Aus dem Forstausschuss vom 30. September in Heiligenstadt

Hauptschwerpunkt der Ausschusssitzung war die Verabschiedung des Forsteinrichtungswerks, das im vorhergehenden Ausschuss vom Forstamtsleiter Achim Otto ausführlich vorgestellt wurde.

Die Forsteinrichtung ist die mittelfristige, 10-jährige Planung im Forstbetrieb. Sie erstreckt sich auf die Aufgabenbereiche Zustandserfassung, Erfolgsprüfung und Planung für das kommende Jahrzehnt. Das Ziel der Waldbewirtschaftung ist der Aufbau und die Pflege eines standortgemäßen, gesunden und leistungsstarken Waldes, der die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion in optimaler Weise erfüllt.

Der Stadtwald befindet sich ein einem guten Zustand, insbesondere wurde in den letzten Jahren auf Nachhaltigkeit geachtet. Auf Grund der Einschlagsmenge bleibt auch die Waldbewirtschaftung weiterhin gewährleistet unter Berücksichtigung der Erholungs- und Naturschutzfunktion.

Hinsichtlich der Baumartenzusammensetzung weist der Stadtwald insbesondere einen Laubmischbestand (überwiegend Buche) mit 79 Prozent auf. Der Nadelholzbestand (21 Prozent) besteht überwiegend aus Fichte, wobei die Fichte nur an wenigen Stellen standortgerechte Bedingungen, auf Grund des Muschelkalks, vorfindet. Deshalb wird auch der im letzten Jahrzehnt begonnene Waldumbau zugunsten des Buchenmischbestandes fortgesetzt. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig bei einer Enthaltung das Forsteinrichtungswerk zu beschließen.

Der Forstwirtschaftsplan 2014 wurde vom Thüringer Forstamt unter Abstimmung mit der Stadtverwaltung aufgestellt und in der Sitzung von Forstamtsleiter Achim Otto vorgestellt. Im Ergebnis ist ein Reingewinn von 143.400 Euro geplant. Es wurde angemerkt, dass der Ertrag aus dem Holzverkauf nur bei der derzeitigen Holzmarktlage erreichbar ist.

Für bauliche Maßnahmen werden Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro beantragt. Die Holzernte erfolgt sowohl manuell, als auch mittels Harvester, der insbesondere an Steilhängen zum Einsatz kommt. Weiterhin ist der grundhafte Ausbau von zwei Holzlagerplätzen in der Gemarkung Flinsberg geplant. Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig bei einer Enthaltung, den Forstwirtschaftsplan zu beschließen.

Ferner wurden die Anlage von zwei Holzlagerflächen im Revier Iberg beschlossen. Hierbei ging es darum, die beiden bestehenden Holzlagerflächen – beim Arbeitsdienstweg (oberhalb des Iberghauses) und im Düstertal (Richtung Pferdebachtal) - zu erweitern, um geerntetes Holz zu lagern und später abzutransportieren. Beim Arbeitsdienstweg wird die Holzlagerfläche in zentraler Lage errichtet, damit verkürzt sich die Rückeentfernung, wodurch die Rückekosten wiederum reduziert werden. Im Düstertal besteht derzeitig nur ein Wendeplatz, der der Holzabfuhr dient. Von der zu erntenden Holzmenge ist die Hälfte Stammholz.

Einen Punkt nahm auch die Beratung über die weitere Verfahrensweise zur Unterhaltung der Schranken im Stadtwald ein. Die teilnehmenden Fraktionsmitglieder haben sich dafür ausgesprochen, dass trotz erhöhtem Aufwand und teilweise auch mutwilliger Zerstörung, die Schranken zum Schutz der Natur weiterhin bestehen bleiben und unterhalten werden sollen.

Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Matthias Bollwahn dankte im Namen der Ausschussmitglieder und der Stadtverwaltung der Wegewartin Elisabeth Kruse für die neue Beschilderung des Rundwanderweges von Heiligenstadt auf den Warteberg bei Flinsberg, die in exzellenter Weise ausgeführt wurde und für die Heiligenstädter und seine Gäste hilfreich sein wird, um nach Flinsberg unter anderem auch zum Mittelpunkt Deutschlands, zu gelangen.
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