DAS STORM-HAUS IN HEILIGENSTADT

In einem der ältesten Gebäude Heiligenstadts hat das Theodor-Storm-Museum sein Domizil. Das „Mainzer Haus“ wurde im Jahr 1436 erbaut. Seit 1988 lebt in ihm das Literaturmuseum „Theodor Storm“. In sechs Ausstellungsräumen wird das Leben und Schaffen des bekannten Dichters gewürdigt.

Gezeigt werden sowohl Dokumentationen als auch Rauminstallationen, die unter den Gesichtspunkten „Fremd gewordene Heimat“, „Der Lyriker und der Novellist in der Heiligenstädter Zeit“, „Theodor Storms Weihnachten“, „Heimat in der Fremde“ sowie „Der Märchensammler und Märchendichter“ zu besichtigen sind. Das Museum bietet Fachbesuchern ein ansprechend umfassendes Vortragsangebot. Ebenso stehen Schülergruppen der 5. bis 8. Klassen Materialien zur Verfügung, die selbständiges Arbeiten im Museum ermöglichen. Außerdem werden Schülern der 1. bis 4. Klassen kurzweilige altersgerechte Lesungen angeboten.

Theodor Storm lebte von 1856 bis 1864 in der Stadt. Also vor 150 Jahren ging der Dichter aus Heiligenstadt weg zurück in seine Heimat Husum. In seiner Heiligenstädter Zeit entstanden beispielsweise sein Gedicht „Ein Sterbender“ oder auch die Novelle „Auf der Universität“ sowie die bekannten Kunstmärchen „Die Regentrude“ und „Bulemanns Haus“. Die Heiligenstädter Zeit des Lyrikers und Novellisten war geprägt vom Durchbruch zu einem realistischen Schreibstil.

Das Museum bietet seinen Besuchern neben der Dauerausstellung informative, wechselnde Sonderausstellungen. Regelmäßige Ankäufe bereichern und erweitern den Museumsfundus fortwährend. Die Sammlung umfasst zum einen sämtliche Literatur von und über Theodor Storm; besonders wertvoll sind die Erstausgaben seiner Gedichte und Novellen, aber auch die Forschungsliteratur, die in einer Bibliothek allen Besuchern offen steht. Der zweite Sammelschwerpunkt des Hauses besteht in Illustrationen und freien künstlerischen Arbeiten zu Storms Dichtung. Der ganze Stolz des Literaturmuseums und seiner Leiterin Dr. Regina Fasold sind zum Beispiel die elf handsignierten Kupferstiche von Johannes Wüsten (1896 – 1943) zu Storms Novelle „Aquis submersus“ aus dem Jahr 1931, die „die Geschichte Storms sozusagen ins Optische übertragen“, so Dr. Regina Fasold.

Neben der eigentlichen Storm-Ausstellung befindet sich im Erdgeschoss des Hauses ein Heinrich-Heine-Zimmer, in welchem der Besucher an Heinrich Heines Taufe (28. Juni 1825) erinnert wird. Vorgestellt werden sämtliche Faksimiles der Taufdokumente Heines.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10.00 bis 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag: 14.30 bis 16.30 Uhr

http://www.stormmuseum.de
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