Letzter Weizen geerntet - Eichsfelder Bauern ziehen Bilanz

In den letzten Wochen waren die Mähdrescher kaum von den Eichsfelder Feldern wegzudenken. Nach anhaltenden Regenschauern, die den gesamten August begleiteten, mussten die Bauern des Landkreises immer wieder die Sonnentage nutzen, um den Weizen vom Halm zu bekommen. Der tägliche Blick auf das Regenradar, sowie die Kontrolle der Feuchtigkeit im Weizen gehörten dabei zu den wichtigsten Arbeitsabläufen in den Betrieben. Nahte eine Regenfront musste schnellstmöglich zum Ernten aufgebrochen werden und das auch manchmal noch Spätabends uns bis in die Nacht hinein. Mit einer schwierigen Wetterlage hatte das Jahr bereits begonnen. In der Hauptwachstumszeit fehlte es an Niederschlag, ängstlich blickten die Bauern deshalb auf ihre Felder und rechneten bereits mit starken Einbußen. „Zum Glück sind wir doch mit einem blauen Auge davongekommen“, freut sich Ingolf Lerch, Vorsitzender des Eichsfelder Bauernverbandes und Geschäftsführer der Lever Agrar Aktiengesellschaft in Heiligenstadt. Die Pflanzen konnten das zu trockene Frühjahr noch ausgleichen und die Ernte viel besser aus, als erwartet. „Dennoch war es keine Spitzenernte, die wir eingefahren haben“, betont Lerch weiter, vor allem beim Raps habe es große Einbußen gegeben. Während der Weizen im vergangenen Jahr vielerorts zum Futterweizen herabgestuft werden musste, fiel die Ernte dieses Jahr qualitätsmäßig besser aus. „Auch wenn es ab und zu Probleme mit dem Eiweißgehalt gibt, sind wir zufrieden“.Besonders beeinträchtigt vom trockenen Frühjahr wurde indes die Futterernte. Vor allem die ersten zwei Schnitte blieben deutlich unter den Erwartungen der Eichsfelder Bauern, während sich die Lage im dritten und vierten besserte. „Auch der Mais steht gut im Feld und kann sicher in den nächsten 14 Tagen eingebracht werden“, gibt Ingolf Lerch vom Eichsfelder Bauernverband zu bedenken. Da einige Betriebe schon jetzt dringend neues Futter brauchen, könnte die Ernte bald beginnen. „Mengenmäßig war es eine durchschnittliche Ernte, qualitativ ist sie als gut zu bezeichnen“, berichtet auch Thomas Köhler von der Agrargesellschaft „Am Dün“ in Wingerode zusammenfassend. Zeitgleich zur Ernte bereiten sich die Bauern schon auf das kommende Jahr vor. So wurde in zahlreichen Agrarbetrieben bereits der Raps eingebracht.
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