Stets für Andere da sein

Helga Wagner, Beate-Gerlinde Schramm und Gundra Schuchardt engagieren sich in Tüttleben
 
Helga Wagner, Beate-Gerlinde Schramm und Gundra Schuchardt engagieren sich in Tüttleben
Tüttleben: Stein´s Haus | Helga Wagner, Beate-Gerlinde Schramm und Gundra Schuchardt engagieren sich in Tüttleben:


TÜTTLEBEN. Ehrenamtliches Engagement zahlt sich aus, auch wenn sich die kürzlich mit der Ehrenamtscard geehrten Männer und Frauen bescheiden zeigen, und außer Dank und Anerkennung für ihre geleistete Arbeit nichts haben möchten. Insgesamt zwölf ehrenamtlich aktive Bürgerinnen und Bürger des Landkreises bekamen aus den Händen von Landrat Konrad Gießmann die Thüringer Ehrenamtscard als Dank für besonderes Engagement. Die Inhaber der Ehrenamtscards können landesweit verschiedene Vergünstigungen in Anspruch nehmen, etwa ermäßigte Eintrittspreise in Museen, Schwimmbädern oder Bibliotheken. Die Karte offeriert ebenso Rabatte bei Einkäufen in verschiedenen teilnehmenden Unternehmen. Ein Ehrenamtlicher aus dem Landkreis Gotha kann somit auch im Altenburger Land vergünstigt teilnehmende Einrichtungen besuchen und umgekehrt. Im Landkreis Gotha existieren derzeit 27 Akzeptanzstellen für die Ehrenamtscard. Unter den so Geehrten befinden sich auch drei Frauen aus Tüttleben, die so ihren Teil am Gemeinwohl in der kleinen Gemeinde beitragen.


Beate-Gerlinde Schramm, die jetzt in Gotha wohnt, ist als Archivarin im Heimat- und Kulturverein Tüttleben immer mit dabei, wenn es um die Organisation und Durchführung von Festen geht. Sie ist der „Einrichter“ des Heimatmuseums, sammelt und trägt die Exponate zusammen, die dann, jedes für sich, das Große Ganze im Museum ergeben. Viele Menschen aus Tüttleben und den angrenzenden Gemeinden haben ihr historischen Hausrat geschenkt, den sie dann liebevoll im Museum integriert hat. So wie im vergangenen Jahr. „Das war ein echter Glücksfall“, erzählt Frau Schramm. „Eine Familie aus Seebergen brachte eines Tages ein Arbeitstagebuch einer Hebamme mit. Die hat von 1911 bis 1948 alle Geburten, auch die Fehl- und Totgeburten sowie den Gesundheitszustand von Mutter und Kind un vieles mehr, dokumentiert. So haben wir jetzt wertvolle Informationen über die Entwicklung in Tüttleben aus dieser Zeit.“ Mit ihr gemeinsam engagiert sich Helga Wagner. Die Tüttlebenerin ist Ansprechpartnerin, wenn e um die Seniorenarbeit des Ortes geht. Darüber hinaus hat sie sich im Heimat- und Kulturverein bereits viele Sporen verdient. „Ich gehe heute noch zu zwei älteren Damen im Ort, die haben nämlich Geburtstag“, erzählt Frau Wagner. Und natürlich kommt sie nicht mit leeren Händen. „Ein kleines Geschenk ist immer mit dabei“, sagt sie und räumt ein, dass das aus der Kasse des Heimatvereins bezahlt wird. „Große Sprünge können wir hier nicht veranstalten. Das Geld ist auch bei uns knapp. Es kann nur das ausgegeben werden, was wir durch unsere Feste und Veranstaltungen sowie den Flohmarkt reinbekommen. Selbstverständlich würden wir uns freuen, wenn ein großzügiger Mensch uns einen kleine Spende zukommen ließe.“ Apropos Spende. Das Anwesen, in dem sich heute das Domizil von Kultur- und Heimatverein sowie dem Museum befinden, hat der Verein geschenkt bekommen. „Beides war in keinem schönen Zustand, als wir es übernommen haben. Wir haben alles, was wir selbst machen konnten, in Eigenregie wieder hergerichtet, entrümpelt, einen neuen Unterstand gebaut und den alten Brunnen wieder freigelegt.“ Die dritte im Bunde ist Gundra Schuchardt aus Tüttleben. Als Ortschronistin hält sie seit zwei Jahren unter anderem die Ereignisse der Gemeinde für die Nachwelt fest. „Ich führe die Ortschronik von Thilo Rottstedt weiter, so gut ich kann. Auch schreibe ich das aktuelle Wetter auf“, fügt sie lächelnd hinzu: „Wer weiß, vielleicht freuen sich in 100 Jahren künftige Generationen über genau diese Informationen.“ Darüber hinaus engagiert sie sich im Vorstand des Vereins und kümmert ich um die Heimat- und Begegnungsstätte im ehemalign Stein`s-Haus. Grabungen haben gezeigt, dass das Anwesen aus dem 16. Jahrhundert stammt.


„Wir ergänzen uns hier ausgezeichnet“, sagt Frau Schuchart und freut sich, wenn die anderen beiden sie immer wieder mit vielen guten Ideen und Geschichten versorgen. „Was allerdings noch fehlt, ist die lückenlose Zeit der LPG“, räumt sie ein. „Hier könnten wir noch Informationen gebrauchen.“
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