Infos aus dem Forst- und Jagdausschuss in Heiligenstadt

Am 4. Juni fand eine Sitzung des Forst- und Jagdausschusses der Stadt Heilbad Heiligenstadt statt.

Der neue Forstamtsleiter, Achim Otto, gebürtig aus Worbis, der seine Arbeit am 01. Mai in Heiligenstadt aufgenommen hat, wurde im Forstausschuss freundlich begrüßt. Er stellte das neue Forsteinrichtungswerk vor, welches von einem unabhängigen Gutachter erstellt wurde. Hierbei handelt es sich um einen Betriebsplan, der nach dem Thüringer Waldgesetz aufzustellen ist und die Grundlage für die Waldbewirtschaftung der nächsten zehn Jahre bildet.

Insgesamt ist zu sagen, dass der Stadtwald sich in einem guten Zustand befindet. Insbesondere wurde in den letzten Jahren auf die Nachhaltigkeit geachtet. Der Zuwachs liegt nach dem Gutachten bei 7,4 Efm/ha/Jahr. Somit ist eine Einschlagsmenge (Hiebsatz) von 7,1 Efm/ha/Jahr gerechtfertigt. Damit bleibt auch die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung weiterhin gewährleistet.

Hinsichtlich der Baumartenzusammensetzung weist der Stadtwald insbesondere einen Laubmischbestand (überwiegend Buche) mit 79 Prozent (vorher 76 Prozent) auf. Der Nadelholzanteil (überwiegend Fichte) liegt bei 21 Prozent (vorher 24 Prozent). Dabei ist zu erwähnen, dass die Fichte im Stadtwald nur an wenigen Stellen standortgerechte Bedingungen vorfindet, da der Boden meist aus Muschelkalk besteht. Der Anteil der Fichte wurde in den letzten zehn Jahren von 18 auf 15 Prozent reduziert. Der im letzten Jahrzehnt erfolgte Waldumbau zugunsten des Buchenmischbestandes wird weiter fortgesetzt.

Im Ergebnis der Sitzung wurde festgehalten, dass es sich beim Stadtwald insbesondere um einen Wirtschaftswald handelt. Auch in den nächsten Jahren wird hier der Schwerpunkt liegen, unter weiterer Beachtung der Erholungs- und der Naturschutzfunktion sowie eines ausgewogenen waldökologisch vertretbaren Wildbestandes.

Das Forsteinrichtungswerk soll im September durch den Stadtrat beschlossen werden. Zuvor wird es noch eine abschließende Beratung im Forst- und Jagdausschuss geben. In Kürze findet eine Waldbegehung statt, damit sich die Stadtratsmitglieder auch ein Bild vor Ort machen können.

Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde über die Vergabe vorübergehender entgeltlicher Jagderlaubnisscheine im Revier „Alter Kopf“ berichtet. Die Stadt bietet Jagderlaubnisscheine für die Einzeljagd und Wildbretjagd gegen ein pauschales Entgelt an. Näheres ist auf der Homepage der Stadt www.heilbad-heilgenstadt.de unter der Rubrik „Rathaus+Politik / Ausschreibung“ zu finden. Ein Bürger äußerte sich dahingehend, dass er hier einen sehr hohen Aufwand für die Stadt sieht. Hierzu antworte Ordnungsamtsleiter Thomas Hucke, dass die Jagdaufsicht sowie die Einweisung der Jäger dem Revierleiter (Forstamt) oblägen und somit für die Stadt kein wesentlicher Mehraufwand bestehe. Außerdem handele es sich um eine vorübergehende Lösung. Für das folgende Jagdjahr wird über eine längerfristige Vergabeform nachgedacht.

Wegewartin Elisabeth Kruse äußerte sich zu den Vandalismusschäden am Himmelfahrtstag. Leider wurden wieder Geländer und Hinweisschilder umgerissen. Insbesondere ist hier die Zerstörung des Panoramabildes am Dünkreuz zu erwähnen, bei dem die Sichtscheibe eingeschlagen wurde. Die Schäden wurden bei der Polizei zur Anzeige gebracht und der Bauhof mit der Reparatur beauftragt. Das Panoramabild wurde bereits wieder in Ordnung gebracht.

Elisabeth Kruse konnte aber auch Positives berichten. So ist eine Ausschilderung zum Warteberg in Vorbereitung. In Kürze kann auch der weniger Ortskundige dieses schöne Wanderziel oberhalb des Ortsteils Flinsberg besser erreichen.
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