Flugplatz Gotha droht das Aus

Gotha: Flugplatz | Stadtrat Gotha kommt beim Beschluss über den Grundstücksverkauf eine historische Rolle zu:

GOTHA. „Eine 100-jährige Tradition soll beendet werden, dem Flugplatz Gotha droht das Aus“, sagt Heiko Fuchs, Vereinsvorsitzender des Aero-Club Gotha e.V. Hintergrund ist der Wunsch von ortsansässigen Firmen sich zu vergrößern und entsprechende Teilgrundstücke zu kaufen. „Uns als ein auf dem Flugplatz Gotha befindlichen gemeinnützigen Verein befremdet es umso mehr, dass die auf dem Flugplatzgelände tätigen und allesamt gemeinnützigen Vereine bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht in die Entscheidungs- und Meinungsbildungsprozesse einbezogen worden sind“, so Fuchs weiter: „Es entsteht der Eindruck, dass die auf dem Grundstück des Flugplatzes Gotha tätigen Vereine vor vollendete Tatsachen gestellt werden sollen.“ Der Verein befürchtet mit einem Verkauf der Flächen das Aus und damit die Schließung des Flugplatzes. In einer Stellungnahme äußert sich Gothas Oberbürgermeister Knut Kreuch: „Die Stadt Gotha ist Eigentümerin von Teilflächen des ehemals der Gothaer Waggonfabrik gehörenden Flugplatzes Gotha. In der Geschichte war die Stadt Gotha nie Besitzerin der Flächen, sondern immer das Unternehmen oder der Staat. Bis zum heutigen Tage sind die Eigentumsfragen nicht endgültig geklärt. Seit Jahren beabsichtigen zwei ansässige Gothaer Unternehmen sich auf den Flächen des Flugplatzes zu erweitern. Mittlerweile ist eine Übereinkunft mit den Verwaltern des jüdischen Besitzes erzielt worden, dass diese einem Verkauf zur Investition der Gothaer Unternehmen positiv gegenüber stehen. Die Stadtverwaltung Gotha beabsichtigt die in ihrer Verwaltung stehenden Flächen zu verkaufen. Bis zur endgültigen Klärung aller Eigentumsansprüche werden diese Gelder auf einem Notaranderkonto verwahrt. Es ist vereinbart, dass bestehende Miet- und Pachtverträge von den Käufern übernommen werden. Der Beschluss zum Verkauf der Flächen wird im Jahr 2013 im Stadtrat Gotha verhandelt“, so der Oberbürgermeister.


“Wenn der Stadtrat der Stadt Gotha den Verkauf der Flugplatzflächen an eine oder mehrere private Investoren beschließen sollte, wäre damit auch die Geschichte der Stadt Gotha als Fliegerstadt beendet. Es sei denn, dass die Stadträte für den Fall, dass tatsächlich der Verkauf der Grundstücksflächen erfolgen sollte, auch im Hinblick der Verantwortung gegenüber ihren Bürgern, den Vereinen, wie auch der Geschichte, Alternativkonzepte in Gemeinsamkeit aller Akteure für die Schaffung eine neuen Flugplatzgeländes entwickeln sollten“, so Vereinschef Fuchs weiter und appelliert an die Abgeordneten des Stadtrats: „Es ist eine historische Entscheidung und sie tragen eine hohe Verantwortung, ob sie künftig als derjenige Stadtrat in die Geschichte eingehen wollen, der die mehr als 100-jährige Fliegertradition der Stadt Gotha beendet hat.“
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1 Kommentar
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Wilhelm Jacob aus Apolda | 22.11.2012 | 10:29  
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