Kinderbuchautorin Astrid Seehaus im Interview - Weiblicher Wassergeist der Mythologie gibt Eichfelder Kinderbuchverlag den Namen

Einen eigenen Verlag zu gründen, entsprang dem Wunsch der Verlegerin und Autorin Astrid Seehaus von der ersten Idee bis zur Fertigstellung des Buches selbst zu bestimmen.

Wie aber kommt eine studierte Biologin dazu, sich beruflich mit Kinderbüchern zu beschäftigen?

Dazu sagte Astrid Seehaus gegenüber der Zeitung: „Ich habe gelernt, wissenschaftlich zu arbeiten, was, wenn man eine aufgestellte These untermauern oder widerlegen möchte, eine durchaus spannende Sache sein kann. Die wissenschaftliche Arbeit ist und kann durchaus fantasievoll sein. So betrachtet ist es nur ein kleiner Schritt von der Wissenschaft zum Kinderbuch. Ich stellte mir eines Nachts die Fragen, was wäre, wenn ich hexen könnte und was wäre, wenn ich als Nicht-Hexe ins Mittelalter katapultiert würde? Aus diesen beiden Fragen entstand mein erstes Kinderbuch: ´Meine Freundin die Hexe´. Eigentlich habe ich nichts anderes getan als das, was ich im Studium gelernt hatte: Stell eine Frage und versuche eine Antwort darauf zu finden oder stell eine Behauptung auf und versuche sie mit Argumenten zu untermauern.“

Frau Seehaus, warum beschäftigen Sie sich vorrangig mit dem Genre Kinderbuch?

„Es ist ein schönes Gefühl, wenn der Funke bei den Schullesungen überspringt, die Kinder mit leuchtenden Augen zuhören und lachen. Diese Freude verspüre ich auch beim Schreiben. Ich lache mit meinen Figuren, die in meiner Fantasie verrückte Sachen anstellen, ich weine mit ihnen, wenn sie traurig sind, albere mit ihnen herum oder bin sauer und ungeduldig.“

Wie ist Ihre Meinung in Bezug auf das Interesse von Kindern an Literatur?

„Leider scheinen Bilderbücher nicht mehr so gefragt wie früher. Eine Buchhändlerin meinte kürzlich, es läge daran, dass die Eltern Bücher mit Wissen bzw. Bücher, in denen die Kinder gleich etwas lernen könnten, bevorzugen würden. Vielleicht ist es aber auch ein Zeichen der Zeit, dass möglicherweise nicht mehr die Ruhe ist, sich zusammen mit den Kindern abends Bilderbücher anzuschauen.“

Das Bilderbuchsegment ist ein Steckenpferd und reine Liebhabersache der Autorin, da es nicht unbedingt lukrativ ist. Aber es macht ihr Freude, mit talentierten Künstlern zusammenzuarbeiten, die ebenso viel Spaß an der Sache haben wie sie. Auch wenn der Verlag sehr klein und weniger bekannt ist, ist Frau Seehaus mit vielen Büchern auf Besten- oder Empfehlungslisten, was kaum jemand weiß.



Verlagsgründung Undineverlag: 2003

Frau Seehaus ist Mitglied im Friedrich-Bödecker-Kreis Thüringen. Dieser gemeinnützige Verein vermittelt Autorenlesungen in Kindergärten, Schulen, Bibliotheken, Jugendzentren sowie -strafanstalten. Der Verein wurde 1954 gegründet.

Geplante Projekte:

Geschichten über eine traurige Prinzessin –
zur Thematik Kinderdepression –
zusammen mit dem ukrainischen Künstler Sergej Uchatsch aus Jena

Künstler aus dem Bilderbuchsegment, mit denen Astrid Seehaus
zusammenarbeitet:

Modartis und Artando, Dorothee Herrmann u.a.

Internettipp: www.undine-verlag.de

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