Mit Gelben Bande

  Wölfis: Vereinsheim |

Seit mehr als 50 Jahren züchten Jugendliche im Geflügelzuchtverein „Am Markbrunnen“ Wölfis erfolgreich:



WÖLFIS. Kleintierzucht gehört untrennbar zu Deutschland und zu Thüringen. „War es früher aus der Not heraus wichtig Fleisch und Federn zu haben, ist die Arbeit mit den Tieren heute reines Hobby mit positiven Nebeneffekt“, sagt Bernd Münster, Vorsitzender des Geflügelzuchtvereins (GVZ) „Am Markbrunnen“ aus Wölfis. Doch die Züchter in den Vereinen werden immer älter, Nachwuchs kommt nur spärlich nach. Dem entgegen arbeiten die Wölfiser schon seit mehr als 50 Jahren. Sie gründeten 1962 eine Jugendgruppe. Los ging es damals mit sechs Jugendlichen, Leiter war bis 2001 Harald Kümmerling. Im Abschlussprotokoll 1966 wurden mit Rolf Ewald, Rolf Brückner, Klaus Fritze, Klaus Umbreit, Jürgen Heß, Klaus Witthuhn und Jürgen Kümmerling alle sieben Jugendliche gewürdigt.

Nach dem Bau der Gemeinschaftszuchtanlage und des Vereinshauses in den Jahren von 1976-1979 wurde die Jugendarbeit weiter gefördert. Die Jugendlichen hielten damals vorwiegend Hühner der Rassen Italiener, Zwerg-Wyandotten in verschiedenen Farbenschlägen, Zwerg-Sussex und Kupfergimpel bei den Tauben. Teilweise bis zu zwölf Jugendliche hatte der Verein ab 1985. Hier gründete sich die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Junge Kleintierzüchter“, die über die Polytechnische Oberschule Wölfis geführt wurde. Ihr Leiter, Zuchtfreund Harald Kümmerling, musste nachweislich zwei Stunden Unterricht im Monat mit den Kindern durchführen. Der 1. Platz seiner AG bei der Jungzüchterspartakiade in Günthersleben war der Lohn.

„Einen großen Einbruch erlebte unsere Jugendgruppe nach der Wende. Viele waren damals dem Jugendalter entwachsen oder hatten schlichtweg keine Lust mehr“, erzählt Bernd Münster und ist froh, dass sich das Blatt inzwischen gewandelt hat und rund zehn Jugendliche in der Zucht aktiv sind. Als Ansporn vergibt der Verein seit 2001 die „Gelben Bänder“ von Wölfis. In jeder Sparte wird der Beste ausgezeichnet. So auch der beste Jugendliche.

„Dieses `Gelbe Band´ ist Ansporn für unsere jungen Züchter. Denn es bedeutet so viel wie Vereinsmeister. Und wer will das nicht gern werden?“, macht der Vereinschef den Jugendlichen Mut. Mehrere Meistertitel und vordere Plätze bei Landesverbandsjugendtagen oder Kreisschauen sind ein Beleg für kontinuierliche Jugendarbeit. „Und das nun schon seit mehr als 50 Jahren“, ergänzt Jugendleiter Frank Wassermann, der sich in seiner Freizeit sehr um die Mädchen und Jungen im Verein bemüht. Und weil der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, sticht Tochter Luisa den Papa in Sachen Erfolg schon mal aus. Seit 2010 ist die heute 11-Jährige immer vorn mit dabei. Mit ihren Zwerg-Hühnern, Zwerg-Dresdner schwarz, holte sie auf den Landesverbandsjugendtag 2011 den Sieg. „Auch ich habe schon einmal das `Gelbe Band´ bekommen. Das macht mich mächtig stolz. Denn die Arbeit mit den Tieren macht mir richtig viel Spaß und ich freue mich immer wieder über meine schönen Tiere“, sagt Luisa Wassermann.

Ein Jahr später triumphierte beim Landesverbandsjugendtag Anne- Sophie Stewig. „Ich habe ein sehr schönes Hobby. Jeden Tag schaue ich gemeinsam mit meiner Oma nach meinen Hühnern und freue mich, wenn es ihnen gut geht.“
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