Die Fahrgäste verlassen sich auf mich - Von der Abfahrtkontrolle bis zum Abschluss-Check - der Arbeitstag eines Eichsfelder Busfahrers

Vor und auch nach dem täglichen Einsatz ist das Bordbuch ders Busses gewissenhaft zu führen.
 
Auch das gehört zum Job eines Busfahrers: Zum Feierabend nach der letzten Fahrt sind Reinigungsarbeiten angesagt.
Udo Reinhardt ist seit 2009 Busfahrer für die EW Bus. Der Umgang mit moderner Fahrzeugtechnik, einher gehend mit dem Kontakt zu vielen Menschen - gerade das macht den Busfahrerberuf für den Jützenbacher zu einem Traumjob.

Der Allgemeine Anzeiger hat in den Arbeitsalltag des 51-jährigen Busfahrers hinein geschnuppert.

Derzeit fährt Udo Reinhardt hauptsächlich die Linie 26 von Weißenborn nach Worbis. Sein Arbeitstag beginnt in der Regel gegen 05:30 Uhr am Busdepot in Bischofferode.
Hier trifft er zunächst alle notwendigen Vorbereitungen zur Fahrt.

Dazu zählt die so genannte Abfahrtkontrolle, bei der unter anderem Wasser- und Ölstand, aber auch das Vorhandensein von Erste-Hilfe-Material und Feuerlöscher an Bord zu überprüfen sind. Der Jützenbacher nimmt die ersten Eintragungen im Bordbuch vor und gibt die persönlichen Daten und die Dienstnummer in den Bordcomputer des Busses ein. Auch ein kurzer Innenraumcheck gehört zu seinen Pflichten.

Alles in Ordnung! Nun startet der 51-Jährige in Richtung der ersten Haltestelle in Stöckey, wo er gegen 6:00 Uhr die ersten Schüler an Bord nimmt.

Bis Großbodungen zeigt sich der Bus dann gut gefüllt. Allerdings steigen dort auch die ersten Schüler und einige weitere Fahrgäste schon wieder aus.

Nun geht die Fahrt weiter zum Zentralen Omnibus-Bahnhof (ZOB) Worbis, wo viele Gymnasiasten und Azubis den Bus verlassen, während einige Fahrgäste mit dem Ziel Leinefelde oder dem Förderzentrum in Birkungen zusteigen.

Udo Reinhardt entdeckt dabei nicht nur bekannte Gesichter, sondern auch einige „neue“ Fahrgäste. Gemeinsam haben sie alle eines: Sie verlassen sich darauf, pünktlich und sicher ans Ziel gebracht zu werden.

Und Udo Reinhardt als ihr Busfahrer setzt täglich alles in seiner Macht Stehende ein, um diese Erwartungen nicht zu enttäuschen. Dies ist der Anspruch, den er an sich stellt.

Nach zwei weiteren Fahrten, bei denen hauptsächlich Schüler transportiert werden, ist gegen 07:30 Uhr der Betriebshof in der Abbestraße 8 in Leinefelde (Industrie- und Gewerbegebiet an der Breitenhölzer Straße) das Ziel.

Hier erfolgen die Wartung und Pflege des Busses. Ab zirka 11:00 Uhr ist Udo Reinhardt mit seinem 53-Sitzer dann wieder auf der Straße unterwegs, um die Schüler nach Schulschluss in mehreren Wellen sicher in ihre Heimatorte zu bringen.

Gegen 17:00 Uhr stellt er schließlich seinen Bus in Bischofferode ab. Bevor es für ihn jedoch in den Feierabend geht, muss er sein Fahrzeug noch einmal durchchecken, unter anderem wegen Fundsachen. Auch eine kurze Innenreinigung für den einwandfreien Einsatz am nächsten Tag darf da nicht fehlen. Damit ist der Arbeitstag für Udo Reinhardt nun endgültig beendet.

Natürlich hat er als Busfahrer auch schon brenzlige Situationen erlebt. Wie etwa bei einem Einsatz im Schienenersatzverkehr eine Prügelei von Fußballfans in seinem Bus. Da half nur noch anhalten, beherztes Dazwischengehen und Schlichten.

Das erfordert nicht nur Mut sondern auch Einfühlungsvermögen und ein gewisses diplomatisches Geschick. Nachdem sich die Gemüter beruhigt hatten, konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

„Zum Glück überwiegen aber die positiven Erlebnisse“, meint Udo Reinhardt. „Ein freundliches Dankeschön höre ich des Öfteren von Fahrgästen, und zu Weihnachten werden mir manchmal kleine Aufmerksamkeiten übergeben. Es ist sogar schon vorgekommen, dass mir Grundschüler ein selbst gemaltes Bild überreicht haben.“
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