Richtig märchenhaft sollen sie sein
 - Städtenetz SEHN lädt kleine und große Autoren zum Geschichten-Schreibwettbewerb ein

Hoffen auf viele märchenhafte Geschichten: (von vorn nach hinten) Andreas Siebert (Bad Langensalza), Susanne Hinsching (Kunsthaus Meyenburg Nordhausen), Marion Kaps (Regionale Planungsstelle Nordthüringen, Leiterin des Arbeitskreises Kultur), Christa Hirschler (Sondershausen) sowie Birgit Adam (Stadtinformation Nordhausen).
 
Die Eule, die als Bild den Flyer mit dem Aufruf zur Teilnahme am Schreibwettbewerb schmückt, ist ein Hinweis auf die Gebrüder Grimm, die dem Tier ein eigenes Märchen widmeten. (Foto: Regionalstelle Nordthüringen, Arbeitskreis Kultur)
Märchenhaft und phantastisch sollen sie sein, die geschriebenen Geschichten, welche vom Gestern, vom Heute oder vom Morgen erzählen.

Das Städtenetz SEHN (Südharz-Eichsfeld-Hainich-Netz) initiiert in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen und dem Verein Märchenpicknick e.V. den Wettbewerb „Märchenhaft! Wer schreibt phantastische Geschichten?“

Anlass ist das Grimm-Jahr 2013. Der Todestag von Jacob Grimm jährt sich am 20. September zum 200. Mal. 
Das „Märchenhaft“ ist daher durchaus wörtlich zu nehmen und zudem ein regionaler Bezug erwünscht.

Eingeladen sind alle kleinen und großen Leute aus Nordthüringen, ihre Geschichten einzureichen. Eine lesefreudige Jury, der unter anderem die Chefdramaturgin Dr. Anja Eisner, der Sondershäuser Bürgermeister Joachim Kreyer und der Nordhäuser Buchhändler Dietrich Rose angehören, wird alle Einsendungen lesen und bewerten.

Die besten Geschichten werden in den beiden Kategorien Autoren bis 18 und ab 18 Jahren prämiert. Es winken märchenhafte Sachpreise. Zudem soll aus den Einsendungen ein zirka einhundertseitiges Märchenbuch aufgelegt werden.
 Kerstin Otto, die als eine der besten deutschen Märchenerzählerinnen gilt, wird außerdem während des III. Märchenpicknicks in Nordhausen am 13. und 14. Juli im Kunsthaus Meyenburg einige der Nordthüringen-Märchen vorlesen.

Die Idee zum Lesewettbewerb entstand im November vergangenen Jahres im Zuge der Auswertung der Werke der letzten Jugendkunstbiennale. Es war Susanne Hinsching vom Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg, welche die Frage in die Runde warf, ob man denn nicht mal einen Wettbewerb auflegen wolle, bei dem es nicht um Bilder, sondern um Geschichten gehe.

Die Idee wurde vom Nordthüringer Arbeitskreis Kultur sofort begeistert aufgegriffen. Mit Blick auf das Grimm-Jahr fand sich rasch auch der thematische Hintergrund. Nach vielen organisatorischen Vorbereitungen und nunmehr bereits drei Arbeitskreissitzungen ist der Wettbewerb in vollem Gange.

Vor den Winterferien wurden 10.000 Flyer mit der Ausschreibung gedruckt, die derzeit in Einrichtungen in ganz Nordthüringen verteilt werden. Dank Ausschreibung auch via Internet kamen die ersten Einreichungen schon recht früh.

„Anfang Januar hatten wir bereits die ersten drei Geschichten vorliegen. Und wir haben inzwischen beinahe täglich weitere Einsendungen, zumeist per E-Mail oder per Post“, freut sich Marion Kaps, Leiterin des Arbeitskreises Kultur in der Regionalen Planungsstelle Nordthüringen.

„Der Wettbewerb wird sehr gut angenommen“, weiß auch Susanne Hinsching und berichtet von einem Gespräch mit einer Mutter, die sich schon Sorgen macht, weil der Termin der Preisverleihung sich mit dem Geburtstag ihrer Tochter überschneidet.

Viele Anfragen gäbe es zur Form der Einsendungen. „Wir unterstützen, wo wir können und nehmen auch handschriftlich verfasste Geschichten an. Die müssen wir dann eben noch einmal abschreiben“, stellt Marion Kaps klar. „Die Werke dürfen sogar illustriert sein, wenn auch bitte nur in Schwarz-Weiß.“

Bis nach Ostern wird gesammelt, dann geht es bereits ans Lesen. Schon jetzt deutet sich an, dass die Jury-Mitglieder da wohl sehr viel Zeit einplanen müssen. Gespannt auf die Werke sind sie trotzdem.

Fakten


- Der Wettbewerb wird von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Nordthüringen unterstützt.
- Alle Infos zum Schreibwettbewerb gibt es in einem Flyer, der in Bibliotheken, Stadtinformationen und anderen öffentlichen Einrichtungen in der Region ausliegt.
- Die Geschichten sollten vom Umfang her nicht mehr als fünf DIN-A4-Seiten umfassen.
- Einsendeschluss für „Märchenhaft! Wer schreibt phantastische Geschichten?“ ist der 31. Mai.
- Kontakt für Fragen und Einsendungen:
Susanne Hinsching, Kunsthaus Meyenburg, Alexander-Puschkin-Straße 31, 99734 Nordhausen,
E-Mail: kunsthaus@nordhausen.de
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1 Kommentar
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Annett Deistung (HarzWusel) aus Nordhausen | 27.07.2013 | 16:18  
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