Neue Kontakte, neue Impulse - Die Heiligenstädter ko-ra-le, eine afrikanische Krankenschwester und der Verein „Huruma Tansania e.V.“

Rehema Mwakalo (vorn rechts) und Susanne Rieger (vorn links) beim Blick in den Newsletter der Heiligenstädter Frauenbildungs- und Begegnungsstätte e.V. in dem sie 2009 thematisiert wurden. Jutta Herwig (hinten links) und Eli Sondermann (hinten rechts) von der ko-ra-le freuten sich über die Gäste.
 
Rehema Mwakalo (links) und Susanne Rieger (rechts) beim besuch in den Räumen der Heiligenstädter Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le.
Heiligenstadt Heilbad: ko-ra-le e.V. | HEILIGENSTADT. Rehema Mwakalo kommt aus Tansania. Auch, wenn die afrikanische Krankenschwester aus dem Dorf Matema am Nyassa-See Deutschland schon einmal besucht hat, in Heiligenstadt weilte sie noch nicht.

Und so sieht sie auch die Räume der Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le das erste Mal. „Ich bin glücklich, hier zu sein“, sagt sie auf Englisch. Auch die ko-ra-le-Frauen freuen sich und packen sogar ihre Englischkenntnisse aus, um sich mit dem Gast direkt unterhalten zu können.

Wo es mit der Verständigung gar zu holprig wird, unterstützt Susanne Rieger, welche die Tansanerin auf diesem Besuch begleitet. Schließlich kam über sie auch überhaupt erst der Kontakt zustande. Dies geschah im Jahre 2005, als die Heiligenstädterin ihre erste Tansania-Reise unternahm.

In Matema, das weitab von der Hauptstadt tief im Landesinneren liegt, lernte sie Rehema Mwakalo und die von ihr gegründete Huruma-Frauengruppe kennen. Huruma heißt übersetzt „Barmherzigkeit“. Die Frauengruppe hilft vor allem den Aidswaisen der Region rund um Matema, leistet Aufklärungsarbeit über Aids und engagiert sich aktiv für die Verbesserung der Lebensbedingungen.

Beeindruckt vom Handeln der Gruppe und den recht dramatischen Verhältnissen vor Ort gründete Susanne Rieger 2007 in Heiligenstadt den Verein „Huruma Tansania e.V.“, um über Patenschaften Aidswaisenkinder in der Region Matema zu unterstützen. Inzwischen erhalten schon 21 Kinder Hilfe über den Verein mit seinen acht Mitgliedern und 20 Unterstützern.

Über zwei Jahre hinweg unterstützte auch die ko-ra-le das Projekt aus Einnahmen ihres Newsletters und hielt sich über die Tätigkeit der Tansanischen Huruma-Frauengruppe auf dem Laufenden. Um so mehr freut sich das Team, Rehema Mwakalo persönlich erleben zu können.

Der afrikanische Gast stellt dann auch in einer Power-Point-Präsentation noch einmal das Projekt vor, berichtet über Einzelschicksale und klammert dabei die tragischen Erlebnisse im Umfeld der eigenen Familie nicht aus. Für eine Woche nach Deutschland kam Rehema Mwakalo unter anderem mit dem Wunsch, hier mit Frauengruppen ins Gespräch zu kommen. Mit ihrem Besuch in der Heiligenstädter Frauenbildungs- und Begegnungsstätte ko-ra-le hat sich dieser Wunsch erfüllt.

Es gibt neue Impulse - für beide Seiten - und der Kontakt zueinander soll nun wieder intensiviert werden. Und wer weiß, vielleicht wird die Krankenschwester aus Matema in Tansania bei einem möglichen nächsten Aufenthalt in Deutschland auch wieder nach Heiligenstadt kommen.

Zur Person Rehema Mwakalos


- Rehema Mwakalo ist die Tochter von Bauern. Trotzdem gelang es ihr, eine vierjährige Berufsausbildung zur Krankenschwester zu absolvieren.
- Nach ihrer Ausbildung spezialisierte sie sich zusätzlich auf Präventionsarbeit und Gesundheitslehre für die Dorfbevölkerung.
- Nachdem fünf ihrer insgesamt sieben Geschwister sowie zum Teil deren Partner an Aids starben und dabei Waisenkinder hinterließen, stellte Rehema Mwakalo kurzerhand ein Waisenkinderprojekt auf die Beine.
- Weil Medikamente oftmals zu teuer oder gar nicht erst vorhanden sind, zeigt die 53-Jährige in Tansanischen Dörfern zudem, wie man Heilkräuter als natürliche Mittel gegen Krankheiten einsetzt, so zum Beispiel Artemisa annua zur Vorbeugung vor Malaria, Zitronengras gegen Erkältung und Guave gegen Durchfall.
- Heute ist die Krankenschwester mit inzwischen mehr als 30 Jahren Berufserfahrung unter anderem als Leiterin eines Naturmedizinprojekts der Südprovinz der Moravian Church in Tansania tätig.
- Unterstützt wird Rehema Mwakalo in ihrer Arbeit unter anderem durch den Heiligenstädter Verein „Huruma Tansania e.V.“


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