Das „Urgestein“ - Manfred Nolte und der Sportverein SV 1893 Niederorschel e.V.

So, wie Vereins-Urgestein Manfred Nolte die Entwicklung des SV 1893 e.V. entscheidend mitprägte, hat umgekehrt auch der Sportverein über viele Jahre hinweg eine wichtige Rolle im Leben des Niederorschelers eingenommen.
 
Immer in Bewegung und am Organisieren: Manfred Nolte während eines Vereinssportfestes mit dem Ansetzungsheft des Thüringer Fußball-Verbandes. (Foto: SV 1893 Niederorschel e.V. / Aschoff)
Manfred Nolte ist so etwas wie das „Urgestein“ des Sportvereins 1893 Niederorschel e.V. „In den 60er Jahren fing ich an, in der Jugend Fußball zu spielen. Ich gehörte allerdings nicht zu den Stammspielern sondern fuhr nur immer wieder mal zu Spielen mit und kam dann meist in der Verteidigung zum Einsatz“, erzählt er und muss dann schmunzeln: „Es war schon sehr lustig, wir verloren alle Spiele, bei denen ich mitgespielt habe.“

Später musste er den Fußball aufgeben, weil er auch noch an der Eichsfelder Musikschule Posaune erlernte (noch heute spielt er hin und wieder im Leinefelder Posaunenchor mit), und sich die Zeiten von Fußballtraining und Posaunenstunde überschnitten.

Wieder so richtig aktiv in den Sportverein hinein kam der gebürtige Niederorscheler 1983 durch seine Wahl zum Kassenprüfer des SV sowie seinen Freund Walter Hellrung, damals Vereinsvorsitzender des Sportvereins 1893 Niederorschel e.V., und nicht zuletzt durch Schwager Gregor Henkel, der die damals sehr erfolgreiche 1. Fußballmannschaft trainierte.

Als von 1984 bis 1986 das Vereinshaus gebaut wurde - zum großen Teil in Eigenleistung - konnte Manfred Nolte über den Fuhrbetrieb seines Vaters im wahrsten Sinne des Wortes viel bewegen. In der Funktion als Kassenprüfer blieb er bis 1994, bevor er dann als Kassenwart in den geschäftsführenden Vorstand gewählt wurde.

Sportliche Leistungen und Erfolge sind erfreulich und gehören dazu, doch ohne eine ordentliche Vorstandsarbeit kann kein Verein wirklich gut funktionieren und langfristig existieren. In organisatorischer Hinsicht nicht und schon gar nicht in finanzieller.

Manfred Nolte mag den SV Niederorschel vielleicht nicht unbedingt sportlich entscheidend vorangebracht haben, sehr wohl aber in anderen Bereichen. Durch seine berufliche Selbständigkeit besaß er einfach die zeitlichen und logistischen Möglichkeiten, sich um vielerlei Belange des Sportvereins zu kümmern. So liefen im Rahmen der Vereinsarbeit meist alle Fäden bei ihm zusammen - er bildete die Vereinsarbeit.

„Der SV Niederorschel hat nie viel Geld in der Vereinskasse gehabt, aber wenn welches da war, wussten wir es auch immer gut zu nutzen“, weiß der langjährige Kassenwart. Ganz besonders gekämpft hat der heute 58-Jährige für den Bau eines zweiten Sportplatzes in Niederorschel. „Unser bestehender Sportplatz wurde beim Vereinstraining, aber auch durch die Nutzung als Bolzplatz, immer wieder in Grund und Boden getrampelt. Wenn dort Kinder spielten, hätten wir die eigentlich wegscheuchen müssen, um den Platz für die Spiele zu schonen, was ja nicht Sinne des Breitensports ist. Es musste also ein zweites Spielfeld her.“

Vom Grundstücks-Tausch bis zum endlosen Schreiben von Anträgen, von der Planung bis zur Durchführung - Manfred Nolte hat sich um alles gekümmert. Und Niederorschel bekam seinen zweiten Sportplatz!

Von 1994 bis 2010 lag auch die Vorbereitung der Sportfeste in seinen Händen. „Es war 2007 oder 2008, als wir beim Sportfest die Alten Herren des FC Carl Zeiss Jena zu Gast hatten. Es herrschte super Wetter, und unseren prominenten Gästen gefiel es ganz toll. Es war wohl unser schönstes Sportfest und für mich auch eines der schönsten Erlebnisse meiner Arbeit im Verein.“

Seit der Wahl des neuen Vorstandes im vergangenen Jahr kann Manfred Nolte nun etwas kürzer treten. „Ich bin ganz froh, dass ich da ein bisschen entlastet werde. Die Jungs haben neue Ideen, und das ist auch gut so“, sagt er, der dem Verein aber weiterhin als Kassenprüfer und Sozialwart erhalten bleibt.

Im Sportverein hat man die Verdienste Manfred Noltes nicht vergessen. Im Frühjahr 2012 überreichte SV-Niederorschel-Geschäftsführer Florian Hartleib dem „Vereins-Urgestein“ die Ehrennadel des Thüringer Fußball-Verbandes in Bronze.

Für die Zukunft wünscht sich Manfred Nolte eine weiterhin gute Entwicklung des Sportvereins 1893 Niederorschel e.V. Und für sich selbst? „Es gibt da einen Spruch des französischen Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry: Man ist ein Leben lang für das verantwortlich, mit dem man sich vertraut gemacht hat. Das gilt für mich. Ein großer Teil meines Lebens hängt am Sportverein, und daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern!“
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