Fast fotorealistisch - Will mit viel Filigranarbeit beinahe lebensechte Ölbilder erschaffen: Monika Gunkel aus Kirchworbis

Viel Filigranarbeit: Monika Gunkel kann mehrere Wochen an einem Werk arbeiten und findet immer wieder etwas, das noch verbessert werden kann. Auf dem Foto ist sie bei der Arbeit am Porträt von Ludwig von Bayern, dem "Märchenkönig", zu sehen. (Foto: privat Monika Gunkel)
 
Eine faszinierende Persönlichkeit: König Ludwig II. von Bayern, bekannt als der "Märchenkönig", diente Monika Gunkel bereits als Motiv. (Foto: privat Monika Gunkel)
Bereits im Alter von zehn Jahren begann Monika Gunkel, geb. Wiesner, bewusst mit dem Malen. Die Neigung und das Talent dazu hat sie wohl von ihrem Vater geerbt, der sich ebenfalls der Malerei widmete. Als seine Tochter allerdings ein Kunststudium ins Auge fasste, bevorzugte er einen konservativeren Karriereweg.

So erlernte Monika Gunkel in Brandenburg schließlich den Beruf einer Maschinenbauzeichnerin. Später, mit dem Umzug von der Ostsee ins Eichsfeld, kam noch eine Ausbildung als Hochbauzeichnerin in Leinefelde hinzu. Doch so richtig glücklich wurde Monika Gunkel in diesem Beruf nie. Schließlich ist technisches Zeichnen nicht mit dem Malen von Bildern zu vergleichen, und man kann sich auch die Motive nicht selbst aussuchen.

Da bleibt der Spaß auf der Strecke. Letzteres stellte schon in der Schule einen Grund dar, weshalb Monika Gunkel trotz ihres Talents im Unterrichtsfach Kunsterziehung über eine Note Zwei nicht hinaus kam.

Nach ihrem Umzug nach Thüringen machte sich die gebürtige Allerstedterin im Kunstgewerbe selbständig. Das Bemalen von Kerzen, Tellern und anderen Dingen kam ihrer künstlerischen Neigung schon weit mehr entgegen, als das technische Zeichnen.

Eine schwere Krankheit sorgte nach 15 Jahren jedoch für ein jähes Ende. Nach längerer krankheitsbedingter Pause begann die heute in Kirchworbis lebende Freizeitkünstlerin vor etwa fünf Jahren wieder mit dem Malen. In dieser Zeit versuchte sie sich an sehr verschiedenen Motiven, von Landschaften über Blumen bis hin zu Tieren und Menschen.

Auch Bauwerke bannte sie schon auf die Leinwand. „Das ist wohl meiner Vergangenheit als Hochbauzeichnerin geschuldet“, meint sie schmunzelnd. Die Wartburg bei Eisenach gehört dazu, das Schloss Neuschwanstein in Bayern steht noch auf der Liste der Vorhaben.

Derzeit sind es jedoch vor allem Porträts von Menschen sowie Blumenmotive, denen sich die Hobbymalerin widmet. Vor vier Wochen erst schloss Monika Gunkel ihre Arbeit an einem Bild von Peter Maffay ab.

„Warum er? Weil seine Musik mich zum Malen animiert“, sagt die Künstlerin. Auch Elvis Presley und Sissi, die berühmte Kaiserin, stehen noch auf der Agenda. Wenn Monika Gunkel etwas anspricht, sei es aufgrund seiner Farben oder auch ganz einfach nur wegen seiner faszinierenden Hintergrundgeschichte, dann ist es auch wert, auf die Leinwand gebracht zu werden.

So entstand das Porträt von Bayern-König Ludwig II., bekannt als der „Märchenkönig“, vor allem ob seines faszinierenden Lebensstiles. Die Meeresbucht mit einer schäumenden Welle im Vordergrund wiederum wurde wohl eher wegen der Herausforderung, das Wasser real darzustellen, als Motiv ausgewählt.

„Was ich auch male, es soll möglichst lebensecht aussehen“, beschreibt die heutige Kirchworbiserin den eigenen Anspruch an ihre Bilder. Um dies zu erreichen, arbeitet sie mit sehr dünnen Pinseln.

Je filigraner sie vorgeht, desto realistischer wirken die Werke. Durch den Einsatz und vor allem die richtige Mischung der Ölfarben lassen sich zudem mehrere Schichten schaffen, was dem Bild eine gewisse Plastizität verleiht.

„Das Malen ist ein ständiger Prozess des Lernens für mich. Unter Umständen kann ich über mehrere Wochen hinweg immer wieder Veränderungen an einem Bild vornehmen, um es noch lebensechter wirken zu lassen.“

Monika Gunkel bevorzugt Bildgrößen von 50 mal 70 und 60 mal 80 Zentimetern. „Um etwas möglichst lebensecht darzustellen, brauche ich ein bisschen Platz“, erklärt sie, weiß dabei eines aber ganz genau: „Die Natur gibt uns so viele Farben, was man im wahren Leben manchmal vergisst. Und die Natur selbst ist auch der beste Maler. Wir als Künstler können nur versuchen, sie zu kopieren.“

Hintergrund


- Seit Sonntag, dem 12. Mai, sind 17 Ölbilder von Monika Gunkel in einer Ausstellung in Victors Residenz Hotel Teistungenburg zu sehen.
- Eine offizielle Ansprache der Künstlerin im Foyer des Victor´s Residenz Hotel Teistungenburg ist für den 19. Mai 2013 um 10.00 Uhr vorgesehen. Alle Kunstliebhaber und Interessierten sind hierzu herzlich eingeladen.
- Es ist nach 2005 die zweite öffentliche Präsentation von Bildern der Künstlerin aus Kirchworbis im Victor´s Residenz Hotel Teistungenburg.
- Unter der Überschrift „Galerie Farbträume“ zeigen die derzeit zu sehenden, klassischen Ölbilder verschiedener Blumenmotive.
- Die Ausstellung kann bis 30. Juni besucht werden.
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