Fototermin in der Marienglashöhle

Der Eingangsbereich der Marienglashöhle
 
Der Wasserfall auf der oberen Sohle; traumhaft schön. (Foto: www.final - foto.de)
Friedrichroda: Marienglashöhle | Die BSW-Fotogruppe Erfurt war wieder einmal im schönen Thüringer Wald unterwegs. BSW steht für Stiftung Bahn-Sozialwerk.
Was wir Tage vorher theoretisch besprochen und geübt haben, sollte sich nun in der Praxis bewähren. Nämlich, das Fotografieren unter Tage. Da bot sich die Marienglashöhle bei Friedrichroda natürlich an. Technisch gut ausgerüstet und gut geschult „fuhren“ wir eine Stunde vor den eigentlich üblichen Öffnungszeiten in die Höhle ein. Wir sind nicht wirklich gefahren, sondern haben den hochinteressanten Rundgang zu Fuß bewältigt. Unser versierter Begleiter erklärte uns aber, dass die Marienglashöhle, als geologisches Naturdenkmal, im Grunde genommen ein stillgelegtes Bergwerk ist. Und bergmännisch sagt man eben einfahren, auch wenn man zu Fuß geht. Warum eigentlich?
Der größte Teil der Marienglashöhle besteht aus durch den Bergbau geschaffenen künstlichen Hohlräumen.
1775 startete der Bergbau mit der Absicht, Kupferschiefer zu finden. Den gab es hier aber nicht. Dafür fand man 1778 eine Gips-Lagerstätte. Beim Abbau der Gipsvorkommen stieß man schließlich auf die einzige Höhle natürlichen Ursprungs, die Kristallgrotte. Der sieben mal zehn Meter große und bis zu zehn Meter hohe Hohlraum, eine sogenannte Schlotte, ist durch Auslaugung entstanden. Die Kristalle, Marienglas genannt, bestehen aus Calciumsulfat. In der Kristallgrotte sind die Gipskristalle mit zwei bis acht Zentimeter Dicke und einer Länge von bis zu 90 Zentimetern zu bewundern; und das sollten Sie wirklich tun. Ein Erlebnis für jung und alt.
Schnell noch ein Wort zum Namen Marienglas. Die Kristalle ließen sich aufgrund des geringen Härtegrades leicht spalten. Sie waren völlig durchsichtig und reflektieren durch den Perlmutglanz auf den Spaltflächen das einfallende Licht. Dadurch eignete sich dieses Material gut zur Verzierung von Kronleuchtern, Altären und Gemälden. So eben auch für Gemälde der christlichen Mutter Maria. Daher also der Name Marienglas.
Ab ca. dem Jahre 1850 wurden im Stollen Führungen veranstaltet. 1903 wurde der Gipsabbau eingestellt und von da an war die Marienglashöhle eine der touristischen Attraktionen im Thüringer Wald.
Dank der professionellen Begleitung seitens der Betreiber der Marienglashöhle, gelangen uns fantastische Fotos in der Höhle. An dieser Stelle will ich schon mal ein ganz großes Dankeschön im Namen der BSW-Fotogruppe Erfurt sagen.
Unser Ronald Hempel, ich nenne ihn einfach mal den Technischen Direktor unseres Fotoclubs, hatte sowohl im theoretischen, als auch im praktischen Teil dieser Exkursion ganze Arbeit geleistet. Es entstanden Fotos vom Feinsten; so richtig etwas für ein Bilderbuch. Und traumhaft schön ist die Marienglashöhle eben auch. Ein Stück erlebtes Märchen.
Im Sommer findet man bei den durchschnittlichen Jahrestemperaturen in der Höhle von 8 bis 10 Grad Celsius eine angenehme Abkühlung und im Winter, wenn draußen Minusgrade sind, ist es angenehm warm. Also irgendwie stimmt das Klima immer.
Wir, die Mitglieder der BSW-Fotogruppe Erfurt hoffen, mit diesem Beitrag einen Besuch der Marienglashöhle angeregt zu haben. Bilder sind unter www.fotostammtisch-erfurt.de anzuschauen.
Für Interessenten ist unser Fotoclub, dem zur Zeit ca. 60 Mitglieder angehören, immer offen. Fast jeden Freitag trifft sich der Fotostammtisch im Cafe Cramer (Wiesenhügel / Roter Stein 49) ab 18.00 Uhr.
Unsere nächsten Aktivitäten sind ein Fotobummel durch die Erfurter Altstadt, Panoramafotografie vom Bismarckturm und Technikfotografien in Industrieanlagen
Sie hören von uns.

Für heute verabschiedet sich Ihr BürgerReporter

Jörg Hoffmann
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