Leuchtende Adventssternchen

Fünf aus dreizehn: Jule, Fabienne, Juso, Johanna und Josi (v.l.) lernen in ihrer Freizeit mit anderen Mädchen aus dem Arnoldi-Gymnasium Gotha nicht nur das Laufen auf den Catwalk. Auch im Designen von Mode werden sie fachkundig von Lutz Liebecke aus Magdeburg, von der Schule für Mode & Design, unterrichtet.
 
Fünf aus dreizehn: Jule, Fabienne, Juso, Johanna und Josi (v.l.) lernen in ihrer Freizeit mit anderen Mädchen aus dem Arnoldi-Gymnasium Gotha nicht nur das Laufen auf den Catwalk. Auch im Designen von Mode werden sie fachkundig von Lutz Liebecke aus Magdeburg, von der Schule für Mode & Design, unterrichtet.
Gotha: Arnoldi-Turnhalle | Mode AG des Arnoldi-Gymnasiums und Magdeburger Schule für Mode & Design üben für den großen Auftritt:|||


Frauen und schöne Kleider gehören untrennbar zusammen. Da gibt es keine Diskussionen. Erst recht, wenn es sich um junge Damen ­handelt, die sich diese Kleider auch noch selbst designen dürfen.

„Doch bevor das soweit ist, müssen die Mädchen noch gaaanz viel lernen“, sagt Lutz ­Liebecke von der Magdeburger Schule für Mode & Design. Er leitet seit einiger Zeit eine Mode AG am Arnoldi-Gymnasium in Gotha. Insgesamt 13 junge Damen gehen in dieser AG ihre ersten Schritte auf dem Weg zu einer vielleicht großen Karriere. „Leider hat sich kein Junge bereiterklärt bei uns mitzu­machen“, bedauert Liebecke, der die Gründe hierfür im Alter der Jugendlichen sieht. „Vielleicht haben die Jungs Angst, sie könnten bei ihren Kumpels als Weichei dastehen.“

Alles andere als weich ist der Magdeburger Leiter der AG, wenn es um das Training auf dem virtuellen ­Catwalk geht. Zu rockigen Chart-Hits aus dem kleinen Plastik-CD-Player, der seinen kratzigen Sound in den Klassenraum schreit, üben die Mädchen, wie man sich als angehendes Model richtig bewegt.

Mit festem Schritt, den Blick immer nach vorn gerichtet und der nötigen Portion Ernst „stöckeln“ Jule, Fabienne, Juso, Johanna, Josi und die anderen jungen Damen aus der Mode AG mit Fleiß und Engagement hin und her. Mal allein, zu zweit oder in einer Dreier­gruppe schickt sie Lutz Liebecke immer wieder durch den Raum, in dem noch vor kurzem Tische und Stühle standen und wo die Gymasiastinnen Stunden zuvor ihren Unterrichtsstoff ­gepaukt haben. Der Zuschauer fühlt sich ein klein wenig wie in Heidi Klums berühmter Super­model-Such-Fernsehshow.

Nur etwas ist anders: Die Kostüme. Die erinnern so gar nicht an eine Modenschau. Denn der Lehrer der Schule für Mode & Design hatte ein paar Kostüme mitgebracht. Schüler des ersten Ausbildungsjahres hatten sie zum Thema „Rock‘n‘Roll und Weihnachten“ entworfen und geschneidert. In diesen sexy Kreationen sorgten die Azubis kürzlich auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt für ordentlich leuchtende Augen bei vielen männlichen Besuchern und bei zahlreichen Fotografen. In verführerischen Posen, mit Harley-Davidson und E-Gitarre waren sie ein besonders leuchtender Blickfang.

„Ganz soweit sind die Gothaer Mädel noch nicht“, erzählt Liebecke, und macht neugierig auf mehr. Denn schon in Kürze beginnt die Gruppe die ersten Kleider selbst zu designen. „Geplant sind dann auch öffentliche Präsentationen, wenn die Kollektion, „die in sich stimmig sein muss“, steht.

Und wer arbeitet, soll auch Feiern. Unter diesem Motto plant Lutz Liebecke mit „seinen“ Schülerinnen auf Zeit demnächst nicht nur einen Besuch bei der Modemesse in Düsseldorf sondern im Januar auch eine Stippvisite bei der Fashion-Week in Berlin.

„Hier wird aber noch keines der Mädchen laufen“, erzählt der „Meister“. „Dafür üben wir noch nicht lange genug, hierfür ist es einfach noch viel zu früh.“

Vielmehr können sich Jule, Fabienne, Juso, Johanna, Josi & Co. auf einen nicht minder interessanten und exklusiven Blick hinter die Kulissen der Branche freuen. Und wer weiß, vielleicht wird eins der Gothaer Mädchen Backstage oder am Catwalk entdeckt...
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