Und ewig grüßt der Igel

Österreich (Österreich): Wien | Crazy Hedgy: Die Wiener Variante von Sonic
Ein Wiener 3D-Studio schickt sich an, "eines der fortschrittlichsten Spiele am Markt" in Apples App Store gebracht zu haben. Große Innovationen sind allerdings keine zu entdecken, ein solider, günstiger Titel für Kinder ist "Crazy Hedgy" aber in jedem Fall.

Ein Igel, der über Schluchten hüpft, Edelsteine sammelt und Gegner per Fausthieb oder Kopfsprung ins virtuelle Nirvana befördert? Nein,wir schreiben weder das Jahr 1991, noch ist die Rede von Segas Mega Drive. Vielmehr geht es um ein neues iOS-Game der Wiener 3D-Software-Schmiede cybertime: In die Entwicklung von "Crazy Hedgy" (kostenpflichtig für iPhone, iPad, bzw. kostenlose Lite-Version) sollen 6000 Stunden Entwicklungszeit geflossen sein. Dabei hat cybertime Neuland beschritten, ist die Firma doch ansonsten seit zehn Jahren für 3D-Animationen in Werbe-Spots (z.B. Soletti, M&M) und 3D-Kurzfilme zuständig.

Wo ist der Fortschritt?
Preist man Crazy Hedgy zwar als "eines der fortschrittlichsten Spiele am Markt" an, sollte die Firma besser am Boden der Tatsachen bleiben. Sicher, das Game ist gut umgesetzt, bietet solide Grafik und lief im Test ruckelfrei auf einem iPhone 4S.

Doch sonderlich innovativ ist das Gameplay nicht: Per Touchscreen (Tippen) und Bewegungssensor (Kippen) steuert man den kleinen Igel durch die bunte, mehr als 35 Levels große Comic-Welt "Green Hedges", sammelt Goodies und Power-Ups und zockt sich durch zwischengeschobene Mini-Games und Endboss-Kämpfe. Aufregend Neues lässt sich in "Green Hedges" leider nicht entdecken.

Tippen und Kippen
Bei der Steuerung setzt Crazy Hedgy vor allem auf den Bewegungssensor des iOS-Geräts. Kippt man iPhone bzw. iPad nach hinten, fängt der Igel an zu rollen. Ähnlich wie bei einem Rennspiel kann man ihm dann in die richtige Richtung lenken, indem man das Gerät nach links oder rechts neigt. Das ist in der Praxis aber eher mühsam, weil man das Display ständig aus dem optimalen Blickwinkel kippt und schnell eine verkrümmte Haltung einnimmt.

Schlau werden Social Networks von den Machern zum Empfehlungs-Marketing eingesetzt: Wer einen Tweet bzw. eine Facebook-Statusmeldung aus dem Game heraus absetzt, bekommt als Belohnung Extra-Edelsteine, die wiederum in Ausrüstung investiert werden kann. Im Laufe des Frühjahrs soll übrigens eine Android-Version starten.

Fazit
Insgesamt ist cybertime ein solides Jump and Run gelungen, das vor allem Kinder in seinen Bann ziehen wird. Die zahlreichen Levels und vielfältigen Möglichkeiten, Crazy Hedgy mit Ausrüstung zu pimpen, werden viele Spieler längere Zeit bei der Stange halten. Aktuell kostet Crazy Hedgy 79 Cent im Sonderangebot - insofern ist mit einem Kauf nicht viel falsch gemacht.


Mehr unter: http://futurezone.at/produkte/7532-crazy-hedgy-die...
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4 Kommentare
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Ronny Baumbach aus Arnstadt | 27.02.2012 | 20:47  
Uwe-Jens Igel aus Gotha | 27.02.2012 | 21:04  
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Tobias Schindegger aus Gotha | 28.02.2012 | 11:02  
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Steffen Weiß aus Gera | 28.02.2012 | 12:16  
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