundenspiele. Wie vorher abgesprochen, kamen in den beiden Schlusssätzen Santino Rost für Devany und Ariel Hilman für Ákos Hoboth. Hilman bewies besonders in der Annahme, dass er nach seiner Verletzung auf dem Weg zu alter Form ist. Zum MVP der Gothaer wurde Sebastian Hähner bestimmt.

Für die Gothaer geht es am kommenden Sonnabend auswärts gegen die Netzhopper Königs-Wusterhausen/Bestensee weiter. Der Tabellensechste aus Brandenburg hat nach seinem 3:0 Sieg über Bottrop mit jetzt 18:18 Punkten die Play-Off-Teilnahme praktisch schon sicher und dürfte ein ganz wichtiger Prüfstein für den VC Gotha auf dem Weg dorthin werden.

VC Gotha mit: Michael Andrei, Issac Kneubuhl, Sven Kellermann, Marcel Herrmann, Sebastian Hähner, „Vince“ Devany, Ariel Hilman, „Jak“ Ratajczak , Santino Rost und Ákos Hoboth


Foto: VC Gotha, K. Strensch
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