Etwas Bleibendes schaffen - Kinder pflanzen zusammen mit dem Leinefelder Forstamt 1000 Eichen im Revier Zehensberg

Den Wald erleben und achten sowie lernen, wie er aufbaut ist und wie viel Arbeit und Sorgfalt eigentlich notwendig sind, um ihn zu pflegen, all das sind die Gründe für die jährliche Aktion „Kinderwald“ des Leinefelder Forstamtes. Bereits im vergangenen Jahr waren knapp 30 Kinder aus Leinefelde und den umliegenden Ortsteilen aufgebrochen, um zahlreiche Bäume im Revier Zehensberg zu pflanzen. „Unsere Eichen stehen gut und gedeihen prima“, lobt Revierförster Thomas Watterott und freut sich über die wieder zahlreiche Beteiligung an der Aktion in diesem Jahr. Weiter erklärt er den Kindern, dass die benachbarten Fichten eigentlich nicht hierhergehören. „Der Boden ist viel zu feucht für die Nadelbäume“, betont er und verweist auf die zahlreichen umgeknickten Exemplare. Durch den Autobahnbau ist hier eine Windschneise entstanden, die den Fichten noch mehr zusetzt. Deshalb wird jetzt mit Eichen aufgeforstet. Ziel ist es, den Laubholzanteil deutlich zu erhöhen. Im Vergleich mit anderen Regionen liegt Leinefelde sowie ganz Nordthüringen dabei schon weit vorn. Ganze 25000 Bäume wurden bereits in diesem Frühjahr im Revier Zehensberg gepflanzt. Das meiste (nämlich 20000) sind Buchen sowie je 1000 Weißtannen und Duglasien, aber auch 3000 Eichen. 1000 von ihnen pflanzten die kleinen Nachwuchsförster. Eingeladen von der Leinefelder Kirchengemeinde mit Pfarrer Bernhard Wehner sowie dem Forstamt hatten sie sich mit Hacke und Spaten bewaffnet auf den Weg in den Wald gemacht, um am alten „Herrschaftsweg“ nahe der neuen Autobahn die Bäume aus der forsteigenen Baumschule in Breitenworbis in den Boden zu bringen. Auch wenn man es den dünnen Pflanzen nicht ansieht, sind sie bereits sechs Jahre alt und damit fast so alt, wie einige der jungen Pflanzer. Äußerst fleißig waren alle Beteiligten der Aktion, auch Eltern und Großeltern ließen sich vom Eifer der Kleinen anstecken. So pflanzten Tristan Deppe und Eric Bräunling aus Beuren gemeinsam etwa 120 Bäume. „Eine tolle Aktion, die riesig Spaß macht“, freuen sich die beiden und versehen einige ihrer Bäume mit Namensschildern, damit sie sie später wiederfinden. „Ich stelle mir immer vor, dass die heutigen Kinder in 50 Jahren hier durch den Wald spazieren und dann ihren Enkeln berichten, wie sie diese Bäume gepflanzt und damit etwas Bleibendes geschaffen haben“, erklärt der Forstamtsleiter die Idee zur Aktion.
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