Staupe bei Füchsen festgestellt - Das Landratsamt des Landkreises Eichsfeld informiert

Seit etwa Mitte Februar häufen sich die Mitteilungen von Jägern über Verhaltensstörungen bei Füchsen. Auffällig waren insbesondere der fehlende Fluchtreflex gegenüber Menschen und Hunden.

Teilweise konnte eine besondere Zutraulichkeit, auch in Siedlungsgebieten, bis hin zu Koordinationsstörungen in den Bewegungen festgestellt werden. Diese Beobachtungen führten bei Mitbürgern zu einiger Besorgnis, da der Gedanke an eine Tollwuterkrankung des Fuchses nahe lag.

Das Veterinäramt kann hier beruhigen. Jedes Jahr werden regelmäßig Füchse zur Untersuchung auf Tollwut eingeschickt. Das ist notwendig, da die Fuchspopulation schon seit Jahren nicht mehr mit ausgelegten Impfködern gegen das Tollwutvirus immunisiert wird.

Der letzte auf dem Gebiet des Eichsfeldes festgestellte Tollwutfall liegt fast 20 Jahre zurück. Damals war bei einem Dachs die Tollwut festgestellt worden. Deutschland ist nach den Bestimmungen der Weltorganisation für Tiergesundheit, der OIE, mit Sitz in Paris, seit mehreren Jahren frei von Tollwut.

Die neuerliche Feststellung gestörter Verhaltensweisen bei Füchsen wurde vom Amtstierarzt zum Anlass genommen, nähere Untersuchungen im Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz vornehmen zu lassen. Die ersten Untersuchungsergebnisse liegen nunmehr vor.

Die Füchse mit solchen Verhaltensauffälligkeiten leiden an Staupe. Die Staupekrankheit ist eine gefürchtete Erkrankung besonders bei Hunden, insbesondere bei Junghunden und Welpen, wenn sie nicht schutzgeimpft sind. Die Erkrankung zeichnet sich durch hohes Fieber und Abgeschlagenheit aus.

In Abhängigkeit vom befallenen Organsystem treten Durchfall, Erbrechen, Lungenentzündung und im weiteren Verlauf auch zentralnervöse Erscheinungen durch Schädigung des Gehirns auf. Diese Verlaufsform endet dann meist tödlich.

Die Staupe ist für den Menschen ungefährlich. Da Hunde besonders empfänglich für das Virus sind, sollte jeder Hundehalter darauf achten, dass sein Hund regelmäßig gegen Staupe geimpft wurde. Grundsätzlich sollte jeder Kontakt mit Wildtieren vermieden werden. Das Führen des Hundes an der Leine reduziert ebenfalls ein mögliches Infektionsrisiko.
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