Es ist wirklich ein Traumjob für mich - Udo Reinhardt erfüllt sich mit 50 Jahren seinen Kindheitstraum und wird Busfahrer

Und los geht es! Udo Reinhardts "ExpressBus" steht fahrbereit in der Halle des Leinefelder Bus-Depots.
 
"Mein Arbeitsalltag ist spannend und bringt jeden Tag neue Herausforderungen mit sich." Udo Reinhardts Wünsche und Vorstellungen vom Beruf des Busfahrers haben sich auch in der Realität erfüllt.
Leinefelde-Worbis: Busbetriebshof EW Bus | Von Peter Schindler

LEINEFELDE. „Schon immer hat mich moderne Fahrzeugtechnik interessiert - gar fasziniert. Und meine Begeisterung für Busse und das Busfahren begleitet mich bereits seit meiner Kindheit“, gesteht Udo Reinhardt. Wirklich als Busfahrer arbeitet er allerdings erst seit 2009.

Als Jugendlicher startete er als Maschinen- und Anlagenmonteur ins Berufsleben. Bei der Landtechnik Mihla absolvierte er zunächst seine Lehre und arbeitete bis zur Wende auch in diesem Betrieb. Später folgten verschiedene Tätigkeiten im Bereich Heizungs- und Rohrleitungsbau sowie im Transportwesen und Lagerbau.

In seiner Zeit bei der Landtechnik saß Udo Reinhardt auch am Lkw-Steuer. Allerdings: „Ein ganz klarer Punkt, der mir hinter dem LKW-Steuer immer fehlte, war der Kontakt zu den Menschen. Letzterer ist ein großer Vorteil des Busfahrens, denn als Busfahrer sorgt man dafür, dass Personen mobil bleiben können. Heute kommt natürlich dazu, dass man so auch Regionen erkunden kann, die man früher nicht kannte“, erzählt er.

Nach vielen Arbeitsjahren aber noch einmal einen beruflichen Neuanfang zu wagen, erfordert nicht nur Mut sondern setzt auch die entsprechenden Möglichkeiten voraus.

Udo Reinhardt fand schließlich beides: „In meinem bisherigen Job sah ich für mich keine Perspektive mehr. Man könnte sagen, ich befand mich in einer beruflichen Sackgasse. Für mich war es mit knapp 50 Jahren genau die richtige Motivation, mir endlich meinen eigentlichen Berufswunsch zu erfüllen. Und ich bin der Meinung, dass es nie zu spät ist, gehegte Wünsche zu verwirklichen. Dass meine Familie mir dabei den notwendigen Rückhalt gegeben hat - dafür bin ich bis heute noch sehr dankbar.“

Als die Arbeitsagentur einen Umschulungslehrgang zum Busfahrer anbot, sah Udo Reinhardt seine große Chance gekommen.

Und er nutzte sie! Seine im landwirtschaftlichen Bereich absolvierte Ausbildung sowie die über viele Jahre hinweg erworbene Berufserfahrung verschafften ihm beim beruflichen Wechsel natürlich einige fachliche Vorteile. „Der Lehrgang ging eigentlich über sechs Monate, doch ich war etwas schneller und absolvierte bereits nach drei Monaten alle Prüfungen.“ Dann habe sich perfekt ein Schritt in den anderen gefügt.

Als Udo Reinhardt nach einem vierwöchigen Praktikum bei der EW Bus eine Anstellung als Busfahrer angeboten bekam, stand für ihn natürlich außer Frage, wie er sich entscheiden würde.

„Ich hätte mir nie träumen lassen, dass sich mein Berufswunsch wirklich noch einmal erfüllen würde. Ich hoffe, dass ich noch lange gesund bleibe und viele Fahrgäste auf ihrem Weg von A nach B begleiten kann. Denn es ist wirklich ein Traumjob für mich!“

Hintergrund

- Udo Reinhardt ist einer von 51 Busfahrern sowie drei Busfahrerinnen der EW Bus GmbH, die allein im vergangenen Jahr zirka 3,7 Millionen Passagiere von A nach B brachten.

- Unterwegs waren die Frauen und Männer hinter den Lendkrädern der EW-Busse 2011 auf 38 Linien und legten dabei rund 3,8 Millionen Kilometer zurück.

- Der Altersdurchschnitt der Busfahrer beträgt 48,7 Jahre. Dabei ist der Jüngste 24 Jahre alt, der Älteste 62.

- Die Frauen und Männer sitzen dabei am Steuer von 22 Regionalbussen mit bis zu 53 Sitzplätzen, zwei überlangen Regionalbussen mit jeweils 70 Sitzplätzen, 18 Niederflurbussen sowie neun Midi-Bussen.
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