Gemeinsam zum Erfolg -- 20 Jahren Forstbetriebsgemeinschaft Totenkopf-Vitzerod

Horst Erhard und Uwe Szpöt begutachten die Schäden, die der große Regen an den Waldwegen hinterlassen hat.
 

Seit 20 Jahren besteht die Forstbetriebsgemeinschaft Totenkopf-Vitzerod. Am Wochenende wird das groß gefeiert:

Günthersleben-Wechmar. Schon die Musketiere wussten, dass es gemeinsam besser geht. Kräfte bündeln heißt auch heute noch die Devise in vielen Bereichen. Erst recht, wenn es, wie im Falle vieler kleiner privater Waldbesitzer darum geht, effektiv zu arbeiten und den Besitz kostengünstig zu bewirtschaften. „Genau aus diesem Grund haben wir vor 20 Jahren die Forstbetriebsgemeinschaft Totenkopf-Vitzerod gegründet“, sagt Uwe Szpöt, der sich nach Feierabend für die belange der privaten Forsteigentümer in der FBG stark macht. Auch wenn der Name „Totenkopf“ schlimmes erahnen lässt, so bezeichnet er doch nur einen Bergkamm zwischen Rodebachmühle, Georgenthal und dem Weg zur Wechmarer Hütte. Denn für den Namen wurde auf zwei Flurbezeichnungen des Waldes bei Georgenthal zurückgegriffen, die auf einer alten Karte verzeichnet waren – den Totenkopf eben und das Vitzerod.

Hier wurde nach entsprechender Vorarbeit am 7. Juli 1993 die Forstbetriebsgemeinschaft ins Leben gerufen. Besonders engagiert hat sich dabei der damalige Revierleiter Manfred Hellbach aus Georgenthal. Zum ersten Vorstandsvorsitzenden wurde Horst Ehrhard aus Wechmar gewählt. „Bei der Gründung vor 20 Jahren wurden 753 Hektar Wald einbezogen. Heute sind es schon 930 Hektar“, erzählt Ehrhard, der sich heute als Kassenwart um die Finanzen kümmert. Viele kleine Grundstücke sind zu einem großen Ganzen zusammengefasst und werden auch so verwaltet. Und genau hier steckt der Teufel oft im Detail. Denn zur Forstbetriebsgemeinschaft gehören heute etwa 320 private Waldgrundstücke.

Entstanden sind die ersten forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse nach dem Zweiten Weltkrieg, weil die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes zum Teil durch ungünstige Besitzstrukturen, kleine Besitzgrößen und Gemengelage erschwert wurde. Nach 1990 ergab sich die Notwendigkeit auch in Thüringen. Grundstücke, die zum Teil weniger als einen Hektar umfassen sind schwer zu vermessen und zu bewirtschaften. In der Fläche ist es ist es jetzt deutlich besser.

Im ersten Jahr des Bestehens der FBG wurden 2221 fm Holz eingeschlagen, davon 300 fm maschienell. Heute werden jährlich 6000 bis 8000 fm Holz geerntet davon ca. 2/3 mit schwerer Technik. Dies geschieht in 50 bis 70 einzelnen Arbeitsaufträgen. „Wenn hier jeder allein kämpfen müsste, wäre das Chaos vorprogrammiert“, sagt Uwe Szpöt, der mit der FBG neben den vielen kleinen privaten Waldgrundstücken noch die Kommunalwälder von Günthersleben-Wechmar, Schwabhausen und Erfurt/Ermstedt durch den Thüringenforst bewirtschaften lässt.

In den vergangenen drei Jahren wurden ca. 359.000 Euro in Wegebau investiert. Davon förderte die Europäische Union und das Land die Projekte mit 70 %. Allein 107.000 Euro haben die Waldbesitzer aus eigenen Mitteln gezahlt. Durch die schonende Bewirtschaftung und die Vermarktung aus einer Hand wird nicht nur der Baumbestand, hauptsächlich Fichte, Lärche, Kiefer und Buche nachhaltig geschützt. Vielmehr ist hier ein Wald entstanden, der vielen bedrohten Pflanzen und Tieren eine Heimat gibt und auch kommenden Generationen zur Erholung dient.

Das, und das 20-jährige Jubiläum der Forstbetriebsgemeinschaft wird am kommenden Wochenende zünftig mit einem Waldfest gefeiert.

Programm:
Samstag, 13. Juli
ab 20 Uhr: Tanzparty mit Country & Oldie, von und mit Peter Sander an der Wechmarer Hütte (Karten unter: 03624/318359)

Sonntag , 14. Juli
Waldfest an der Wechmarer Hütte:
Ab 11 Uhr spielt der „Wintersteiner“ auf
11.30 Uhr: Ankunft der FBG-Mitglieder aus Wechmar mit historischen Traktoren
Mit dabei auch: ein Gast-Chor, eine Jagdhornbläser-Gruppe, dazu Motorsägen-Kunst, Vorführungen zur Forsttechnik sowie Mittagstisch in der Gaststube der Eintritt ist frei
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