Lasst uns über den Papst-Besuch reden! Ihre Meinung zum Besuch des Heiligen Vaters am 23. September im Eichsfeld ist gefragt

Neben viel Freude auf den Besuch des Heiligen Vaters, wie hier weithin sichtbar in Leinefelde dokumentiert, gibt es auch kritische Stimmen. Der Papst kommt ins Eichsfeld - lasst uns über den Papstbesuch reden.
„Warum ich mich als Bischof von Erfurt auf den Besuch des Papstes freue? Der Papst wird helfen, unseren Glauben zu stärken. Denn das haben wir nötig“, gibt sich Bischof Joachim Wanke. Und er bringt noch mehr Argumente für den Papstbesuch vor. Der Heilige Vater bringe in seiner Person die Weltkirche in das Bistum und habe sich zudem bewusst dafür entschieden, auch eines der neuen Bundesländer zu besuchen, um somit den Einsatz der Menschen hierzulande für einen politischen und gesellschaftlichen Neuanfang zu würdigen.

So sieht dies beispielsweise auch Alois Rothensee aus Neustadt, der in einem Leserbrief schreibt: „Bei seinem Staatsbesuch in Deutschland wird Papst Benedikt XVI. auch in Etzelsbach einem bekannten Manenwallfahrtsort im Eichsfeld Station machen. Er möchte damit seinen Dank für die Standhaftigkeit der Christen des Eichsfeldes im Glauben während der Zeit der Nationalsozialisten und der DDR bekunden. Christen haben durch Gebete, Demostrationen und dem Beistand der Gottesmutter die Einheit Deutschlands und somit auch des Eichsfeldes erzwungen.“

Doch nicht jeder betrachtet den bevorstehenden Besuch des Pontifex in Deutschland, in Thüringen und dabei eben auch im Eichsfeld an der Wallfahrtskapelle Etzelsbach, in einem durchweg positivem Licht. Selbst im stark christlich geprägten Eichsfeld, das sich - wohl mit Recht - stolz auf die eigene Fahne schreiben darf, nicht ganz grundlos vom Kirchenoberhaupt als Besuchsziel ausgewählt worden zu sein, gibt es auch durchaus kritische Stimmen.

Und es sind nicht nur die Millionen von Euro, die der Papstbesuch kosten wird. Im Eichsfeld werden am 23. September eine ganze Autobahn und viele andere wichtige Straßen gesperrt, müssen gewaltige Verkehrsströme umgeleitet werden, kann man an diesem Tag im kilometerweiten Umkreis rund um den Schauplatz der Marienvesper am Wallfahrtsort Etzelsbach nicht mit dem Auto fahren dürfen, schränken akute Sicherheitsauflagen viele Bereiche des Lebens ein, und es werden viele Unternehmen praktisch nicht arbeiten können. Am 23. September wird die ganze Region im Ausnahmezustand stehen.
Aber so ist das eben nun mal bei einem Jahrhundert- beziehungsweise sogar Jahrtausend-Ereignis, wie einem Besuch des Oberhauptes der Katholischen Kirche. Oder?

Ungeteilte Freude, kritische Erwartung oder einfach nur ein Ärgernis - Wir wollen Ihre Meinung wissen!
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
2 Kommentare
Wolfgang Rewicki aus Eisenach | 01.09.2011 | 11:54  
16.680
Steffen Weiß aus Gera | 21.09.2011 | 11:53  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige
Anzeige