Top! Tiger im Tunnel

June steht noch am Anfang ihrer sportlichen Karriere. Die sechs Monate alte Hündin sammelt derzeit ihre ersten Erfahrungen mit den Agility-Hindernissen.
 
Hundesportlerin Solveig Manzke
Gotha: HSV | Beim Agility-Training schwitzen Hund und Mensch


June sitzt an der Rampe des Hundeplatzes. Erwartungsvoll blickt die sechs Monate alten Hündin mit den großen Ohren zu Solveig Manzke. "Top", lobt Frauchen, dass June so still und brav wartet. Zur Belohnung gibt es ein Leckerli. June sammelt gerade ihre ersten Erfahrungen mit dem Hundesport Agility. Am Ende ihrer Ausbildung, in rund einem Jahr, ist sie ein erfolgreicher Turnierhund. Beim Agility rennen, springen, klettern und kriechen Hunde durch einen Parcours, der aus bis zu 20 Hindernissen besteht. Alle Hunde laufen frei, ohne Leine und Halsband. Der Mensch läuft nebenher, ruft Kommandos oder dreht und wendet sich. Das Mensch- Hund-Team, das am schnellsten fehlerfrei durch den Parcours sprintet, gewinnt das Turnier. Manzke und June sind schon ein eingespieltes Team. Ein- bis zweimal pro Woche üben die beiden auf dem Gothaer Vereinsgelände. Einfache Kommandos wie "Küsschen" sind kein Problem für die kleine Vierbeinerin. Schnell springt sie hoch und drückt ihre Nase in Frauchens Gesicht. Dafür gibt es wieder eine Belohnung. Solveig Manzke weiß, wie man Hunde glücklich macht. Seit 14 Jahren ist Manzke begeisterte Agility-Sportlerin. Der größte Erfolg der Thüringerin war die Teilnahme an der Europameisterschaft 2004.

Der Hundesport, der ursprünglich ein Pausenfüller beim Pferde-Springturnier war, kam vor rund 30 Jahren aus England nach Deutschland. Mittlerweile gibt es weltweit Wettkämpfe.

Die "Altdeutsche Tigerin" June ist noch Anfängerin. "Im Moment ist Geduld gefragt", erklärt Solveig Manzke, dass June noch zu jung für die meisten der Hindernisse ist. Doch herantasten darf sich die Hündin schon - mit dem sogenannten Kontaktzonen-Training. Viele Hindernisse sind rot oder blau gekennzeichnet. June muss die Markierungen mit ihrer Pfote berühren, damit ihr der Wertungsrichter später in einem Turnier keine Punkte abzieht. Mit Blickkontakt und ruhigen Kommandos leitet Frauchen den Wirbelwind erst über eine schmale Brücke. Gekonnt balanciert June über das Hindernis und berührt die roten Kontaktzonen. Ohne zu zögern, flitzt sie gleich darauf durch einen Tunnel.

Nach einer Stunde ist Solveig Manzke völlig außer Puste. Junes Training ist damit beendet - auch wenn die quirlige Hündin noch endlos toben könnte. Vielleicht lässt sich Frauchen beim Gassigehen ja noch zu ein paar Sonderübungen überreden.


Mein Verein

• Der HSV Gotha e.V. wurde am 7. Oktober 2007 gegründet. Derzeit hat der Hundesportverein um den Vorsitzenden Holger Groß rund 40 Mitglieder. Der jüngste Hundefreund ist elf Jahre alt.

• Der Verein bietet neben Agility-Training auch Longieren, Obedience-Kurse (Sport für alte und kranke Hunde) und Trick-Dog- Seminare auf seinem Platz an. An den Welpenspielstunden und dem Einzeltraining können alle Hundebesitzer teilnehmen, auch wenn sie keine Vereinsmitglieder sind.

• Auf dem Hundeplatz in Gotha wird jedes Jahr mindestens ein Turnier veranstaltet. Eine bestandene Begleithundeprüfung und eine gültige Leistungskarte für den Hund sind die Voraussetzungen für eine Turnierteilnahme. Die Begleithundeprüfung und den vorausgehenden Kurs kann man regelmäßig auf dem Hundeplatz des Vereins absolvieren.

• Kontakt: ( 0 36 21 / 73 38 36, www.hsv-gotha.de

• Mehr Informationen zu Agility-Vereinen im Freistaat gibt es auf der Homepage des Thüringer Schutz- und Gebrauchshundesportverbands (SGSV): www.sgsv-thüringen.de, ( 03 62 52 / 3 65 63.
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