Haflingerzucht Nonn ...

Sie hat das Hobby ihres Mannes zum Beruf gemacht – Hannelore Nonn – gelernte Verkäuferin - hat den Schritt gewagt und ging im Alter von 40 Jahren einen komplett neuen Weg. In den Jahren 1993/94 schulte sie um zur Land- und Betriebswirtin. Ehemann Dieter, der als Fleischer tätig war, wagte ebenfalls den Neuanfang. Auch Sohn Frank, der nach seiner Ausbildung zum Landwirt eine Umschulung zum Betriebswirt absolvierte, bringt sich nach dreijähriger Selbstständigkeit im Bereich Land- und Forstservice engagiert in das Familienunternehmen ein. „Hannelore ist die Frau für alle Fälle“, sagt Ehemann Dieter stolz, „sie ist für das Feine in unserem Betrieb zuständig, erledigt den Schriftverkehr, und auch der tägliche abendliche Kontrollgang obliegt ihren Pflichten, wohingegen wir Männer für die groben Arbeiten an den Maschinen und mit den Tieren zuständig sind.“, berichtet Pferdenarr Dieter außerdem. Sohn Frank übernimmt weiterhin die Bekanntmachung der Haflingerzucht über die Dorfgrenzen hinaus und ist für alles Administrative rund um das Internet zuständig.
Schon immer war man Pferden und besonders den Haflingern verbunden. Als Ehemann Dieter sich in den Anfangsjahren der Ehe ein Pferd kaufte, war Hannelore erst einmal skeptisch, dann aber entdeckte auch sie die Liebe zu diesen Tieren. Schon bevor das Ehepaar sein Hobby zum Beruf machte, war es im Besitz von 6 Pferden. Seit 1975 sind die Nonns Pferdeliebhaber und seit 1984 haben sie sich besonders in die umgänglichen und ausgeglichenen Haflinger verliebt.

Als die ehemaligen LPG-Gebäude an der Unstrut in Dachrieden zum Verkauf standen, machte die Familie Nägel mit Köpfen. Sie begannen erst einmal mit einer Pferdepension. Aus dieser wurde 1999 die Haflingerzucht Unstruttal. Zwei Jahre hatten die Nonns beispielsweise die Pferde von einem Züchter aus dem Norden des Landes in Pension stehen. Eine besondere Beziehung zu ihren Pferden haben sie allemal, wobei sie natürlich Pferde nicht nur züchten, um sie zu verkaufen. Besonders zur Haflingerstute Heidi, die von Beginn an auf dem Hof zu Hause ist, hat die Familie eine enge Beziehung aufgebaut. Stolz sind die Züchter auf die drei gekörten Hengste aus ihrer Zucht, wovon ein Hengst der Körsieger der Süddeutschen Verbände in München wurde, „was für eine so kleine Haflingerzucht, wie wir es sind, schon eine Besonderheit ist. In diesem Jahr hatten wir eine Stute zur Leistungsprüfung, die unter 19 Tieren Platz 3 mit einer Wertnote von 7,90 belegte.“, erzählt Frank Nonn nicht ohne Stolz.
Martin Korn aus Menteroda, der sein Pferd mittlerweile fast ein Jahr bei den Nonns in Pension hat. sagt: „Das Besondere am Haflingergestüt Nonn sind die artgerechte Haltung der Tiere, die familiäre Atmosphäre, sind die netten Menschen und das positive Umfeld. Hier kann man einfach gut abschalten.“

Neben den Haflingern leben auf dem 22 ha umfassenden Hof Hunde, Katzen, Gänse, Ziegen und Kaninchen. Auf der Gründlandfläche wird das Heu hergestellt, und besonders die ruhige Lage an der Unstrut und am Pilger- und Radweg Richtung Horsmar machen die Besonderheit dieses Hofes aus, der sich glücklich schätzt, mit Margrit Corcilius-Gerdes eine so taffe Reitlehrerin an seiner Seite zu haben, die auf dem Hof Reit- und Voltigierunterricht für Interessierte anbietet. Pferdenarren im Alter von 3 bis 43 Jahren kommen regelmäßig zum Gestüt. Reit- und Voltigierunterricht in kleinen Gruppen für Anfänger bis hin zu Fortgeschrittenen und Ferienlehrgängen (Theorie und Praxis) mit abschließender Prüfung werden angeboten. Hengst „Nordkerl“ ist beispielsweise ein ausgebildetes Pferd für Fortgeschrittene. Großen Wert legt Margrit Corcilius-Gerdes auf das gegenseitige Helfen und den pferdegerechten Umgang sowie die Sicherheit für Mensch und Tier. Dass es keine Hochnäsigkeit unter den Pferdefreunden gibt, die auf dem Gestüt ein und aus gehen, ist das Verdienst der Reitlehrerin, die nicht nur im Umgang mit den Pferden ein sicheres Händchen beweist. Sie ist seit 2006 Reitlehrerin auf dem Hof und kann auf eine 37jährige Erfahrung mit Pferden zurück blicken. Die gebürtige Oldenburgerin verfügt über die Ausbildungen im Reiten und Voltigieren als Trainerin B. Sie strebt momentan die Qualifikation zur Trainerin C im Fahren an.
Zu den bisherigen Freizeitangeboten der Haflingerzucht gehören Reit- und Fahrstunden für Einsteiger und Fortgeschrittene, Ponykutschfahrten und Wandertage für Schulklassen und Kindergärten.
In der Zukunft wollen die Nonns einen Teil ihrer Arbeit der Erlebnispädagogik widmen und jugendliches Publikum für Natur und Tiere interessieren. „Weg vom PC und raus in die Natur“ ist das Motto, welches sie sich für ihre Idee als Gesamtkonzept auf die Fahnen schreiben wollen. Zeltwochenenden, Lagerfeuer, Arbeit mit den Tieren und auch Nutzung der Tiere zu therapeutischen Zwecken sollen in der Zukunft angeboten werden. Kinderheime aus der Umgebung haben schon Interesse angemeldet.
Für weitere Informationen kann die Familie unter www.haflingerzuchtnonn.de oder vor Ort kontaktiert werden.
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