Der Spaß, jemand anderes zu sein - Während der Probe der Kindertheatergruppe der ko-ra-le für das neue Stück „Die Flucht der Kinder“

Mit wichtigen Rollen im neuen Stück: Marie Pietzuch (li., 13 Jahre) als Oberbrandmeisterin Frieda, Hannah Holzborn (Mitte, 11 Jahre) als Firmenchef Meinolf und Fiona Helbing (re. 12 Jahre) als aggressive Oma Ursel.
 
Karola Klingebiel an der Wand mit den Fotos der einzelnen Darsteller. Seit März steht die Besetzung fest und wird fleißig geübt.
Heilbad Heiligenstadt: Kindertheaterwerkstatt | HEILIGENSTADT.

„Bloß weg!“ oder „Die Flucht der Kinder“ heißt das Stück von Markus Mohr, das die Kindertheatergruppe der ko-ra-le unter Leitung von Karola Klingebiel vom 15. bis 29. September in insgesamt sechs Aufführungen zeigen wird.

Die Vorbereitungen begannen bereits im November vergangenen Jahres, und seit März ist auch klar, wer welche Rolle in dem Stück spielen wird. Seitdem trainiert die Kindertheatergruppe fleißig immer mittwochs für zwei Stunden in der ko-ra-le-Theaterwerkstatt des ehemaligen Bekleidungswerks.

Der Allgemeine Anzeiger sprach mit Fiona Helbing (12), Marie Pietzuch (13) und Hanna Holzborn (11), die als Darstellerinnen im neuen Stück wichtige Rollen übernehmen.

Wie lange spielt ihr schon in der Kindertheatergruppe der ko-ra-le mit und warum?

Fiona Helbing: Ich bin seit dem Theaterstück 2011 „Krücke unter der Brücke“ dabei. Mir macht es Spaß, mal jemand anderes zu sein und zu sehen, wie manche Leute darauf reagieren.

Marie Pietzuch: Ich habe 2010 das erste Mal in „Mio, mein Mio“ mitgespielt. Wenn man Theater spielt, bekommt man Selbstvertrauen, denn wenn man vor vielen Leuten auftritt, gehört da schon Mut dazu.

Hannah Holzborn: Ich bin seit 2012 und dem Stück „Pünktchen und Anton“ dabei. Ich wollte es einfach mal ausprobieren und habe dann gedacht, das will ich weiter machen!

Welche Figuren spielt ihr?

Fiona Helbing: Ich spiele die Ursel und den Rüdiger. Die Ursel ist eine schwerhörige aggressive Oma, die im Wald andauernd einen Burschentreppenlift haben möchte. Der Rüdiger ist ein sehr netter Vater, der Verständnis für sein Kind hat und keinen Druck ausübt. Mir gefällt die aggressive Oma aber besser, denn die ist witziger!

Marie Pietzuch: Ich bin Oberbrandmeisterin Frieda, die mit zu den wichtigen Figuren im Stück gehört.

Hannah Holzborn: Ich spiele Georg und Meinolf. Meinolf, das ist ein Firmenchef und Manager, der ganz viele Sachen verspricht.Der Georg gefällt mir aber besser, der ist halt einfach anders...

Was ist für eure Rollen wichtig?

Fiona Helbing: Als Ursel muss ich sehr laut sprechen und viele Akzente setzen, weil sie ja so aggressiv ist. Bei Rüdiger muss ich eher ruhig und verständnisvoll klingen. Die beiden Figuren sind irgendwie das komplette Gegenteil zueinander.

Marie Pietzuch: Als Frieda bin ich eine Feuerwehrfrau, die immer einsatzbereit ist. Da muss ich mich anstrengen, denn ich bin selbst flippie-hippie. Wenn meine Mutter sagt, ich soll aufräumen, dann bin ich eher so „huh“! Frieda dagegen würde es sofort machen.

Hannah Holzborn: Meinolf ist so ein ganz strenger und an manchen Stellen richtig laut. Naja, ich kann für die Rolle manchmal nicht so richtig ernst sein und muss lachen.

Gefällt euch das Stück eigentlich?

Marie Pietzuch: Ja, weil es ein bisschen für unsere Zeit geschrieben ist. Welches Kind will nicht mal von zu Hause abhauen?!

Fiona Helbing: Ja, weil das Stück an manchen Stellen auch sehr lustig ist.

Mal abseits der Kindertheatergruppe, welche Rolle würdet ihr gerne einmal spielen?

Hannah Holzborn: Einen Star.

Marie Pietzuch: Ich würde gerne mal Harry Potter spielen oder auch einen berühmten Popstar, wie Lady Gaga.

Das Stück



Drei Freunde haben sich ein Fahrzeug besorgt, aber nun stecken sie fest: Achsenbruch mitten im Wald. Wohin wollen die denn... und warum? Ein seltsamer Junge taucht auf, schließt sich ihnen an, aus der verfahrenen Lage raushelfen kann er aber nicht.

Als nun Rentner, Vertreter der Wirtschaft, schließlich auch die Eltern eintreffen um unsere Helden zur Rückkehr zu bewegen, wird klarer wer hier was will. Alle haben Druck und schmeicheln-drohen-trixen, dass ihnen die Jugend den „Verständnissvollen“ abnimmt. (Empfohlen ab 6 Jahren):

Die Auftrittstermine:


- Premiere ist am 15. September um 16.00 Uhr.
- Weitere Aufführungen finden am 25. September um 08.30 und 10.30 Uhr sowie am 26. September um 08.30 und 10.30 Uhr statt.
- Zum letzten Mal wird das Stück am 29. September um 16.00 Uhr gezeigt.
- Die Aufführungen finden im ehemaligen Bekleidungswerk in Heiligenstadt in der Hospitalstraße 13 statt.
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