Günter Schnürch besiegt Japaner und wird zum vierten Mal Weltmeister der Senioren

Zwei meisterliche Judoka - Tadashiro Kurimoto und Günter Schnürch. Das Finale der Weltmeisterschaften über 30 Jahre konnte die Gothaer Judolegende in der Klasse M9 -90 kg für sich entscheiden. (Foto: G. Schnürch)
Das Sport- und Freizeitzentrum Kalbach in Frankfurt/M war vom 18.-19.Juni 2011 Austragungsort der Weltmeisterschaften im Judo über 30 Jahre.
Ägypten hatte sich auf Grund der politischen Vorgänge nicht in der Lage gesehen wie geplant die Judo WM der Senioren durchzuführen. Der Deutsche Judobund sprang kurzfristig ein und organisierte eine hervorragende Veranstaltung.
1038 Teilnehmer, davon 891 Männer und 147 Frauen, aus 49 Nationen zeigten das weltweit starke Interesse an diesen Wettkämpfen. Für die deutschen Teilnehmer waren die Weltmeisterschaften im eigenen Land ein besonderer Ansporn, möglichst auf dem Treppchen ganz oben zu stehen.
Günter Schnürch von der Abteilung Judo des FSV Gotha gehörte zu den Titelverteidigern der letzten Weltmeisterschaft, die 2010 in Budapest stattfand. In diesem Jahr startete Schnürch in der nächsten Altersklasse M9 und hatte damit auch neue Gegner.
Der älteste Teilnehmer dieser Weltmeisterschaft war immerhin 81 Jahren alt und kam aus der Schweiz, die älteste Teilnehmerin war eine 73 jährige Russin.
Japan, das Mutterland des Judo schickte natürlich auch viele hochkarätige Judoka. Der Traum eines jeden Judoka, einmal gegen einen Japaner auf der Matte zu stehen und möglichst auch zu gewinnen, erfüllte sich dieses Mal für den Gothaer. Schnürch hatte bei der WM 2009 schon in der Mannschaft gegen einen Japaner gewonnen, aber noch nie in einem Einzelwettkampf.
Im Finale stand er dem sieggewohnten Japaner Tadashiro Kurimoto gegenüber. Dieser ist seit Jahren wegen seiner Erfolge und seines besonderen Aussehens auch ein beliebtes Fotomotiv.
Schnürch hatte sich dank der Unterstützung seiner Trainingskameraden vom FSV Gotha sehr gut auf diese Meisterschaften vorbereitet. Die Deutschen Meisterschaften im April waren mit der Titelverteidigung schon sehr gut gelaufen und nun stand ihm im entscheidenden Kampf der Japaner gegenüber. Die Aufregung vor diesem Kampf war trotz seiner Wettkampfroutine enorm.
Schnürch konnte aber den Japaner beeindrucken und erzielte nach zirka 30 Sekunden einen ersten "Waza ari", was im Judo einem halben Punkt entspricht. Kurz danach hatte er den Japaner in einer Festhalte, aus der sich Kurimoto aber befreien konnte. Schnürch sah plötzlich die Chance einer Würgetechnik und konnte so den Kampf innerhalb der ersten Minute mit "Ippon" voller Punkt gewinnen.
Größer konnte das Glück für Günter Schnürch nicht sein, im eigenen Land Weltmeister werden und dabei einen Japaner besiegen, das ist schon etwas ganz besonderes.
Die Judoka des FSV gratulieren ihrem Weltmeister und wünschen ihm für die weiteren Wettkämpfe alles Gute.
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Uwe Zerbst aus Gotha | 27.07.2011 | 19:17  
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