Auf der großen Leinwand - Eichsfelder Schminkkünstlerin wirkte an Kinoproduktion mit

Farbpalette und Pinsel sind ihr Handwerkszeug, Bernadette Conradi aus Wingerode wirkte jetzt sogar in einem Kinofilm mit.
 
Spannende Momente beim Blick hinter die Kulissen eines Filmsets.
Einmal an einem echten Kinofilm mitwirken, dieser Traum ist für Bernadette Conradi aus Wingerode jetzt Wirklichkeit geworden. Seit 1. September läuft der Streifen „Timebreakers – auf der Suche nach dem geheimnisvollen Heidekristall“ in verschiedenen deutschen Kinos und die Eichsfelderin hat einen kleinen Teil zum Gelingen des Streifens beigetragen. Das Besondere an dem Film von Produzent und Regisseur Niels Marquardt ist, dass es sich um einen so genannten „No Budget“-Streifen handelt. Filme dieser Gattung werden mit einem sehr geringen oder gar keinem Filmbudget realisiert und sind nicht darauf ausgerichtet Profit zu generieren. Während die Darsteller meist keine Gagen bekommen, sind die Filmemacher auch in anderen Bereichen auf Hilfe angewiesen.
Und da kam Bernadette Conradi ins Spiel. Sie hat sich vor einigen Jahren mit ihrem Hobby Schminken selbständig gemacht und eine Schminkagentur samt Glitzertattoo-Shop gegründet. In den sozialen Netzwerken auf sie aufmerksam geworden, kam vom Film-Team eine Anfrage, ob sie die Dreharbeiten mit ihren Schminkkünsten unterstützen könnte.
„Da habe ich nicht lange gezögert und ja gesagt“, verrät die Wingeröderin. Während der Dreharbeiten, verbrachte sie dann zweimal mehrere Tage am Set. Einmal im Sommer und einmal im Winter reiste sie zum Dreh in die Lüneburger Heide. „Unter anderem habe ich eine Fee geschminkt, die in dem Streifen eine Rolle spielt und die Kinder bekamen Glitzertattoos von mir“, kann sie berichten und ist noch immer überwältigt von den Eindrücken am Set. „Es war einfach toll zu sehen, wie so ein Film entsteht, mal hinter die Kulissen zu schauen. Ich habe wirklich Respekt vor der Leistung der Schauspieler, die meisten waren ja Kinder“, erzählt sie. Als Timie mit am Start ist unter anderem die aus „The Voice Kids“ bekannte Larissa Felber, die auch gleichzeitig den Titelsong des Filmes „Freunde für immer“ singt. Gedreht wurde im Wald, in einer Schule sowie in einem alten Armeebunker und das sogar im Winter bei bis zu minus 10 Grad. „Es war eine echte Herausforderung für das gesamte Team“, betont sie und erinnert sich an ein kleines Baby, das ebenfalls im Film eine Rolle spielt und trotz der Kälte und der vielen Wiederholungen beim Dreh ganz artig war.
Ein weiteres ganz besonderes Ereignis für die Eichsfelderin war dann die Filmpremiere Ende August in Walsrode. „Am Ende seinen Namen im Abspann über die Leinwand flimmern zu sehen ist schon etwas ganz Besonderes“, freut sie sich. Im Film selbst ihre Arbeit zu entdecken, machte sie dann ebenfalls stolz. „Ich würde mich sehr freuen, wenn der Film auch in einem Kino hier in der Nähe laufen würde, aber das ist wohl aktuell noch nicht in Sicht“, bedauert sie. Aber das könnte sich vielleicht noch ändern, bereits in der ersten Woche schaffte es der Film in die Top25 der deutschen Kinocharts, was daraus resultiert, dass hier die Besucher pro Kino gemessen werden und nicht die Gesamtzahl der Besucher. Schafft es der Film nicht mehr in die heimischen Kinos, kann er dann später auf jeden Fall als DVD in den eigenen vier Wänden genossen werden, der Veröffentlichungstermin ist jedoch noch nicht bekannt.


Timebreakers – Auf der Suche nach dem geheimnisvollen Heidekristall ist ein deutscher No-Budget-Film von Niels Marquardt, der in der Lüneburger Heide gedreht wurde. Vor der schönen Naturkulisse der Heide erleben sieben Kinder, „Timies“ genannt, ein ganz besonderes Abenteuer. Eine Reise durch Zeit und Raum, verbunden mit tatsächlichen Ereignissen der Geschichte in Niedersachsen spielt sich vor den Augen der Zuschauer ab. Auch Magie spielt eine Rolle. Gestartet war der Film Anfang September in 11 verschiedenen Kinos, einige weitere sind im Lauf der Zeit hinzugekommen. Das Filmteam hofft darauf, dass noch mehr Kinos den Film bestellen und so die Geschichte einem noch breiteren Publikum bekannt gemacht werden kann. Informationen rund um den Film und zum bereits geplanten zweiten Teil gibt es auf www.heidekreis-film.de
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