Zu Besuch auf Burg Hohenzollern

Fast 900 Meter über der Schwäbischen Alb und bewehrt mit Türmchen und Zinnen thront die Burg Hohenzollern – eine romantische Fata Morgana aus der Zeit der Neogotik.

Als der 24-jährige preußische Kronprinz an einem lauen Sommerabend 1819 die verfallenen Gemäuer seiner Ahnen besichtigte, reizte ihn das zum Wiederaufbau an. Der spätere König Friedrich Wilhelm IV. galt als geistreich, unternehmend und den schönen Künsten zugeneigt. Des Königs Herz hing poetisch-sentimental am Mittelalter, weshalb er den damaligen Berliner Star-Architekt Friedrich August Stüler mit dem Wiederaufbau beauftragte. Dieser orientierte sich an mittelalterlichen Bauten in Frankreich und England, wo das Revival der Gotik, die Neogotik, besonders beliebt war. 1852 wurde der Grundstein gelegt, 1867 war der Wiederaufbau fertiggestellt. Die Burg hat 140 Räume, sehenswert sind besonders die Bibliothek mit Wandgemälden, das Schlafzimmer des Königs, ein Stammbaumzimmer und der „Blaue Salon“, das Zimmer der Königin. Es prunkt mit vergoldeter Kassettendecke, kostbarem Intarsienboden und Porträts preußischer Regentinnen. Preußische Memorabilien sind in der Schatzkammer ausgestellt, darunter die Königskrone von Kaiser Wilhelm II. Die Wände der Eingangshalle sind mit einem gemalten Stammbaum der Hohenzollern geschmückt. Hier sind die preußischen Könige, deutsche Kaiser und deren Nachfolger bis in die Gegenwart aufgeführt.
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