Erstlingswerk einer gebürigen Leinefelderin

„Blutrune“ heißt das Erstlingswerk der in Leinefelde geborenen Autorin Karina Reiß, die ihre Kindheit in Breitenworbis verbrachte. Schon aus den Kinderschuhen heraus zog die Familie nach Hüpstedt. Die Eltern hatten Tochter Karina schon frühzeitig und in jeder Hinsicht künstlerisch und musisch gefördert und unterstützt. „Ich durfte schon sehr früh auf die Musikschule in Leinefelde gehen, wo ich durch meinen Akkordeonlehrer so gut gefördert wurde, dass ich seinerzeit an „Jugend musiziert“ teilnehmen konnte. Nachdem ich den Landeswettbewerb gewonnen hatte, bekam ich die großartige Chance, das Musikgymnasium „Schloss Belvedere“ in Weimar besuchen zu dürfen.“, berichtet Karina Reiß stolz.

Nach ihrem Abitur wohnte die gebürtige Eichsfelderin in Marburg, wo sie Kunstgeschichte, klassische Archäologie sowie Anglistik/Amerikanistik studierte. Während ihrer Studienzeit hat die Autorin ein Jahr in Irland (Limerick) verbracht. Sie beschäftigte sich vorwiegend mit irischer und englischer Literatur (James Joyce, Virginia Woolf, George Bernhard Shaw, Frank McCourt ...). Während des Studiums lernte sie außerdem ihren jetzigen Ehemann kennen, der aus Ludwigshafen stammt und auch dort wohnte. Nach etwa einem halben Jahr pendeln, zog Karina Reiß zu ihm nach Ludwigshafen. Seit 2012 lebt die Familie nun gemeinsam in Worms. „Da ich schon immer sehr gern gelesen habe, schwelte auch schon sehr lang der Wunsch in mir, selbst zu schreiben. Als Jugendliche hatte ich einmal ein paar Kurzgeschichten für mich selbst geschrieben, aber aufgrund der Liebe zur Musik war das Thema Schreiben lange Zeit weit im Hintergrund geblieben. Doch durch privaten Stress hervorgerufen suchte ich nach einem Ausgleich. Der Drang, selbst zu schreiben, wurde immer größer. Anfangs noch abgebremst durch die Keine-Zeit-Gedanken, fasste ich eines Tages den Entschluss: ´Wenn nicht jetzt, dann nie´ und ich fing an zu schreiben. Um meine Erfahrungen mit und über das Schreiben mit anderen zu teilen, habe ich außerdem einen Blog eröffnet und berichtete darin über den Fortschritt meines Romans. Des Weiteren veröffentlichte ich Erfahrungsberichte und Tipps für andere angehende Autoren.“, schildert die Autorin gegenüber der Zeitung.

Auf die Frage, ob noch immer Kontakt ins Eichsfeld besteht, antwortet die Wahlwormserin: „Ich besuche regelmäßig meine Eltern in Hüpstedt. Meine Patentante mit Mann, sowie meine Oma wohnen in Breitenworbis, sodass ich auch hin und wieder dort zu Besuch bin. Außerdem habe ich, dank des digitalen Zeitalters, regelmäßig Kontakt zu Einigen meiner ehemaligen Schulfreundinnen. Im Herzen bin ich Eichsfelderin und natürlich Thüringerin geblieben“.

Karin Reiß liest in ihrer eng bemessenen Freizeit - sie betreibt selbstständig eine Musikschule - Thriller und Krimis. Die gebürtige Thüringerin unterrichtet vorwiegend Klavier, Akkordeon, Keyboard und Blockflöte. Sie fährt zu den Kunden direkt nach Hause, „ein Konzept“, so erwähnt sie, „welches besonders bei gestressten Müttern gut ankommt, die ihre Kinder somit nicht in die Musikschule fahren müssen.“

Eines ihrer literarischen Vorbilder ist Stephen King, den sie wegen seines Ehrgeizes, des Durchhaltevermögens und seiner lyrisch handwerklichen Fähigkeiten bewundert. So stand für Karina Reiß von Beginn an fest, dass ihr erstes Buch ein Thriller werden wird.
Die angehende Autorin begann ohne eine konkrete Handlungsidee zu schreiben. Zu allererst arbeitete sie ihre Figuren aus - allen voran die Protagonistin Konstanze-Hartenbach . Karina Reiß schrieb komplette Biografien für die wichtigsten Personen, und somit entstanden erste Ideen für den Plot. Während mehrerer Brainstorming Phasen (Ideenfindung) - gemeinsam mit ihrem Mann – wurde das Gerüst für die Thrillerhandlung entwickelt.

Konstanze, die ehrgeizige, aber schüchterne Jurastudentin träumt davon Staatsanwältin zu werden. Sie lernt Robert kennen, charmant kommt er rüber, jedoch wird seine wahre Identität kurz darauf ans Licht kommen. Konstanze gerät in Lebensgefahr, als sie versucht, ein Attentat zu verhindern.

Etwa zwei Jahre von der Idee bis zur kompletten Fertigstellung dauerte die Arbeit am Roman.

Auf die Frage, ob denn schon ein nächstes literarisches Projekt in Planung ist, antwortet die Autorin: „Ja, das nächste Buch ist bereits geplant, und es wird eine Fortsetzung zum ersten Konstanze-Hartenbach-Thriller sein. Allerdings sind beide Bücher auch als eigenständige, abgeschlossene Romane lesbar. Geplant ist eine Thriller-Reihe mit dieser Figur. Sie wird einen Metaplot haben, aber die einzelnen Romane sind jeweils in sich abgeschlossen.
Außerdem habe ich noch drei weitere Projekte unabhängig von dieser Reihe in der Planung: einen Steampunk-Thriller, in dem ich moderne und futuristische technische Funktionen vereine und diese mit Mitteln und Materialien des viktorianischen Zeitalters verknüpfen werde. Außerdem ist ein historischer Thriller und ein Kurzgeschichten-Band in Planung, den ich gemeinsam mit einer befreundeten Autorin zum Thema Thriller und Angst schreiben möchte.“
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