Koste es, was es wolle - Mit ihrer ersten CD möchten die Jungs von „Ausser Kontrolle“ bald richtig durchstarten

  Gernrode: Ausser Kontrolle | Einmal in der Woche geht es in der eigentlich sonst so ruhigen Gernröder Friedensstraße etwas lauter zu, denn hier befindet sich der Probenraum der jungen Musiker von „Ausser Kontrolle“. „Pfingsten 2004 war es“, erinnert sich Manuel Windolph an die Gründung der Band zurück. Gemeinsam mit Elias Kolitsch hatte er schon immer den Traum eine eigene Band zu haben. Beide hatten den gleichen Musikgeschmack, waren Fans der Ärzte und der Sportfreunde Stiller und beschlossen Gitarrenunterricht zu nehmen und dann eine Band zu gründen. Gesagt getan, während Elias später auf Schlagzeug umstieg, blieb Manuel der Gitarre treu. Los ging es mit Coversongs, doch den Jungs wurde schnell klar, dass sie mehr wollten. „Eigene Sachen mussten her“, betont Manuel Windolph. Als drittes Gründungsmitglied kam Stefan Kaufhold hinzu, der die Band aber mittlerweile berufsbedingt verlassen musste. Dafür hat er aber guten Ersatz geliefert, denn in Bruder Matthias schlummerte ebenfalls schon immer der Wunsch nach einer eigenen Band. Nach einigen Stunden Gitarrenunterricht machte sich dieser daran erste Songs zu verfassen, die er der Band schließlich vorstellte und daraufhin mit Freuden aufgenommen wurde.

Johannes Herzberg am Bass und Martin Herzberg am Keyboard vervollständigen seit August 2010 die Band und machen „Ausser Kontrolle“ zu dem, was es heute ist. Eine energiegeladene junge Band, deren Lieder vor allem durch ihren charmanten Wortwitz auffallen und im Ohr bleiben. „Wir selbst bezeichnen uns als melodischen Power-Punk-Rock, aber prinzipiell lässt sich das schwer einordnen“, erklärt Matthias und fügt an: „Wir wollen unser eigenes Ding machen und uns von anderen abheben. Niemand soll sagen, dass klingt ja wie der oder der, sondern es soll heißen: das klingt ja wie ‚Ausser Kontrolle‘.“
Nach zwei Demo-Platten und zahlreichen kultverdächtigen Songs machten die Musiker im letzten Sommer einen großen Schritt, gingen nach Köln ins Tonstudio und nahmen ihre erste große Platte auf. Ein Meilenstein in der Bandgeschichte. Nun kann sich die mittlerweile deutlich angewachsene Fanschar auch zu Hause an Songs, wie „Christiane Meise“ und „Lieb mich wieder zurück“ erfreuen. „Koste es, was es wolle“ lautet der Titel der Scheibe. Und das war für die Jungs auch das Motto der Tonaufnahmen. „Wir sind jetzt alle um die 25 Jahre alt, also dachten wir uns wenn nicht jetzt wann dann und haben keine Kosten und Mühen gescheut unser Projekt in die Tat umzusetzen“, erklärt Matthias Kaufhold. Trotz eigener Scheibe sind und bleiben die Jungs eine richtige Live-Band, die man auf der Bühne erlebt haben muss. „Da kommen wir ganz anders rüber, da geht so richtig die Post ab“, bestätigt auch Elias.


Einen schweren Schlag musste die Band im Jahr 2008 verkraften. Manuel Windolph verletzte sich bei einem Arbeitsunfall an der Hand. Zwar konnten die Finger gerettet werden, an Gitarre-Spielen war aber vorerst nicht zu denken. „Ich hab schnell gemerkt, dass es mit der verletzten Hand nicht mehr geht und bin auf eine Linkshänder-Gitarre umgestiegen“, erinnert er sich. „Das ist wie komplett neu lernen“, kann Matthias Kaufhold bestätigen. Während andere Bands vielleicht einen Ersatz rekrutiert hätten, blieb „Ausser Kontrolle“ Manuel treu. „Das hat mich aufgebaut und angespornt“, erklärt er. Pünktlich zur CD-Aufnahme war er jedoch wieder fit und die Jungs konnten so richtig durchstarten. Nun freuen sich die Musiker auf ihre nächsten Liveauftritte, bei denen natürlich die Songs vom Album nicht fehlen dürfen. Eifrig arbeiten sie außerdem bereits an neuen Stücken in ihrem Gernröder Probenraum, doch der bereitet ihnen momentan Sorgen. „Das Haus wird kommendes Jahr abgerissen, dann sind wir leider heimatlos“, bedauert Elias und hofft, dass sich bald eine Alternative für die Band auftut.
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