Es ist wichtig, dass man aktiv ist - Vorgestellt: Wolfgang Ruske, Leitender Polizeidirektor a.D. und Leiter des Grenzmuseums Schifflersgrund

Diesen Mi-24-Kampfhubschrauber erhielt das Grenzmuseum auf Betreiben Wolfgang Ruskes 1993 von den damals aus Dessau abziehenden sowjetischen Streitkräften.
 
Kein Grenzmuseum besitzt einen solch großen Ausstellungsfuhrpark, wie das Grenzmuseum Schifflersgrund, und das verdankt die Einrichtung hauptsächlich ihrem Leiter, Wolfgang Ruske.
Von Peter Schindler

Er wählt seine Worte mit viel Bedacht und strahlt so auf besondere Weise Ruhe und zugleich Autorität aus. Seine gesetzte Art lässt auf den ersten Blick gar nicht erahnen, welch aktiver Menschen Wolfgang Ruske, Leitender Polizeidirektor a.D., Chef des Grenzmuseums Schifflersgrund bei Asbach-Sickenberg sowie als solcher auch 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Grenzinformation e.V., in Wahrheit ist. Tataächlich hat der heute 71-Jährige nicht nur bewegte Jahre hinter sich sondern selbst in diesen Jahren sehr vieles bewegt. Mit 18 Jahren begann Wolfgang Ruske an der Polizeischule in Wiesbaden zunächst seine Ausbildung, der sich eine lange Karriere im Polizeidienst anschließen sollte. Er arbeitete sich vom Streifenpolizisten zum leitenden Polizeidirektor hoch und stand in der Zeit um die Wende herum der Schutzpolizei im Werra-Meißner-Kreis vor. 1991 ordnete man ihn nach Nordhausen zur Unterstützung des Aufbaus der Türinger Polizei ab. „Als ich damals in Nordhausen ankam, fanden sich hier weder eine Wohnung für mich, noch ein Hotelplatz“, erinnert sich Wolfgang Ruske. Also habe er sich ein Wohnmobil angeschafft und mit diesem zirka zwei Monate lang auf einem öffentlichen Platz (August-Bebel-Platz) in der Südharz-Stadt campiert. Dann fand sich endlich eine Anderthalb-Raum-Wohnung am Taschenberg, in die er einziehen konnte. Das Wohnmobil hat er allerdings behalten und damit viele Länder in ganz Europa bereist. „Außerdem leistet es mir bei Fahrten zu auswärtigen Veranstaltungen und Terminen als rollendes Haus sehr gute Dienste“, meint Ruske, der als Grenzmuseumsleiter und Vereinsvorsitzender auch heute noch viel unterwegs ist. Einige Zeit nach seiner Abordnung nach Nordhausen bot ihm das Thüringer Innenministerium an, in Thüringen zu bleiben und die Leitung der neu gegründeten Polizeidirektion Nordhausen zu übernehmen. „In der Polizeidirektion wurden die sieben Polizeikreisämter in Nordthüringen zusammen gefasst, sodass mir etwa 1.120 Mitarbeiter unterstanden“, erinnert sich der Polizeidirektor a.D., der bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2000 die Leitung der Direktion innen hatte. In diesen neun Jahren hat er vieles bewegt beziehungsweise auf den Weg gebracht. So wirkte er maßgeblich an der Gründung des Vereins „Bürger und Polizei“ mit, der unter anderem das Bild des Polizisten in der Bevölkerung verbessern und Vertrauen schaffen wollte. Aber auch die unvergesslichen Truckerfeste mit Stargast Jonny Hill in Nordhausen, Blutspendeaktionen, der Aufbau eines Polizeimuseums sowie die Gründung des Kuratoriums „Aktion für Behinderte“ in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr in Sondershausen gehen auf seine Initiative zurück. Heute noch sitzt er im Vorstand des Vereins sowie des Kuratoriums. Seit Mitte der 90er Jahre ist Wolfgang Ruske außerdem Mitglied der Deutsch-Atlantischen Gesellschaft, die sich mit der Einbindung Deutschlands in die NATO beschäftigt, und heute in dieser als verantwortlicher Regionalleiter für Thüringen sehr engagiert. 2010 wählte man den ehemaligen Nordthüringer Polizeichef und gebürtigen Schlesier (geboren in polnischen Zielona Góra, Grünberg) zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-Polnischen Gesellschaft. Damit aber nicht genug: Bereits 1990 gehörte Ruske zu den Gründungsmitgliedern des Arbeitskreises Grenzinformation e.V., dessen Vorsitzender er bis heute ist. So viel Engagement beim Aufbau ehrenamtlicher Strukturen in Thüringen verdient Dank und Ehrung. Wolfgang Ruske erhielt beides. So wurde ihm 1998 durch Bernhard Vogel in der Thüringer Staatskanzlei das Bundesverdienstkreuz verliehen. 2007 folgten durch das Bundesverteidigungsministerium die Verleihung des Ehrenkreuzes der Bundeswehr in Gold, im Jahr darauf der Thüringer Verdienstorden. „In meiner damaligen Position als leitender Polizeidirektor in Nordthüringen konnte ich viele Kontakte knüpfen, die sich auch heute noch sehr positiv darstellen“, gibt sich der 71-Jährige, der heute mit seiner Frau in Bad Sooden-Allendorf lebt, bescheiden und fügt hinzu: „Es ist wichtig, dass man aktiv ist und aktiv bleibt.“ Fit hält er sich mit Sport - viel Schwimmen, Wandern, Fahrradfahren. Und bei schönem Wetter schwingt sich Wolfgang Ruske immer noch auf seine Shopper, eine BMW mit 1.200 Kubik. Einen besonderen Wunsch erfüllt er sich in diesem Jahr mit einer Donaufahrt bis zum „Kilometer Null“, also von Passau bis zum Schwarzen Meer. Und im kommenden Jahr geht es nach Skandinavien - natürlich mit dem Wohnmobil!

Fakten

- Alter: 71 Jahre

- Gebürtig aus Schlesien, Grünberg (heute Polen) - Familienstand: verheiratet mit Ehefrau Elisabeth,

- Feiert in zwei Jahren mit ihr die Goldene Hochzeit

- Kinder: Martin (43 Jahre) und Annette (45 Jahre)
Hobbys:

- Aufbau Grenzmuseum Schifflersgrund

- Reisen mit dem Wohnmobil durch Europa

- die beiden Enkelkinder (15 und 17 Jahre alt)

- Musizieren in der Familie (Wolfgang Ruse selbst hat vom 13. bis zum 16. Lebensjahr die Musikschule besucht und Violinenunterricht genommen), die Kinder und Enkelkinder beherrschen ebenfalls Instrumente (Klavier, Gitarre und Trompete)
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