20 Jahre als Leitender Notarzt tätig - Personeller Wechsel beim Ärztlichen Leiter Rettungsdienst des Landkreises Eichsfeld

Der Vorgänger: Dr. med. Bernhard Sänger (links)wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde durch Landrat Dr. Werner Henning (rechts) verabschiedet. (Foto: Landkreis Eichsfeld)
„Auch wenn es mir schwer fällt, ihrer Bitte nachzukommen, möchte ich ihnen hiermit entsprechen und entbinde sie mit Wirkung vom 31. Dezember 2012 von der Funktion Ärztlicher Leiter Rettungsdienst“, so Dr. Werner Henning, Landrat des Landkreises Eichsfeld, zu Dr. med. Bernhard Sänger.

Es sind die Abschiedsworte und zugleich ein Dank an den Mann, der bis dato und mehr als 20 Jahre lang als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst im Landkreis Eichsfeld arbeitete. Begonnen hatte für Sänger alles mit einer im April 1992 durchgeführten Beratung sämtlicher an der Notfallrettung beteiligten Ärzte des damaligen Landkreises Worbis, die ihn einstimmig für die Funktion „Leitender Notarzt“ vorschlugen.

Der Eichsfelder nahm diese Aufgaben zunächst ein Jahr lang kommissarisch wahr, bevor ihn der Kreistag des Landkreises Worbis mit Wirkung vom 1. Mai 1993 offiziell als Leitender Notarzt bestellte. Auf der Grundlage des im Jahre 2000 angepassten Landesrettungsdienstplans Thüringen wurde Bernhard Sänger durch den Kreistag des Landkreises Eichsfeld zum Ärztlichen Leiter Rettungsdienst ernannt.

Seit dieser Zeit stellte er sich nicht nur der Organisation und Sicherstellung der notärztlichen Versorgung im Rettungsdienst des Landkreises, sondern kümmerte sich auch um die Sicherstellung der rettungsdienstlichen Versorgung bei größeren Notfallereignissen.

Da ging es unter anderem um die Unterstützung des Sanitäts- und Betreuungszuges des Katastrophenschutzes, an deren Ausbildungsmaßnahmen und Übungen Dr. med. Bernhard Sänger aktiv beteiligt war.

Als am 16. Juli 2008 das Thüringer Gesetz zur Neuregelung des Rettungswesens in Kraft trat - und mit ihm der Sicherstellungsauftrag für eine bedarfsgerechte und flächendeckende notärztliche Versorgung im bodengebundenen Rettungsdienst an die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen übertragen wurde - stellte dies für Bernhard Sänger eine ganz neue Herausforderung und sozusagen den dritten Abschnitt in seinem Wirken als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst dar.

Ende vergangenen Jahres bat der Mediziner ihn auf Grund beruflicher Veränderungen von seiner Funktion als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst zu entbinden. Sein Nachfolger ist Dr. med. Andreas Goedecke, Facharzt für Anästhesie und Arzt für anästhesiologische Intensivmedizin im Eichsfeld-Klinikum.

Hintergrund


- Beginnend 1990 wurde in den damaligen Kreisen Heiligenstadt und Worbis, in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und aufbauend auf dem vorhandenen System der Dringlichen Medizinischen Hilfe ein flächendeckender Rettungsdienst installiert.
- 1994 vereinigten sich die beiden Rettungsdienstsysteme der Altkreise Heiligenstadt und Worbis mit der Kreisgebietsreform zum Rettungsdienstbereich des Landkreises Eichsfeld.
- Seit 1990 wurde der Rettungsdienst zu rund 197.000 Notfällen im Landkreis gerufen Notfällen, bei denen zirka 273.000 Mal Rettungsmittel zum Einsatz kamen.
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige