Gut aufgehoben und gebraucht fühlen - Neuer Förderbereich der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis für Menschen mit schwersten und Mehrfach-Behinderungen

Feierte am 9. September seine Einweihung und Segnung: Das "Haus Lebensfreude" der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis.
 
Schlüsselüber- und -weitergabe: Nachdem der Vorstandsvorsitzende der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis, Siegfried Klapprott (rechts), den symbolischen Schlüssel aus den Händenvon Architekt Ottmar Stadermann (Mitte) entgegen genommen hatte, reichte er ihn an Geschäftsführerin Rosi Burgdorf (links) weiter. (Foto: Lebenshilfe)
Leinefelde: Haus Lebensfreude | Sie war mit großer Freude und viel Erwartung verbunden, die Einweihung des Förderbereich-Neubaus der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis e.V. in der Ernemannstraße 6 in Leinefelde.

Entstanden ist es nach den Plänen von Architekt Otmar Stadermann und natürlich aus den Vorstellungen und Wünschen der Lebenshilfe heraus.

Die Anregung für den Namen des Förderbereiches „Haus Lebensfreude“ kam von den Eltern der Zu-Betreuenden, die damit klar machten, dass ihnen ihre Kinder trotz aller Behinderungen und Beeinträchtigungen nur Freude bereiten würden. Was wäre das Leben schließlich ohne Kinder!? Der Vorstand der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis griff die Idee auf und fasste den Entschluss zu einer entsprechenden Namensgebung. Zur Einweihung am 9. September wurde der Schriftzug an der Außenwand schließlich auch in sehr feierlichem Rahmen enthüllt.

Manch einer kann mit der Bezeichnung Förderbereich nicht viel anfangen. Ein strukturierter Tagesablauf und eine sinnvolle Beschäftigung sind für das Selbstwertgefühl aller Menschen, mit oder ohne Behinderung, unerlässlich. Sie ermöglichen Selbsterfahrung und schaffen Gemeinschaftserlebnisse. Nicht jeder Mensch mit Behinderung ist den Anforderungen einer Werkstatt für behinderte Menschen gewachsen.

Menschen mit erhöhtem Betreuungsbedarf finden daher in Fördergruppen eine Beschäftigung und eine individuell zugeschnittene Förderung. Es handelt sich bei diesem Einrichtungstyp um eine Einrichtung der Sozialen Rehabilitation.

Neben den Gruppen des Berufsbildungs- und des Arbeitsbereiches in der Werkstatt werden in der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis e.V. zwölf Menschen mit schwersten und mehrfachen Behinderungen in zwei Fördergruppen unter dem so genannten, „verlängerten Dach der Werkstatt“ betreut. Dabei stehen die Förderung und vor allem die Erhaltung bestehender Fähigkeiten im Vordergrund.

Ziel der Hilfen, Therapien und Fördermaßnahmen, die auf den jeweiligen Schweregrad des Behinderten ausgerichtet sind, ist es, den betroffenen Menschen die für ihn erreichbare Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. Jedem Fördergruppenteilnehmer wird eine seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen entsprechende Förderung zuteil.

Fördergruppe soll auch Spaß machen - und das nicht nur im Alltag! Gemeinsame Feiern und Unternehmungen setzen Impulse in der Regelmäßigkeit des Alltags. Dabei sind ein stabiles Vertrauensverhältnis und ein offener Dialog zwischen Mitarbeitern, Eltern und Therapeuten für die Arbeit unabdingbar.

Rund 100 Gäste nahmen am 9. September an der feierlichen Eröffnung des Förderbereiches teil und erlebten unter anderem ein beeindruckendes Programm, das die Zu-Betreuenden mit ihren Eltern und Betreuern auf die Beine gestellt hatten.

Mit emotionaler Betroffenheit lauschten die Besucher den Schilderungen dreier Mütter über das Leben mit ihrem schwer behinderten Kindern.

Wohl jeder der Gäste fühlte sich am Herzen berührt und stellte fest, dass man im Leben viele Dinge, wie Kinder und Gesundheit, oft zu selbstverständlich für sich selber sieht. Und wohl allen wurde bewusst, wie wichtig es ist, dass es solche Einrichtungen, wie die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis e.V. gibt. Denn hier fühlen sich Menschen unterschiedlichster Behinderungen aufgehoben und gebraucht fühlen.

Der neue Förderbereich mit dem Namen „Haus Lebensfreude“ verfügt über helle und modern eingerichtete Räume und bietet gute Aufenthalts-und Arbeitsbedingungen für Zu-Betreuende und Mitarbeiter.

Mit dem Abschluss eines Freundschaftsvertrages zwischen dem Unternehmen: Orthopädietechnik „Schindewolf und Schneider“ aus Eisenach und einer der Fördergruppen wird die gute Tradition der Lebenshilfe Leinefelde-Worbis e.V. fortgesetzt, mit welchers Unternehmen des 1. Arbeitsmarktes ihr soziales Engagement für Menschen mit Behinderung öffentlich machen und sich für die Integration behinderter Menschen in die Gesellschaft einsetzen.

Im Rahmen der Einweihung gab es auch einen Tag der offenen Tür. Zahlreiche Gästenutzten das Angebot einer Führung durch Werkstatt und Förderbereich . So mancher Besucher zeigte sich hier sehr erstaunt über das große Aufgabenspektrum der Lebenshilfe-Werkstatt, in der - ähnlich wie in einem richtigen Unternehmen - gearbeitet wird.
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