Pfaffschwende und Windhagen (Krs. Neuwied) feierten silbernes Partnerschaftsjubiläum

Bürgermeister Uwe Wagner (re.) und Beigeordneter Helmut Wolff bei der Überreichung des Gastgeschenkes.
  Pfaffschwende: Gemeinde | Windhagener und Pfaffschwender feierten silbernes Jubiläum der kommunalen Partnerschaft
-Westerwälder reisten mit dem Bus in die Partnergemeinde


Kurz nach der Wende kam es im Frühjahr 1990 auf eine Initiative des Windhagener Pfarrers Hans Trompeter unter Einschaltung des bischöflichen Amtes Erfurt-Meiningen zur ersten Kontaktaufnahme zwischen den Kirchengemeinden in Windhagen und Pfaffschwende. Pfarrer in Pfaffschwende war zu dieser Zeit Luzian Gehrmann. Am 1. und 2. September 1990 wurden in Pfaffschwende erstmals Gäste aus der rheinland-pfälzischen Gemeinde begrüßt. Es war eine Abordnung der Pfarrei St. Bartholomäus Windhagen mit ihrem Pfarrer. Im alten Pfarrheim in Pfaffschwende wurden erste persönliche Gespräche geführt, die die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit der Gemeinden sind. Beim Gegenbesuch am 20./21.10.1990 reisten die Pfaffschwender mit Pfarrer Luzian Gehrmann und Bürgermeister Jürgen Jakob, teils noch mit Trabis zu weiteren Besprechungen nach Windhagen. Schnell wurde den offiziellen Vertretern klar, dass beide Gemeinden von der Mentalität her gut zusammen passen.Die Kommunen kamen über die Schiene der kirchlichen Kontakte nicht nur ins Gespräch, sondern beschlossen auch die förmliche Einrichtung einer Partnerschaft. Am 2. Oktober 1991, vor nunmehr 25 Jahren fuhr eine große Delegation mit offiziellen Vertretern von Orts- und Kirchengemeinde und interessierten Bürgern von Windhagen aus in das thüringische Eichsfeld. Zur Überraschung der Pfaffschwender spielte der Musikverein Harmonie Windhagen rd. 100 Gäste vom Ortsausgang kommend in den Saal der Gaststätte Schmalstieg ein, in dem dann insges. 300 Besucher ein stimmungsvolles Fest feierten. Die Bürgermeister Josef Rüddel (Windhagen) und Jürgen Jakob (Pfaffschwende) besiegelten die Partnerschaft der Kommunen unter großem Beifall mit ihren Unterschriften unter die Partnerschaftsurkunde. Bewegend war auch die Messe am Tag der Deutschen Einheit unweit des zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen Grenzzaunes auf der Pfaffschwender Kuppe. Seit dieser Zeit gibt es jährlich wechselnd Treffen in den beiden Gemeinden. Es haben sich private Freundschaften entwickelt und gefestigt. Es kommt so zu Besuchen zu privaten Feierlichkeiten und weiteren Aktivitäten, wie Wanderungen etc. Am vergangenen Wochenende wurde das silberne Jubiläum der kommunalen Gemeindepartnerschaft in Pfaffschwende zünftig gefeiert. Die Windhagener Gäste waren und dieses ist auch ein Garant für den Fortbestand der Kontakte wieder in Privatquartieren untergebracht. Die offizielle Partnerschaftsfeier fand am Sonntag im Gasthof Schmalstieg statt. Bürgermeister Uwe Wagner, amtierender Bürgermeister von Pfaffschwende begrüßte alle Gäste im Saal. Helmut Wolff, Beigeordneter der Gemeinde Windhagen, betonte in seinem Grußwort, die Bedeutung der Partnerschaft und bezeichnete diese als ein Silberhochzeitspaar, das sich gesucht und gefunden hat und auch nach einem Vierteljahrhundert noch liebevoll mag. Als Gastgeschenk der Ortsgemeinde Windhagen überreichte Wolff einen Bildband mit Fotos, der an Treffen und gemeinsame Aktionen aus den Partnergemeinden erinnern. Die Pfaffschwender Landfrauen erfreuten die Gäste mit einem Liedvortrag. Das Pfaffschwender Männerballett "Orange Dream Dancers, mehrfacher Eichsfeldmeister", begeisterte tänzerisch und lud auch alle im Saal zum Mitmachen ein. Für Musik sorgte Wehrleiter Marco Weber, der vor kurzem noch beim Feuerwehrjubiläum in Windhagen weilte. Erika Manthey erinnerte an die ersten Kontakte der beiden Partnergemeinden und berichtete amüsant über Begegnungen und Begebenheiten in den letzten 26 Jahren. Sie betonte, dass anfangs darauf hingewiesen worden sei, dass eine Partnerschaft wachsen muss und nicht verordnet werden könne. Und die Partnerschaft habe trotz aller Unkenrufe noch heute Bestand und werde auch weiter bleiben. Pfarrer Mathias Mötzung hatte am Vortag einen Gottesdienst in St. Bartholomäus Pfaffschwende zelebriert und die Partnerschaftskerze war angezündet worden. Zum Besuchsprogramm während des dreitägigen Aufenthaltes zählte auch eine historische Stadtführung im hessischen Grenzstädtchen Wanfried. Stadtführer/in vom Arbeitskreis Wanfrieder Gästeführerzunft informierten im Kostüm als Prinzessin Charlotte Amalie und Major Hellwig über Stadtgeschichte und frühere Bedeutung von Wanfried als Handels- und Hafenstadt und Endhafen der ehemaligen Weser-Werra-Schifffahrt. 1945 war unweit der Stadt das Wanfrieder Abkommen geschlossen worden, das einen Gebietstausch zwischen US-amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone zur Folge hatte. Hinter Wanfried verlief zwischen 1945 und 1990 die innerdeutsche Grenze.

Am Tag der Deutschen Einheit selbst ging es per Bus nach Lengenfeld unterm Stein, wo die Reisegruppe eine große Tour mit der elektrischen Draisine auf der ehemaligen Kanonenbahnstrecke erleben konnte. Am späten Nachmittag begann dann die Heimfahrt der Windhagener Gäste.

Vielen Dank an die Pfaffschwender Gastgeber und Auf Wiedersehen in 2017 in Windhagen.
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