Gothaer Kart-Talent verunglückt

Gotha: Racing Team Urbach |

All ihre Schutzengel brauchte die 10-jährige Nadja Olbrisch (Gotha) am Wochenende: Beim Finalrennen der Rotax Max Challenge in Kerpen (NRW) kam es zu einem schweren Unfall. Die Fahrerin vom Gothaer Racing Team Urbach wurde aus dem Kart geschleudert, blieb aber unverletzt.

Auch einen Tag später sitzt der Schreck bei Vater Dirk tief: „Das hätte auch anders ausgehen können ...“

Dabei begann das Rennwochenende so vielversprechend. Nadja kam im Qualifying auf einen sehr guten 7. Platz. Das tolle Ergebnis bestätigte sie auch beim ersten Rennen und ging von dieser Position ins Finalrennen.

Doch schon nach der ersten Runde kam sie nicht mehr über die Ziellinie. „Wir waren sofort in großer Sorge“, erinnert sich Dirk Olbrisch; immer noch emotional schwer angeschlagen. Dann sei ein Freund vom anderen Ende der Strecke in die Boxengasse mit der Schreckensbotschaft vom Unfall gekommen: Ein Konkurrent habe sie regelrecht abgeschossen, berichtete der Nadjas Vater.

Obwohl die Rennstrecke videoüberwacht wäre, würden Bilder vom Unfall fehlen. Auch die Streckenposten wollen nicht gesehen haben, wie der Crash zustande gekommen sei. Das seien die völlig unbefriedigenden Informationen, die das Team von der Rennleitung bekommen habe. Olbrisch übt deshalb scharfe Kritik: „Das ist unglaublich!“

So sei außerdem ein weiterer schwerer Unfall passiert. Ein Fahrer habe danach bewusstlos auf der Strecke gelegen. Trotzdem sei das Rennen erst nach zwei weiteren Runden abgebrochen worden. Ein Streckenposten hätte sich zwischenzeitlich schützend vor den Verletzten auf die Strecke stellen müssen, berichtet Olbrisch – immer noch außer sich vor Empörung und entsetzt.

Deshalb erwäge das Racing Team Urbach nun den Rückzug aus der Rennserie – zumal auch Nadjas Kart erheblich beschädigt sei.

Wie viel Glück die Zehnjährige gehabt hat, kann man daran ermessen, dass auch ihr Helm nach dem Crash beschädigt war.

Nicht nur Dirk Olbrisch wird wohl in diesem Moment an den Ski-Unfall Michael Schumachers gedacht haben – und den bis heute noch unabsehbaren Folgen für die Rennfahrerlegende.
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Antje Hellmann aus Jena | 23.04.2014 | 09:42  
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