Der Drache und der Medicus auf Burg Hanstein

Wann? 02.08.2014 bis 03.08.2014

Wo? Burgruine Hanstein, Hanstein, 37318 Bornhagen DE
Frederik Esselmann spielt mit der Band Saltatio ­Draconum auf Burg Hanstein. Der 27-Jährige ist aber auch mit Soloprojekten unterwegs.
 
Die Spielleute von Saltatio Draconum (von links): Frederik Esselmann, Markus Schütz, Christian Noll und Carsten Schütz (nicht im Bild: Johannes Baehr und Timo Schütz). Saltatio Draconum bedeutet: Der Tanz des ­Drachen. (Foto: privat)
Bornhagen: Burgruine Hanstein |

Die Mittelalter-Band Saltatio Draconum spielt zum Mittelalterfest auf der alten Burg Hanstein bei Bornhagen und im Historienfilm „Der Medicus

Fantasie versetzt Mauern? Und ob! Für Dreharbeiten zum Historien­drama „Der ­Medicus“ wurde die Burg Hanstein vom Eichsfeld kurzerhand ins mittel­alterliche England versetzt. Aber zum Glück nur digital. Die trutzigen Türme selbst stehen nach wie vor fest auf dem gewaltigen Felsmassiv bei Bornhagen. Ein beeindruckender Ort, um am 2. und 3. AugustMittelalterfest zu feiern. Der Heimatverein Hanstein/Bornhagen stellt es unter das Motto "Tourney und Gaukeley". Mit dabei sind die Spielleute von Saltatio Draconum, die auch im „Medicus“ zu sehen und zu hören sind.

Auftritt in der Taverne

„Zwei Szenen haben wir musikalisch untermalt“, beginnt Frederik Esselmann, Frontmann von Saltatio Draconum, von den Dreharbeiten im Frühjahr 2012 zu erzählen. „Hier war es warm, aber im Film herrschte Winter. Also mussten wir uns in viele ­Lagen hüllen.“ Wie das aussah, kann der Zuschauer in zwei kurzen Sequenzen entdecken – unter anderem in der Taver­ne, in der Hauptfigur Rob Cole auf die Gabe zu sprechen kommt, den heran­nahenden Tod zu spüren. Saltatio Draconum spielen im Film den Toten-­ und den Schwedentanz, zwei traditionelle Stücke. „Die mittelalter­lichen Marktsäcke für den Film wurden extra von einem Dudelsackbauer im Erzgebirge angefertigt.“

Der Marktsack als Kriegswaffe

Genau diese ­Instrumente sind es, die Frederik ­Esselmann für die Musik des Mittelalters begeistern. Viele Blasinstrumente hat der Ostwestfale, der jetzt in Werleshausen lebt, schon ausprobiert. Er spielt Blockflöte, Trompete und Dudelsack. „Aber der Marktsack ist etwas tiefer in der Stimmung, voluminöser, kraftvoller und brachialer im Klang als der schottische Dudelsack. Das fasziniert mich.“ In seinem Ursprung, so erklärt der 27-Jährige, war der Marktsack eine Kriegswaffe. Sein gewaltiger Klang in großen Stückzahlen konnte Gegner in die Flucht treiben.

Der Tanz des Drachen

Seine Musikvideos stellte der Restaurantfachmann auf Youtube ins Netz. Markus Schütz entdeckte sie und kurz darauf musizierten die beiden zusammen. Mann für Mann ist die Band in den vergangenen zwei Jahren gewachsen. Ihr Name Saltatio Draconum bedeutet soviel wie „Der Tanz des Drachen“. Die Anzahl der Auftritte wuchs.

Verletzungen durch Mordanschlag

Doch plötzlich schien alles zu Ende. Frederik Esselmann erzählt von einer Messer­attacke, die Anfang Mai auf ihn verübt wurde. Ein Mordanschlag aus Eifersucht. Schwer verletzt konnte er den Angreifer abwehren. Beim Griff in die Klinge wurden vier Finger seiner linken Hand so schwer verletzt, dass noch einige Operationen nötig sind, um die Beweglichkeit langsam zu verbessern. „Zweieinhalb Monate konnte ich überhaupt nicht spielen“, sagt der Musiker. Jetzt hat er die Spielpfeife mit einem Lederband abgebunden. Als fühlbare Markierung, um die Löcher besser zu treffen.

Die größte transportable Trommel Deutschlands

Zum Mittelalterfest auf dem Hanstein ist der Frontmann der Band wieder im Einsatz. „Dann haben wir auch unser größtes Instrument dabei“, schürt er die Neugier. Gemeint ist die größte transportable Trommel Deutschlands. Sie hat eine Tiefe von 1,60 Meter. Wenn sie hoch oben auf dem Bock liegt, dröhnt ihr mächtiger, lang anhaltender Bass. „Zum Konzert am Samstagabend wird nicht nur die Geschichte der Instrumente und Lieder, sondern auch die der Bandmitglieder erzählt“, verspricht der Frontmann.


Filmvorführung "Der Medicus"

Wer mehr über den Film erfahren möchte, sollte sich den 9. August vormerken. Zum Open-Air-Kino gibt es nicht nur die „Medicus“-Filmvorstellung, sondern auch Führungen zu den Schauplätzen auf der Burg.

Das Programm des Mittelalterfestes finden Siehier.
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