Kleine Leute, große Hilfe

Kleine Fußballer kicken am Wochenende bei einem großen Turnier und wollen helfen:



TABARZ. Krystian ist zwölf Jahre alt und kickt seit sechs Jahren mit Begeisterung dem runden Leder hinterher. Zweimal pro Woche trainiert er mit seinen Freunden für die SG Tabarz/Waltershausen. Und das ganz freiwillig - wie sein Vater Roberto Frühauf betont. Auch wenn aus Spaß schon mal Ehrgeiz wird, der Wille zu siegen, eine Klasse aufzusteigen. Am kommenden Wochenende ist Krystian ebenfalls mit dabei - beim weltgrößten Fußball-Nachwuchsturnier. In der Vorrunde des Danone Nations Cup 2013 treffen 25 Nachwuchsmannschaften in Waltershausen aufeinander. Unter ihnen so bekannte Mannschaften wie der FC Carl Zeiss Jena, FSV Wacker 03 Gotha und SV Empor Erfurt. Und darin liegt der Reiz für kleine lokale Mannschaften, sie treffen auf Gegner, denen sie sonst nie gegenüber stehen würden. Auf vier Plätzen treten die Teams ab 10 Uhr in der Gothaer Straße gegeneinander an. Für Besucher und alle Teilnehmer wird viel geboten: Tombola, Hüpfburg, die Fußballzeitreise Tabarz ist mit einem Schussmessgerät dabei.


Man könnte fast glauben, es dreht sich alles nur um den Ball. Aber weit gefehlt. Denn an diesem Tag steht auch die Hilfe im Mittelpunkt. Für Benedict aus Fischbach. Benedict befindet sich nach einem Zusammenbruch im Wachkoma und seine Eltern wollen sich weiter zu Hause um ihn kümmern. Der 16-Jährige und seine Familie brauchen dringend finanzielle Unterstützung für ein behindertengerechtes Auto und Umbaumaßnahmen. Bereits seit Monaten engagieren sich unzählige Privatmenschen und Firmen bei Sammelaktionen und auch am Samstag kann für den guten Zweck gespendet werden. Bei der Aktion „Bester Waltershäuser Pfingstkuchen“ oder durch den Kauf eines „Zahlenbeleges“ zu zwei Euro. Signierte Trikots großer Mannschaften und Spieler winken als Preis. Und eigentlich geht es nur darum, dass viele kleine Leute viele kleine Dinge tun, um das Antlitz der Welt ein klein wenig zu ändern.


Das weiß auch Krystian. „Jeder, der ein bisschen Herz hat, sollte sich dafür begeistern, eine gute Tat zu vollbringen“ so sein Vater Roberto. Und der Trainer David Romstedt ergänzt: „Das ist eine sehr gute, großartige Sache. Es ist nicht leicht für die Familie, das alles zu schaffen.“

Von Livia Schilling
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