Die Dosenbande Drei Geocacher mit Köpfchen und handwerklichem Können !!!

Er ist ewig schlecht gelaunt und vom Dienst gelangweilt. Doch als Kommissar Zorn ins Unstruttal versetzt wird, läuft er zu ermittlungstechnischer Hochform auf. Beginnt sein Dienst auch ganz harmlos mit einer geklauten Milchkanne und einem Nachbarschaftsstreit, so soll es doch noch ganz Dicke kommen ...

Geocacher können dem lethargischen Polizisten - in Gestalt einer Playmobilfigur - von Station zu Station folgen. Vorausgesetzt, sie finden die nahe Mühlhausen versteckten Caches. Gelegt wurden diese von der Dosenbande, die eigentlich so ganz und gar keinen kriminalistischen Hintergrund besitzt.

Im realen Leben sind die Dosenbande die drei im Schichtdienst arbeitenden Michael und Mario (beide im Gesundheitswesen tätig) sowie Frank, der als Landwirt arbeitet. Das Geocachen ist mittlerweile seit mehreren Jahren sozusagen ein Familiensport der Freunde, welchen sie anfangs an festen Tagen im Jahr gemeinsam mit ihren Frauen und Kindern praktizierten. „Bei all der knapp bemessenen Freizeit kam man raus, man war an der frischen Luft und konnte mit der Familie etwas gemeinsam unternehmen“, so Mario gegenüber der Zeitung.



Vor fast genau zwei Jahren wurde die Idee geboren, einen gemeinsamen Account zu gründen und nicht nur Dosen zu suchen, die von anderen gelegt wurden, sondern selbst dahingehend tätig zu werden. Es sollten keine Dosen sein, die man schlicht und einfach hinter einem Baum finden kann, im Gegenteil hatten sich die Männer überlegt, dass sie mit ihren Cacherunden Geschichten erzählen und interessante Finale bieten möchten.

Ein Name für den neuen Account musste gefunden werden. Das war nicht ganz einfach, aber man kam überein, sich – angelehnt an die Olsenbande – die auch aus drei Mitgliedern bestand und namentlich gereimt gut zu den Plastikdosen passt, die man mit dem Geocachen verbindet, „Dosenbande“ zu nennen. Dieses Logo ist mittlerweile in Cacherkreisen bekannt.

Nun galt es, sich Gedanken zu machen, wie die Geschichten praktisch und handwerklich realisiert werden konnten. „Wer eigentlich auf die Idee kam, Playmobilfiguren für die Darstellung der Geschichten zu verwenden, das wissen sie nicht mehr. „Eines steht fest“, so Michael: „wir können mit den Figuren perfekt darstellen und die Größe ist ideal, um Szenen in unseren Behältern zu platzieren. Natürlich müssen unsere Kinder nicht ihre Spielfiguren hergeben, wenn die Väter wieder einmal eine Idee umsetzen möchten. Wir kaufen beispielsweise Restware aus Aktionshäusern auf, um die Themen darzustellen.“ Bisher wurden für die Herstellung drei Heißklebepistolen verbraucht und ca. 60 bis 70 der dazu gehörigen Stäbe. Von der Idee über die Planung bis hin zur Umsetzung dauert eine Runde mitunter bis zu einem Jahr, bis sie dann von den vielen Geocachern erlebt werden kann, die zahlreich positive Resonanz hinterlassen. Über diese freuen sich die drei Männer immer wieder von Herzen. Sie sind ihr Anreiz, der sie immer weiter treibt. „Die Ideen gehen uns nicht aus, sie kommen meist während der Arbeit am Objekt“, so Michael. „Wir können uns beispielsweise vorstellen, auch in Erfurt einen unserer beliebten Caches zu platzieren, um die Aufmerksamkeit auch dort einmal auf uns zu lenken.“

Wichtig für die Planung einer solchen Geocacherunde ist für die Dosenbande der Radius, der eine Wartung möglich macht. „Geplant wird im Sommer und in den Wintermonaten basteln und bauen wir“, erzählte Michael, der nur allzu gern bereit ist, einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren – dort, wo gebastelt wird, wo die Ideen entstehen und umgesetzt werden.

„Das Zepter der Zeit“, soviel haben die einfallsreichen kreativen Männer verraten, wird das nächste große Highlight werden. Die Arbeiten dazu laufen.

Bei aller Arbeit an den eigenen Ideen wird dennoch immer auch im Kreis der Familie dem Hobby nachgegangen. Wenn die Dosenbande einmal allein unterwegs ist, dann ist meist die Kletterausrüstung dabei und man wagt sich in schwindelnde Höhen.

Das abschließende Fazit des Gesprächs war, dass das Geocachen an sich ein Sport ist, bei dem man die unterschiedlichsten Menschen kennen lernen und mit der Familie gemeinsam etwas unternehmen kann.
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