Druck frei für Grundschüler - Kleeblattschüler können ab sofort eine historische Druckerpresse nutzen

Leinefelde: Kleeblattschule | Mit Beginn der Herbstferien hat in der freien und integrativen Ganztagsgrundschule „Kleeblatt“ in Beuren eine tolle und äußerst seltene Neuerung Einzug gehalten, eine echte Druckerpresse. Bereits vor mehr als drei Jahren hatte die heutige Schulleiterin Astrid Willenberg das gute Stück bei einer Internetauktion ersteigert und zusammen mit einigen Eltern bei Schnee und Eisglätte abgeholt. „Wir sind fast bis an die französische Grenze gefahren“, erinnert sie sich zurück. Außerdem sei es ein wahrer Kraftakt gewesen, die schwere Apparatur in die Schule zu bringen, erinnern sich auch die beteiligten Eltern.

Danach lag das Projekt lange Zeit brach, denn der passende Schriftsatz war nur schwer zu finden. Nach und nach gelang es Astrid Willenberg und ihren Unterstützern jedoch die Presse aus den 30er Jahren wieder in Gang zu bringen und ein glücklicher Zufall verhalf ihnen außerdem zu einem passenden Schriftsatz. „Liberta zart“ heißt dieser und hat eine Größe von 48 Punkten.
Zum spontan einberufenen Herbstfest vor Beginn der Ferien konnte die Schulleiterin dann mit einer Überraschung aufwarten. „Ich freue mich nach drei langen Jahren, viel Arbeit und zahlreichen Spendenbasaren das gute Stück endlich in Betrieb nehmen zu können“, betonte sie kurz vor dem ersten Andruck der Maschine.

„Es handelt sich um eine Schnelldruckpresse, ein sehr altes Fabrikat, das Seltenheitswert besitzt. Hier können wir ab sofort Drucke im Hochdruckverfahren anfertigen“, erläuterte sie des Weiteren den neugierigen Eltern. „Es ist mir ein besonderes Anliegen den Kindern diese Technik etwas näher zu bringen“, betont Willenberg. In unserer heutigen Zeit sei der Nachwuchs zwar fit am Computer und im Internet, aber kaum jemand wisse noch, was für eine bahnbrechende Erfindung der Buchdruck durch Gutenberg gewesen sei. Das ist für die Kleeblattkinder nun anders. Mit Beendigung der Herbstferien konnten sie ihre Druckerpresse im Kunstunterricht das erste Mal einsetzen und erfahren nebenbei noch viel wissenswertes über den Buchdruck. „Ich freue mich schon auf die ersten Linoldrucke, die wir hier anfertigen können“, schwärmt Astrid Willenberg.
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